Bochum gibt beim 3:3 gegen Karlsruhe trotz Überzahl in der Nachspielzeit den Sieg aus der Hand
VfL Bochum im Abstiegskampf - Abwehrchef Decarli entsetzt: „Das ist für mich Wahnsinn!“

Da war die Welt für Saulo Decarli noch halbwegs in Ordnung: Nach zehn Minuten traf der Innenverteidiger zum 1:1-Ausgleich für den VfL. Foto: Molatta
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  • Da war die Welt für Saulo Decarli noch halbwegs in Ordnung: Nach zehn Minuten traf der Innenverteidiger zum 1:1-Ausgleich für den VfL. Foto: Molatta
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Der VfL Bochum verpasst trotz Überzahl und Führung gegen den Karlsruher SC den zweiten Saisonsieg. Saulo Decarli fehlen nach dem 3:3-Remis im Interview fast die Worte.

Eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Entsetzen spiegelte der Blick von Saulo Decarli nach dem Abpfiff wieder. Über 70 Minuten hatte Bochum nach dem frühen Platzverweis für Karlsruhes Fröde in Überzahl gespielt, lag durch Treffer von Decarli, Blum und Gamboa nach 31 Minuten in Führung. Statt des vorentscheidenden vierten Treffers aber kassierte der VfL in der Nachspielzeit noch das 3:3 und hängt im Tabellenkeller fest. Bochum ist im Abstiegskampf angekommen, betont auch Abwehrchef Decarli im Interview nach der Partie.

Saulo Decarli, die Fans waren nach dem Abpfiff richtig sauer. Haben Sie Verständnis für die Reaktion?
Natürlich ist das zu verstehen, ganz klar. Was wir machen, das ist für mich Wahnsinn!

Der VfL hat lange in Überzahl gespielt, lag in Führung. Trotzdem gab es am Ende das große Zittern und das dritte Gegentor. Wie ist das zu erklären?
Es hat meiner Meinung nach alles nur mit Bereitschaft zu tun. Wenn wir nicht bereit sind, über 95 Minuten zu kämpfen und alles zu geben, dann werden wir weiter bestraft. Das ist unglaublich.

Der VfL ist auch schwer ins Spiel gekommen und erst nach dem Gegentor nach acht Minuten richtig wach geworden.
Das kommt auch noch hinzu, das geht langsam auch nicht mehr so. Aber das passiert manchmal eben auch. Aber wir kommen dann ins Spiel, wir gehen in Führung, wir sind ein Mann mehr auf dem Platz, es steht 3:2 für uns – es darf dann einfach nicht passieren, dass wir am Ende dann trotzdem noch die Punkte so herschenken. Ich habe da wirklich keine Worte mehr für.

Der VfL hatte durch Blum und Ganvoula zumindest zwei große Chancen, das vierte Tor zu machen.
Wir gewinnen als ein Team und wir verlieren als ein Team. An anderen Tagen haben die Beiden für uns die Tore geschossen. Das ist nicht unser Problem.

Der VfL muss jetzt nach Kiel, das gerade in Stuttgart gewonnen hat und in der Tabelle auch an Bochum vorbeigezogen ist. Steckt der VfL jetzt im Abstiegskampf?
Wir müssen einfach verstehen, dass wir im Moment im Abstiegskampf sind. Was am Ende der Saison sein wird, das kann man jetzt nicht sagen. Wir haben absolut die Qualität, viel besser und viel höher in der Tabelle zu spielen. Aber im Moment stecken wir da unten drin. Mit dieser Diskussion müssen wir umgehen. Und kämpfen – was wir da zeigen, ist einfach zu wenig.

Info:
• Trotz personeller Überzahl für den VfL weist die Spielstatistik für Bochum und Karlsruhe fast identische Zahlen aus. 19:18-Torschüssen stehen 5:7-Ecken und 9:11-Flanken aus dem Spiel gegenüber.
• Die Kritik von Spielern und Trainer an der fehlenden Bereitschaft und dem mangelnden Kampfgeist drückt sich auch in der Zweikampfquote aus, die mit 53 zu 47 Prozent zugunsten der Gäste ausfällt.
• Auffälligster Offensivakteur des VfL war gegen den KSC Danny Blum, der nicht nur die meisten Torschüsse (5), Vorlagen (4) und Flanken (3) von allen Bochumern verbuchte, sondern per Elfmeter auch im zehnten Spiel sein fünftes Saisontor erzielte.

Da war die Welt für Saulo Decarli noch halbwegs in Ordnung: Nach zehn Minuten traf der Innenverteidiger zum 1:1-Ausgleich für den VfL. Foto: Molatta
Für Simon Lorenz war schon die Anfangsphase der Partie aus Bochumer Sicht ein Unding: "Da haben wir alle geschlafen." Foto: Molatta
Autor:

Dietmar Nolte aus Dortmund-West

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