Sportlich stagniert der VfL - Samstag kommt Darmstadt zum Abstiegsduell
VfL bittet zur Mitgliederversammlung: Bochums Boss Villis sieht Investor, aber keine Krise

Hans-Peter Villis muss sich auf der Mitgliederversammlung auch der Kritik der Ultras stellen. Foto: Archiv Molatta
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  • Hans-Peter Villis muss sich auf der Mitgliederversammlung auch der Kritik der Ultras stellen. Foto: Archiv Molatta
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Irgendwie war es anders, aber am Ende doch so wie immer: Zwar konnte der VfL Bochum in Sandhausen erstmals in dieser Saison in Führung gehen, brachte sie aber nicht über die Zeit. Nach dem 1:1-Remis wartet der VfL damit auch nach sieben Spielen auf den ersten Sieg. Die Mitgliederversammlung am heutigen Mittwoch (25.9., 19 Uhr, RuhrCongress) könnte mal wieder turbulent werden – zumal auch die Investoren-Frage frisch aufploppt.

Böse Zungen fragen sich, ob der VfL Bochum wohl erst einen Investor an Land zieht, nach dem der Verein jetzt schon zwei Jahre vergeblich sucht. Oder ob der Mannschaft mal wieder ein Sieg in der 2. Liga gelingt, was zuletzt am 4. Mai der Fall war.

"Zwei Investoren, die ins Profil passen"

Klar scheint immerhin: Auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend wird der VfL keinen Investor präsentieren. Seit der vor zwei Jahren beschlossenen Ausgliederung wird danach gesucht, bislang allerdings ohne Erfolg. Gründlichkeit vor Schnelligkeit hatte die Führungsriege um den Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Villis und Geschäftsführer Ilja Kaenzig als Devise ausgegeben. Pünktlich zur Versammlung scheint Villis nun aber mit einer Botschaft in die Offensive zu gehen. Via Interview verkündete der Bochumer Boss, man verhandele konkret „mit zwei Investoren, die genau in das Profil passen“.

Ob sich die aufgebrachte blau-weiße Mitgliederseele am Abend damit besänftigen lässt, darf bezweifelt werden. Zum einen lehnt die Ultraszene den Einstieg eines Geldgebers generell ab. Zum anderen wirkt die sportliche Situation derart prekär, dass allein diese Diskussion Zündstoff verspricht. Hans-Peter Villis wird eine Phase der Stagnation und des Rückschritts in den letzten Jahren angelastet, Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz vor allem die Zusammenstellung des aktuellen Kaders samt frühem Trainerwechsel.

Schlechtester Start aller Zeiten

Ein Sieg in Sandhausen hätte die Wogen wohl etwas geglättet, doch stattdessen stand am Ende dieser Partie rohe Gewalt. Manuel Riemann war so fuchsteufelswild über das späte Gegentor und den verschenkten Sieg, dass der Keeper sich das Trikot vom Leib riss. Sieben Spiele ohne Dreier, der schlechteste Start aller Zeiten in eine Zweitligasaison und aktuell Abstiegskampf – das ist die ungeschminkte Bestandsaufnahme.

Dabei war in Partie zwei unter Thomas Reis tatsächlich mehr drin. Sandhausen agierte eher bieder, der VfL verbuchte eine Großzahl an Chancen – nutzte sie aber nicht. Sechs gute Möglichkeiten standen in Halbzeit eins zu Buche, allein Simon Zoller hatte dreimal die Führung auf dem Fuß. „Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft“, stellte Anthony Losilla nach dem Abpfiff frustriert fest. Zwar hatte Silvere Ganvoula den VfL nach 57 Minuten doch noch in Front geschossen. Dann aber kam Sandhausen auf, beim VfL blieb die Entlastung nach vorne aus, hinten wackelte es. „Nach der Führung hatte ich das Gefühl, dass uns ein wenig das Selbstbewusstsein abhanden gekommen ist“, gab Danny Blum zu Protokoll.

Villis: "Sind nicht in einer Krise"

Fehlendes Selbstvertrauen bleibt also eines der Themen für Thomas Reis, wenn es am Samstag im Ruhrstadion zum Abstiegsgipfel mit Darmstadt 98 kommt. Neben Tempo und Dynamik geht es nun aber auch um Konstanz und Effektivität. Reichlich Baustellen, angesichts derer die Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden den einen oder anderen etwas verwundern könnte. Wie sagte Hans-Peter Villis im WAZ-Interview? „Wir sind nicht in einer Krise, sondern in einer sehr angespannten Situation.“

Autor:

Dietmar Nolte aus Dortmund-West

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