VfL Bochum beim 2:2 gegen Dynamo Dresden wieder mit Aufholjagd nach Rückstand
VfL-Stratege Maier schlägt Alarm: "Wir müssen auch mal ein Spiel gewinnen“

Sebastian Maier fordert ein besseres Defensivverhalten. Foto: Archiv Molatta
  • Sebastian Maier fordert ein besseres Defensivverhalten. Foto: Archiv Molatta
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Beim 2:2 gegen Dynamo Dresden hat der VfL Bochum wieder einmal seine gute Moral unter Beweis gestellt. Mittelfeld-Stratege Sebastian Maier kann’s aber langsam trotzdem nicht mehr hören und will jetzt endlich Siege sehen. Ein Interview über Aufwand und Unsicherheit, Druck und Arbeit.

Neuer Trainer, neues Spiel – aber am Ende war beim VfL Bochum trotzdem alles irgendwie so wie immer. Zwar zeigte die Mannschaft bei der Premiere von Thomas Reis auf der Trainerbank zunächst gute Ansätze in frühem Pressing und aggressivem Verteidigen. Doch eine Unachtsamkeit unmittelbar nach der Pause und einen Konter später lag der VfL Bochum wie schon in den Heimspielen gegen Bielefeld und Wiesbaden wieder zurück – und startete wieder eine furiose Aufholjagd. Die Treffer von Danny Blum und Anthony Losilla bedeuteten am Ende ein 2:2-Remis und ein Lob von Thomas Reis: „Das zeigt mir, dass die Mannschaft absolut intakt ist. Da steht ein Team auf dem Platz.“

Für Sebastian Maier darf die gute Moral allein aber langsam kein Maßstab mehr sein. Der 25-Jährige fordert im Interview endlich zählbare Erfolge – und sieht ein besseres Defensivverhalten als Schlüssel dazu an.

Sebastian Maier, wieder hat der VfL Bochum eine tolle Aufholjagd gezeigt, aber wieder lag die Mannschaft zuvor auch zurück.

Ich habe keine Erklärung dafür, warum wir nicht mal in Führung gehen. So müssen wir immer so einen Aufwand betreiben. Ich fand die erste Halbzeit echt okay. Man hat gemerkt, dass wir in den Zweikämpfen waren. Wir haben früh gepresst, wir hatten einige Balleroberungen. Natürlich hat noch nicht alles funktioniert, aber wir hatten alle ein ganz gutes Gefühl auf dem Platz in der ersten Halbzeit. Aber dann musst du eben auch mal ein bisschen länger die Null halten. Dann darfst du nicht aus der Pause kommen und dir direkt ein Tor fangen.

"Nicht jede Woche von Moral sprechen"

Was hat dieser Gegentreffer und dieser erneute Rückstand ausgelöst?
Dann rennst du erstmal wieder hinterher. Dann kommt auch die Unsicherheit wieder. Dann fängst du dir noch das zweite Tor durch einen Konter. Und dann war es wie immer in dieser Saison – wir haben Moral gezeigt und sind zurückgekommen. Aber wir brauchen jetzt auch nicht jede Woche von Moral sprechen. Wir müssen jetzt auch mal ein Spiel gewinnen.

Tut sich die Mannschaft vielleicht auch gerade Zuhause noch schwerer, weil der Druck hier noch größer ist?

Immerhin haben wir Zuhause noch kein Spiel verloren… Ich weiß nicht, ob es am Druck liegt, das kann ich jetzt so nicht sagen. Ich kann auch nicht für die anderen Spieler sprechen. Vielleicht will man es Zuhause doppelt gut machen und den Fans etwas bieten. Und dann kommt es doppelt zurück. Das einzig Gute ist das, was ich jede Woche sage – wir sind wieder zurückgekommen. Aber wir müssen jetzt sehen, dass wir hinten nicht so einfach Gegentore bekommen. Wir können nicht immer zwei, drei Tore schießen, um am Ende ein Spiel auch mal zu gewinnen.

"Klare Ansagen vom Trainer"

Es war das erste Spiel unter Thomas Reis. Was hat sich für die Mannschaft mit dem Trainerwechsel geändert?
Es ist nach einem Trainerwechsel immer eine leichte Aufbruchstimmung zu spüren. Das ist doch ganz normal. Jeder bietet sich neu an. Die Spieler, die vorher eher hinten dran waren, wittern eine neue Chance. Die Trainingsintensität ist höher. Es gab auch zwei, drei klare Ansagen vom Trainer, wie er es haben will. Das gibt uns die nötige Sicherheit auf dem Platz Aber es war vorher nicht alles schlecht bei uns und es ist jetzt noch nicht alles toll. Wir müssen hart arbeiten, dann kommen wir da auch wieder heraus.

Info:
• Mit nur drei Zählern aus sechs Spielen hat Bochum einen neuen Negativrekord in der eigenen Vereinshistorie aufgestellt. Erstmals in seiner Geschichte ist der VfL nach sechs Partien noch sieglos.
• In diesen bislang sechs Partien kassierte der VfL bereits 14 Gegentreffer – schlechter ist nur noch Aufsteiger Wehen Wiesbaden (18 Gegentore). Beide Klubs sind als einzige in der 2. Liga noch ohne Sieg.
• Das nächste Spiel steht für den VfL Bochum am Samstag (21.9., 13 Uhr) beim SV Sandhausen an.

Autor:

Dietmar Nolte aus Dortmund-West

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