Sternsinger überbringen im Rathaus traditionellen Neujahrssegen für die Stadt
Eine Botschaft des Friedens

Unterwegs für Kinder in Not: Sternsinger Deborah (11), Robin (11) und Elias (9) (v.l.n.r.) mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.
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  • Unterwegs für Kinder in Not: Sternsinger Deborah (11), Robin (11) und Elias (9) (v.l.n.r.) mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.
  • Foto: Andreas Molatta
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OB Thomas Eiskirch empfing, stellvertretend für die gesamte Stadt, den Neujahrssegen "Christus masionem benedicat (Christus segne dieses Haus)" durch die Sternsinger aus Bochumer Gemeinden und sprach ihnen seinen Dank aus.

Von Patricia Porwol

Die Sternsinger waren auch bei widrigen Witterungsverhältnissen unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen und Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Dabei besuchten sie unter anderem auch Kindergärten, Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen.
Neben den traditionellen Sternsingerliedern, die zum Mitsingen einladen und so manchem die Tränen der Rührung in die Augen steigen lassen, hatten die Kinder auch eine Friedensbotschaft im Gepäck: "Frieden! Im Libanon und weltweit" lautet das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion. Am Beispielland Libanon zeigt sich, wie nach dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 ein weitgehend demokratisches und friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Konfessionen möglich ist. OB Thomas Eiskirch betonte, „welch große Herzen sich im Libanon aufgemacht haben“, als die Menschen dort rund 1,2 Millionen Flüchtlinge aus dem bürgerkriegsgeplagten Nachbarland Syrien aufnahmen. Eine integrative Höchstleistung für ein vergleichsweise kleines Land. Dennoch steht der gesellschaftliche Frieden vor großen Herausforderungen, da die Bildungs- und Gesundheitsstrukturen des Landes nicht ausreichen, um den Bedürfnissen der geflüchteten und der einheimischen Menschen gerecht zu werden. Ziel der Projektpartner der Sternsinger ist es, Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion im Libanon zu fördern.
Wie in der heutigen Zeit schon öfter zu beobachten, sind es die Kinder, die das Ruder in die Hand nehmen, um Veränderungen zu bewirken. Die Sternsinger opfern ihre wohlverdienten Schulferien und ziehen für ihr Anliegen durch die Straßen, Haushalte und öffentlichen Einrichtungen. In Bochum engagieren sich viele unterschiedliche Gruppen wie katholische Jugendverbände, Messdienergruppen oder Kinderchöre als Sternsinger: Neben den in der Mehrzahl zwischen acht und 13 Jahren alten Kindern, die als Kaspar, Melchior und Balthasar von Haus zu Haus ziehen, sind ältere Jugendliche und Erwachsene bei der Begleitung der Kinder und in der Vorbereitung aktiv.

"Es macht einfach Spaß!"

21 Sternsinger aus drei Gemeinden, begleitet durch Propst Ludwig, überbrachten schließlich den Segen und schrieben „20*C+M+B+20“ über den Eingang zum Empfangsraum auf dem Repräsentationsflur.
Viele Kinder sind bereits seit dem Kleinkindalter dabei, wie Robin (11), der seit sieben Jahren begeisterter Sternsinger ist. "Es macht einfach Spaß!" , erklärt er, "zu Hause würde ich mich nur langweilen." Neben der Spendensammlung für notleidende Kinder geht es den Sternsingern vor allem darum, andere Menschen glücklich zu machen. So auch Deborah (11) und ihr kleiner Bruder Elias (9): "Die Menschen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen freuen sich immer riesig, wenn wir sie besuchen. Viele singen mit und haben dabei Tränen in den Augen. Für diese Menschen singen wir dann auch gerne ein oder zwei Strophen mehr."

Hintergrund

 An der diesjährigen Aktion beteiligten sich etwa 300.000 Kinder. Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die Aktion wurde vor gut einer Woche in Osnabrück, der Stadt des Westfälischen Friedens, eröffnet und steht unter dem Motto „Frieden! Im Libanon und weltweit“.
 Über Informationen, Spiele und Aktionsvorschläge zu Beispielland und Motto lernen die Kinder die Lebenssituation von Gleichaltrigen in der Dritten Welt kennen und können so besser die Zusammenhänge in der „Einen Welt“ verstehen. Auf diese Weise erfahren sie, dass der Einsatz für eine gerechte Welt Spaß machen kann.
 Die Erlöse der diesjährigen Aktion gehen unter anderem an Projekte im Libanon.

Autor:

Petra Vesper aus Bochum

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