VfL patzt gegen Heidenheim – Bastians schimpft: „Das sieht schön aus – bringt aber nichts!“

VfL-Kapitän Felix Bastians. Foto: Molatta
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Den erhofften Tabellensprung nach oben hat der VfL Bochum mit der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Heidenheim verpasst – und das trotz starker Leistung. Kein Wunder, dass sich Kapitän Felix Bastians im Interview vor allem über die schlechte Chancenverwertung ärgert und jetzt am Donnerstag (21.9.) beim 1. FC Nürnberg drei Punkte ins Visier nimmt.


Felix Bastians, fällt das Spiel gegen Heidenheim in die Kategorie „ärgerliche und unnötige Niederlage“?

Felix Bastians: Wir haben das Spiel gemacht, wir haben es kontrolliert. Aus dem Spiel heraus haben wir nur einen Konter zugelassen in der ersten Halbzeit. Aber wir fangen uns zwei Standardsituationen, und deswegen haben wir das Spiel am Ende verdient verloren.

Dabei hat der VfL viel Druck gemacht und sich viele gute Möglichkeiten erspielt.

Das sieht schön aus – bringt aber nichts, wenn wir die Chancen nicht reinmachen. Das ist doch ganz klar. Wir spielen die Chancen gut heraus, das ist das Positive. Aber wir müssen dann natürlich mehr Tore erzielen. Fußballerisch waren wir gegen Heidenheim die bessere Mannschaft. Aber das ist total egal, davon können wir uns nichts kaufen. Es gibt nur eine Sache, die zählt, und das ist das Ergebnis.

"Müssen weiter an uns glauben"


Fehlt es im Angriff an der Konsequenz?

Ich würde den Jungs nicht die Konsequenz absprechen. Wir haben es ja probiert, aber es sollte dieses Mal nicht sein. Fußballerisch waren wir drückend überlegen, aber wir konnten es dieses Mal einfach nicht in Tore ummünzen. Wir müssen uns diese Chancen jetzt weiter erarbeiten. Und wir müssen weiter an uns glauben.

Wie lange wird es noch dauern, bis die Mannschaft das komplett auf den Platz bringen kann, was von ihr erwartet wird?
Ich hoffe, bis Donnerstag, wenn wir in Nürnberg spielen. Das Einzige, was ich erwarte, sind Punkte. Dann ist es mir lieber, wir spielen nicht so druckvoll Fußball wie gegen Heidenheim. Das interessiert am Ende niemanden, wenn wir die Punkte nicht holen. Das hat man in Bielefeld gesehen, das hat man gegen Heidenheim gesehen. Wir müssen noch zielstrebiger werden. Und dann müssen wir mit der Überlegenheit, die wir im Ballbesitz haben, noch dominanter vor dem Tor auftreten und die Chancen auch machen.

Sie selbst haben sich am Ende auch gegen Heidenheim immer wieder in die Offensive eingeschaltet.
Wenn du bei fünf Minuten Spielzeit auf der Uhr hinten liegst, dann solltest du nochmal probieren, alles nach vorne zu werfen. Ich habe ja gezeigt, dass ich nicht ganz ungefährlich bin, auch wenn es dieses Mal nicht ganz gereicht hat. Es ist zumindest eine Variante. Aber mir ist es lieber, ich muss das gar nicht machen und kann hinten bleiben.

Hätten Sie sich auch mehr Zuschauer im Ruhrstadion gewünscht, damit die Mannschaft vielleicht noch mehr gepusht wird?

Das können wir nur durch Siege beeinflussen. Wir sind froh über jeden Einzelnen, der zu uns ins Stadion kommt. Und die Jungs, die da waren, haben uns auch gegen Heidenheim super unterstützt. Es war eine richtig gute Atmosphäre. Wir müssen mehr gewinnen, um auch mehr Zuschauer anzulocken. Da müssen wir gar nicht auf andere zeigen. Unsere Leistung muss stimmen und dann kommen auch die Zuschauer.

"Abhaken und in Nürnberg punkten"


Geht es jetzt mit einem Sieg in Nürnberg um eine gewisse Wiedergutmachung für das verlorene Heimspiel?

Das können wir nicht wieder gut machen. Die Punkte sind weg. Aber am Donnerstag in Nürnberg gibt es wieder drei Punkte, und am nächsten Sonntag gegen Ingolstadt gibt es auch drei Punkte. Wenn man sich die Ergebnisse des Wochenendes anschaut, dann weiß man, dass jetzt zwei ganz schwere Spiele auf uns warten. Ingolstadt kommt mit neuem Selbstvertrauen, Nürnberg sowieso. Es ist eine schwere englische Woche, in die ich natürlich lieber mit einem Sieg gestartet wäre. Aber das müssen wir jetzt abhaken, gut regenerieren und dann in Nürnberg punkten.

Sprechen die letzten Ergebnisse insgesamt auch die Ausgeglichenheit der 2. Liga in dieser Saison?
Das haben wir vor der Saison auch so erwartet. Es war klar, dass es keine Übermannschaft geben wird. Mannschaften wie Stuttgart und Hannover, die ein deutlich höheres Budget hatten als alle anderen Teams, sind raus aus der 2. Liga. Deswegen ist es unheimlich eng. Wir wussten, dass auch Heidenheim eine gute, kompakte Mannschaft ist. Wir waren gut auf sie eingestellt und hatten eigentlich ordentliche Lösungen. Wir haben es aber nicht konsequent zu Ende gespielt und haben die Chancen, die wir hatten, nicht konsequent genutzt. Das müssen wir jetzt ändern!

Autor:

Dietmar Nolte aus Dortmund-West

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