Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste weiht neue Werkstatt in Bochum ein

Vergangene Woche wurde die neue Werkstatt des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste in Bochum eingeweiht. Der neue Standort hat technisch so einiges zu bieten und soll auch künftig die Landespolizei tatkräftig unterstützen.
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Am Freitag letzter Woche präsentierte das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) seine neue Werkstatt am Gersteinweg in Bochum und stellte die Räumlichkeiten mitsamt umfangreichem Fuhrpark vor.

Die Eröffnung machte der Direktor des LZPD, Rainer Pannenbäcker, welcher vor allem auf die Anforderungen der Polizei hinwies und die im Hintergrund arbeitenden Beamten lobte, die diesen Anforderungen nachkommen: "Die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in unseren Werkstätten ist für den polizeilichen Einsatz unerlässlich."
Die neue Einrichtung soll diese Arbeiten erleichtern: "Wir haben jetzt in Bochum die Voraussetzungen geschaffen, auch zukünftig professionell, schnell und unkompliziert den Fahrzeugpark der NRW-Polizei in Stand und einsatzklar zu halten."
Dr. Klaus Schönenbroi-#+cher vom Innenministerium NRW beglückwünschte im Namen der Landesregierung Pannenbäcker und das LZPD. Er freute sich insbesondere, dass das "Projekt Gersteinring" trotz zwischenzeitlicher Probleme mit dem Etat zu solch einem guten Abschluss führte und wies auf das Bestreben von Teilen der Landesregierung hin, das Projekt überhaupt erst zu ermöglichen.

Eine Investition in die Zukunft

Als Nächstes trat Helmut Heitkamp, Niederlassungsleiter des BLB NRW Dortmund, ans Rednerpult. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) investierte acht Millionen Euro in den Bau, der zukünftig eine zentrale Bedeutung als Standort für die Landespolizei einnehmen wird, gerade auch durch die neu geschaffenen technischen Möglichkeiten: "Für mein Projektteam des BLB NRW Dortmund ist es ein besonderes Ereignis, neben den Werkstattbereichen unserem Kunden auch eine Stempelbühne für Lastwagen zu präsentieren."
Heitkamp betonte weiter die gute Zusammenarbeit mit dem LZPD und wies auch auf die hervorragende Leistung der an den Arbeiten beteiligten Firmen hin. So gab es laut Heitkamp durch die Hanglage Probleme mit dem Boden, welche aber souverän überwunden wurden.
Nachdem die Vertreter der drei beteiligten Stellen mit ihren Reden und Danksagungen fertig waren, kam es zur symbolträchtigen Schlüsselübergabe seitens Heitkamp, im Namen des BLB, an Pannenbäcker als Vertreter des LZPD.

Überzeugend auf technischer Ebene

Doch auf die vielen Worte folgte auch noch die Veranschaulichung des richtungsweisenden Charakters der Werkstatt. "Die Stempelhebebühne verfügt über eine Hubleistung von 60 Tonnen", erläuterte Werkstattleiter Gregor Willberg.
Außerdem gibt es LKW-Gruben inklusive Grubenheber und die Hallen sind alle so ausgestattet, dass Reparaturarbeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergonomisch günstig durchweg im Stehen unter oder neben einem Fahrzeug vorgenommen werden können. Der Werkstattbereich misst über 2.000 Quadratmeter mit einer Überflurbühne für Motorräder sowie Unterflurbühnen für PKW und Transporter bis 6,5 Tonnen.
Im LKW-Bereich gibt es zusätzlich eine Deckenkrananlage. Der Neubau bietet außerdem ein Stahlregallager auf zwei Ebenen für Reparaturteile. "In diesem Bereich darf man keine Höhenangst haben", erklärte Gregor Willberg.

Anforderungen weiter erfüllen

Die Niederlassung Bochum ist eine von sechs Standorten des LZPD, das seinen Hauptsitz in Duisburg hat. Vor Ort in Bochum sind ungefähr 40 Menschen beschäftigt, die für Reparaturen und Instandhaltungen der Fahrzeuge, der Dienstwaffen und der Funk- und Sondertechnik der Polizei verantwortlich sind.
Dass die Tätigkeiten des LZPD zwingend notwendig sind, um den Einsatz einer modernen Polizeitruppe zu gewährleisten, stellten die Mitarbeiter bereits beim G20-Gipfel in Hamburg tatkräftig unter Beweis, als sie die rund 2.200 Einsatzkräfte vor Ort gegen die Ausschreitungen unterstützten. Das LZPD koordinierte darüber hinaus die Kräfteunterstellung für ganz NRW aus Duisburg und bewältigte damit eine besondere Herausforderung.
Zu hoffen ist, dass auch zukünftig die Mittel von der Landesregierung zur Verfügung gestellt werden, die nötig sind, um einen solch vorbildlichen Dienst zu leisten.
Zurzeit sind zum Beispiel Polizisten in NRW, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, noch nicht mit ballistischen Schutzhelmen ausgestattet, die bereits einem Polizisten in Konstanz das Leben retteten.
Mit Blick auf die verschiedenen Schutzklassen ballistischer Schutzhelme und den damit zusammenhängenden Produktmerkmalen ist die Ausstattung mit einem ballistischen Helm allerdings schon beabsichtigt. Das Zeitfenster einer möglichen Beschaffung kann aber aufgrund der dem Beschaffungsprozess innewohnenden Erfordernisse von der Landesregierung aktuell nicht konkretisiert werden. Das LZPD ist natürlich schon an der Sache dran.

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