Windpark Borkum - Stadtwerke-Gondeln auf dem Weg nach Eemshaven

Stadtwerke-Gondeln auf dem Wegnach Eemshaven
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  • Foto: Stadtwerke Bocuhm
  • hochgeladen von Ernst-Ulrich Roth

In Bremerhaven hat der Abtransport der 40 Windkraftanlagen für den Trianel Windpark Borkum begonnen. Die Gondeln, Rotornaben sowie die Turmsegmente werden auf dem Seeweg ins niederländische Eemshaven transportiert, dem Basishafen für die Errichtung der Anlagen auf offener See. Die Verschiffung der Anlagenteile wird etwa zwei bis drei Monate dauern.

„Voraussichtlich im Frühjahr 2013 können wir dann mit der Installation der Windräder beginnen“, erklärt Dietmar Spohn, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Holding. Die Rotorblätter der 40 Anlagen des Typs AREVA M5000 verbleiben zunächst in Stade und werden von dort aus für die Endmontage Anfang 2013 nach Eemshaven verbracht.

„Unsere Stadtwerke-Gondeln machen sich zum ersten Mal auf die Reise“, freut sich Dietmar Spohn. Alle 33 am Windpark beteiligten Stadtwerke und Regionalversorger sind mit einem Logo in 90 Meter Höhe über dem Meeresspiegel auf den Windrädern vertreten.

Die Bauarbeiten am Trianel-Offshore-Windpark gehen trotz der durch den fehlenden Netzanschluss verursachten Verzögerung weiter Seit Juni wurden die ersten zehn Tripods auf dem Meeresboden, rund 45 km vor Borkum, verankert. Das Schwerlastschiff (Heavy Lift Vessel) Stanislav Yudin transportierte die bis zu 900 Tonnen schweren Dreibeiner zum Baufeld in der Nordsee. Gleichzeitig erfolgt die Innerparkverkabelung, bei der die Tripods der Windkraftanlagen mit 33-kV-Stromleitungen untereinander verbunden werden. In den kommenden Wochen ist die Installation des sogenannten Jackets, des Befestigungsrahmens für die Umspannplattform, sowie die Errichtung weiterer Tripods geplant.

„Nächstes Jahr werden wir mit dem Windpark den ersten Strom produzieren und einspeisen", so Dietmar Spohn. Nach aktuellem Zeitplan ist die Inbetriebnahme des Trianel Windparks Borkum im 2. Quartal 2013 vorgesehen. Mit 40 Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 200 Megawatt wird dann der Windpark rechnerisch rund eine halbe Million Haushalte mit „grünem Strom“ versorgen.

Ursprünglich war der Start für die Installation der Windräder in den Sommermonaten 2012 geplant. Danach sollten bereits Ende Juli alle 40 Tripods auf offener See installiert werden. Im Juni teilte der Übertragungsnetzbetreiber Tennet allerdings schriftlich mit, dass die Netzanbindung erst mit einer Verspätung von bis zu fünf Monaten realisiert werden kann. Hierdurch wurde ein großer Teil der Errichtungskampagne in das nächste Jahr verschoben und es ist ein Schaden im zweistelligen, hohen Millionenbereich entstanden.

Vor diesem Hintergrund begrüßen die am Windpark beteiligten Stadtwerke grundsätzlich den Gesetzesentwurf zur Entschädigung der Offshore-Windparkbetreiber. Allerdings bedarf es nach Ansicht der Betreiber einer weiteren Präzisierung im parlamentarischen Verfahren. Nach Einschätzung der beteiligten Stadtwerke kann mit einer redaktionellen Änderung des Textes diese Gewährleistungsproblematik gelöst werden.

Der Trianel Windpark Borkum ist ein Gemeinschaftsprojekt von 33 Stadtwerken und Regionalversorgern und dem Aachener Stadtwerke-Netzwerk Trianel. Seit September vergangenen Jahres ist der erste Abschnitt mit 40 der insgesamt 80 Windräder im Bau.

Stadtwerke-Gondeln auf dem Wegnach Eemshaven
Stadtwerke-Gondeln.
Autor:

Ernst-Ulrich Roth aus Bochum

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