Bochum - Stell dir vor es ist Krieg- Teil 2- Hamstern in Hattingen.

Fröhlich sein in schlechten Zeiten. In der Mitte meine Schwiegermutter. Die beiden anderen Personen gehören nicht zu dieser Geschichte.
  • Fröhlich sein in schlechten Zeiten. In der Mitte meine Schwiegermutter. Die beiden anderen Personen gehören nicht zu dieser Geschichte.
  • hochgeladen von Gudrun Wirbitzky

Die Ernährungssituation im Krieg, aber auch kurz danach, sehr schlecht. Die Menschen hatten Hunger und die Versorgung in den Städten, entsetzlich. Viele Leute machten sich auf dem Weg zu den Bauern aufs Land und tauschten kostbares sofern noch vorhanden-gegen lebenswichtiges Essen ein. Eier und Speck, Kartoffeln waren das höchste Gut. Die Menschen durchwühlten Äcker nach Vergessenen bestiegen Obstbäume suchten im Hühnerstall nach Eiern. Meine Schwiegermutter und Freundinnen zog es stets aufs Land .Hamstern hieß es und zwar im nahe gelegenen Hattingen. Zu Fuß ließ sich das noch bewerkstelligen. Nachtquartier war stets irgendeine Scheune mit oder ohne Zustimmung des Bauern. Bei Entdeckung wurde man verjagt oder auch schon mal zu Eier, Speck und Milch gebeten. Das größte Glück so eine Einladung in die Küche....endlich einmal wieder satt Essen. Satt..... ein schönes Gefühl. Waren die Rucksäcke gut gefüllt ging es nach Bochum zurück um die Hungrigen daheim zu füttern. So sollte es auch Anfang des Jahres 1945 laufen. Hamstertour..... Doch es kam ein Gerücht auf....in Langendreer sollte es Kleiderstoffe preiswert geben. Die Mädels waren ganz aus dem Häuschen. Hanni wollte dorthin und schrieb eifrig auf was die anderen Mädels benötigten und bezahlen konnten. Die anderen machten sich Richtung Hattingen auf den Weg. Da etwas zum Tauschen da war konnte es lohnenswert sein...Gerne wären Hildegard und ihre Freundin dabei gewesen -Stoffe in vielen Farben zu sehen. Hattingen war In der Tat sehr lukrativ -Großvaters Uhr stopfte die Rucksäcke. Fröhlich machten sich die zwei auf den Heimweg. Es gab einige Gespräche unterwegs. "Auch in Langendreer und Werne sollen massenhaft Brandbomben niedergegangen sein; doch glaubte man zunächst die Schäden seien gering. Das Ausmaß und das Tragische dieses Angriffes erfuhr meine Schwiegermutter bei ihrer Rückkehr . Hanni und ihre Familie müssen dort umgekommen sein-denn sie kamen nicht heim und niemand hörte je wieder etwas von ihnen.

Autor:

Gudrun Wirbitzky aus Bochum

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