Konvoi Bochum Salzkotten wandert
Mit dem LKW-Modell unterwegs

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Bochumer Modellbauer wollen von Bochum nach Salzkotten wandern - mit ihren Fahrzeugen Der Modellbau ist vielfältig und ist mehr als nur Spielzeug. So haben die Bochumer von "Konvoi Bochum Salzkotten" sich einiges vorgenommen.

Mit dem Konvoi von Bochum nach Salzkotten. Aber selbst fahren ist nicht, denn die Militärmodelle im Maßstab 1:16 bieten keinen Platz für Personen. So heißt es für die Modellbauer selbst laufen.
„Alles hat damit angefangen, dass ich meine Frau mit dem Modell-LKW aus Castrop-Rauxel abgeholt habe“, erinnert sich Initiator Christian Ludwig an die ersten Läufe alleine.

Nach und nach hat sich das im Freundeskreis rumgesprochen und alleine wandern macht auch keinen Spaß. So hat sich nach einer Weile auch der eine oder andere Freund angeschlossen. Nun ist die Truppe je nach Wanderung vier bis fünf Mann stark. Dabei stoßen sie auch auf Hindernisse für die Militärfahrzeuge im Miniformat.

Kräftige Motoren in den Modellen

„Zuerst war es die normale Leistung des Motors“, erinnert sich Ludwig. Inzwischen sind in vielen Fahrzeugen Motoren von Bohrmaschinen verbaut, die mehr aushalten und auch zur Not einen PKW abschleppen können. „Einfach einen 20-Kilo-Sack drauf, damit der LKW nicht umkippt und dann geht das“, grinst der Modellbauer.

Denn an den Modellen sind auch Seilwinden und Anhängerkupplungen befestigt. Auch Scheinwerfer sind vorhanden. „Die brauchen wir auch, wenn wir nachts oder früh morgens unterwegs sind. Manchmal sind die aber auch notwendig, wenn kleine Reparaturen auf der Tour gemacht werden müssen“, so der 40-Jährige weiter. Manchmal sei es sogar notwendig, dass ein Fahrzeug selbst abgeschleppt werden muss. Dafür haben die Modellbauer inzwischen mehrere Zugmaschinen, die einen Anhänger ziehen können.

Bochumer sind mit ihren Modellen on Tour

Auf den Touren selbst werden Modellbauer inzwischen öfters von Spaziergängern angesprochen. „Gerade Kinder lernen so, dass es auch eine Welt außerhalb des Smartphones gibt“, grinst Ludwig. „Rentner sprechen uns auch an und erzählen dann: 'So einen LKW bin ich auch schon gefahren. Da brauchte man zwei Leute, um überhaupt lenken zu können'“, erzählt der Berufssoldat a.D., für den die LKWs auch eine Art der Dokumentation von Geschichte sind.

Manche gebe es nicht mehr, sondern nur noch im Modell. Diese müssen originalgetreu aussehen und im Gelände funktionieren. „Hindernisse können beispielsweise Bordsteinabsenkungen oder Schienen sein. Da will man nicht das Fahrzeug erst rüber heben, sondern es drüber fahren“, erklärt Ludwig. Auch die Originale sind für schwierige Streckenverhältnisse gebaut und die Miniaturen stehen ihnen in nichts nach.

Weiterentwicklung ist notwendig

Sie sind robust und werden immer weiterentwickelt. „Wir sind ja nicht nur auf normalen Straßen unterwegs, sondern auch auf Feldwegen. Da kann immer etwas passieren. Aber inzwischen halten die LKWs einiges aus und wir überlegen immer, was man verbessern kann.“

Aktuell ist der Konvoi in einer Testphase für die rund 125 Kilometer lange strecke von Bochum nach Salzkotten. Geplant ist sie für Ende August. „Wenn Corona uns lässt, dann besuchen wir den IG Kettenfahrzeuge Salzkotten e.V. zu seinem Vereinsjubiläum.“ So laufen die Planungen auf Hochtouren. Was Bochumer am Modellbau fasziniert?

„Man kann seine Träume wahr werden lassen.“ Mit dem Modell-LKW zu Fuß von Bochum nach Salzkotten. Das steht diesen Monat für Christian Ludwig und seine Mitstreiter, wenn alles klappt, an. Fotos (2): JM Die Miniatur-LKWs sind, wie die großen Originale auch, für das Gelände geeignet.

Autor:

Jenny Musall aus Bochum

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