Bundesforschungsministerin Johanna Wanka besucht hsg am 28. Juli 2016

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, wird am 28. Juli 2016 (Donnerstag) im Rahmen ihrer Sommerreise zum Thema ‚Zukunft des Lebens im Alter‘ zehn ausgewählte Forschungsstandorte in ganz Deutschland besuchen – unter anderem die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum. Ihre Reise führt sie im Juli und August 2016 in Nordrhein-Westfalen außerdem nach Aachen und Köln sowie beispielsweise nach Stuttgart, Saarbrücken, Dresden und Greifswald.

Ziel der Reise ist, sich ein Bild davon zu machen, inwieweit Wissenschaft und Forschung daran mitwirken, die Lebensqualität der Menschen im Alter zu erhalten und zu verbessern und inwieweit moderne Technologien Leben, Wohnen und Pflegen verändern.

„Im Rahmen des Besuchs der Bundesforschungsministerin in Bochum werden wir beispielhaft zeigen, an welchen Technologien und Innovationen die Hochschule für Gesundheit forscht und arbeitet, um die Gesundheit der Bevölkerung, die gesellschaftliche Teilhabe und das Wohnen der Menschen im Alter zu verbessern“, sagte hsg-Präsidentin Prof. Dr. Anne Friedrichs, die Ministerin Johanna Wanka am 28. Juli 2016 an der hsg empfangen wird.

Prof. Dr. Sascha Sommer, Prodekan des Departments für Angewandte Gesundheitswissenschaften, wird der Ministerin das vom BMBF geförderte Projekt „Quartier agil“ vorstellen, das im Februar 2016 startete. Gemeinsam mit der Hochschule Ruhr West, den Städten Bochum und Bottrop, der Diakonie-Ruhr sowie dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik in Dortmund arbeitet die hsg an der Entwicklung eines partizipativen Programms für ältere Menschen, in dem ihre alltagsrelevanten kognitiven und körperlichen Ressourcen trainiert werden. Durch den direkten Bezug des Programms zu der Lebenswelt der älteren Menschen in ihrem Wohnquartier soll ihre gesellschaftliche Teilhabe und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Das Trainingsprogramm wird dazu vor Ort von sogenannten "Teilhabementor*innen" durchgeführt. Ein Baustein des Programms werden auch IT-gestützte Übungen sein, die via Smartphones an die Teilnehmer*innen übermittelt werden. Das Konzept des Projekts wird mittels einer spielerischen Übung zur räumlichen Orientierung und der Planung von Aktivitäten im Bochumer Pilotquartier demonstriert.

Auch in den Forschungsprojekten des Departments of Community Health der hsg ist ein enger Bezug zur Stadt Bochum gegeben. Dr. Michael Wessels, Professor für Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik, wird über die vier Reallabore in Bochum berichten, in denen das Department quartiersbezogene Gesamtkonzepte entwickelt. So arbeitet beispielsweise die hsg an dem Stadtentwicklungsprojekt ‚Gesundes Wattenscheid‘ mit und in der Hustadt hat die Hochschule ein Stadtteillabor aufgebaut. hsg-Studierende lernen im Stadtteil Hustadt, Strukturen zu etablieren, die die soziale Teilhabe benachteiligter Menschen und Bevölkerungsgruppen fördern und Barrieren im Gesundheits- und Sozialsystem abbauen.

Zum Abschluss des Besuchs wird die Ministerin einen kleinen Einblick in die SkillsLab der hsg erhalten. Die Räume der SkillsLabs bieten eine Lernumgebung, die der Berufsrealität nachempfunden ist und neue, innovative Lernformen bietet. Die SkillsLabs stellen das Bindeglied zwischen Theorie und Praxis dar. Studierende erlernen und üben in diesen Räumen ihre pflegerisch-praktischen Fertigkeiten. Hier wird der Ministerin und den Gästen der Sommerreise gezeigt, wie Lehrende den Studierenden im Studiengang Pflege mit Hilfe von Ganzkörper-Simulatoren die Wundversorgung bei älteren Menschen beibringen.

Weitere Informationen über die Sommerreise der Bundesforschungsministerin sind hier zu finden.

Autor:

Laura Moersdorf aus Bochum

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