VfL Bochum feiert Heimsieg gegen 1860 – Riemann: „Kampf und Leidenschaft!“

Manuel Riemann feiert zusammen mit Timo Perthel den Torschützen Russel Canouse. Foto: Molatta
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Nach vier sieglosen Spielen hat der VfL Bochum mit dem 1:0-Erfolg über 1860 München nicht nur endlich wieder einen Dreier eingefahren, sondern blieb trotz Abwehrsorgen erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer. Über die Gründe für den Erfolg und die Konsequenzen für die nächste Partie am Samstag beim FC St. Pauli spricht Torhüter Manuel Riemann im Interview.

Manuel Riemann, der VfL hat nicht nur gewonnen, sondern auch zum ersten Mal in dieser Saison zu Null gespielt.
Manuel Riemann: Endlich ist dieses Scheiß zu Null weg. Mir ist es eigentlich total Latte, ob wir am Ende 2:1 oder 2:0 gewinnen. Hauptsache, wir behalten die drei Punkte in Bochum. Aber als Torwart hörst du natürlich immer die Frage, wann spielst du denn endlich mal zu Null. Jetzt habe ich es geschafft nach einer gefühlten Ewigkeit und jetzt ist das Thema endlich erledigt.

Wie bewerten Sie das Spiel? Es war eine eher durchschnittliche Zweitliga-Partie.
Ich weiß nicht, was von der 2. Liga erwartet wird. Ich habe die Erstligapartie zwischen Frankfurt und Hoffenheim gesehen. Da weiß ich nicht, ob man sagen muss, dass unser Spiel so viel schlechter war. Es waren zwar viele hohe und lange Bälle dabei. Es war auch ein Kampfspiel. Aber ich finde, dass wir auch teilweise ordentlich Fußball gespielt haben. Aber in der 2. Liga gehört immer Kampf und Leidenschaft dazu, und das haben wir absolut auf den Platz gebracht. Und deswegen haben wir auch verdient 1:0 gewonnen.

"Einfach mal dreckig gewonnen"

Es machte trotzdem lange nicht den Eindruck, als wenn ein Tor fallen würde. Hat es sich auf dem Platz ähnlich angefühlt?
In meinen Augen hatten wir schon im Laufe der ersten Halbzeit zwei richtig gute Möglichkeiten, auch wenn es keine 100-prozentigen Chancen waren. Aber diese Chance hatte 1860 dann in der zweiten Halbzeit, da hätten sie in Führung gehen können. Es war aber auch die einzige Aktion, die wir zugelassen haben. Wir hatten aus meiner Sicht noch ein paar gute Offensivszenen, als etwa der Keeper den Kopfball von Peniel Mlapa richtig gut gehalten hat. Wenn man sieht, was 1860 vor der Saison als Ziel ausgegeben hat und was sie für eine Mannschaft auf den Platz bringen, dann haben wir gegen einen solchen Gegner am Ende einfach mal dreckig 1:0 gewonnen – und das nehmen wir dann auch mal mit.

Der VfL hat defensiv gut gestanden, obwohl die Abwehrreihe mit Losilla und Leitsch in der Innenverteidigung so noch nie zusammengespielt hat. Was sagen Sie zu Ihren Vorderleuten?
Wenn man eine gewisse Routine in seinem Spiel hat und eher die gleichen Spieler immer auf dem Platz stehen, neigt man vielleicht dazu, manchmal weniger miteinander zu sprechen und den einen oder anderen Satz zu wenig zu sagen. Spielen viele Spieler, die sonst so nicht zusammen spielen, ist die Konzentration vielleicht einen Tick höher. Aber gute Defensivarbeit hat auch nicht nur mit der Abwehr zu tun. Gegen 1860 haben alle Offensivspieler extrem gut nach hinten gearbeitet. Allein, was für Wege Quaschner, Merkel und Mlapa vorne gemacht haben. Es war vielleicht nicht ihr schönstes Spiel und auch nicht ihr bestes – aber so wirst du als Mannschaft am Ende belohnt. Jeder von uns muss sich in jedem Spiel genauso zu hundert Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen, wie wir es gegen München getan haben. Das muss jetzt unser Ziel und unser Augenmerk sein. Das müssen wir Woche für Woche hinbekommen, nicht nur alle zwei oder drei Wochen.

INFO:
Für den VfL Bochum erzielte Russel Canouse nach 77 Minuten das goldene Tor des Tages zum 1:0-Sieg über 1860 München. Es war sein erstes Profi-Tor.
Sein Profidebüt feierte in der Innenverteidigung der 18-jährige Maxim Leitsch, der seit 2008 das VfL-Trikot trägt.
Zum Abschluss der Hinrunde tritt der VfL Bochum am Samstag (17.12., 13 Uhr) beim Tabellenletzten FC St. Pauli an.
Gegen die Hamburger gab es in den letzten vier Begegnungen keinen Sieg; letzter Erfolg war ein 1:0-Auswärtssieg im Februar 2014.

Autor:

Dietmar Nolte aus Dortmund-West

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