Haben Sie mal „ein Ohr“ für mich?
TelefonSeelsorge sucht Verstärkung

365 Tage im Jahr, sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag für andere da sein, das ist eine große Aufgabe. Die TelefonSeelsorge hat keine Öffnungszeiten und keine Feiertage. Eine solche Aufgabe muss von einem großen Team getragen werden. 75 Frauen und Männer werden benötigt – Tendenz steigend. Im März beginnt eine neue Gruppe von Ehrenamtlichen mit der Ausbildung für die Arbeit am Telefon. Es sind noch Plätze frei.
„TelefonSeelsorge ist ein schönes Ehrenamt. Ich bekomme so viele Impulse auch für mich. Dass das so eine Bereicherung sein könnte, hatte ich mir überhaupt nicht vorgestellt!“ sagt Franka T. (61 J.), die seit acht Jahren mitarbeitet. „Wenn Geben und Nehmen so im Gleichgewicht sind, ist das eine gute Voraussetzung für Zufriedenheit im Ehrenamt.“ meint Pfarrerin B. Harnisch (54), die die Arbeit der Ehrenamtlichen begleitet.
Die TelefonSeelsorge in Bochum wird von der evangelischen und der katholischen Kirche aus Kirchensteuern finanziert und ist in der juristischen Trägerschaft des Caritasverbandes e.V. Sie ist eingebunden in ein Netz von 105 TelefonSeelsorgestellen in Deutschland. In Bochum sind im letzten Jahr ca. 10.000 Anrufe eingegangen aus denen 8.000 Gespräche entstanden. Gechattet wurde über 200mal. Anrufende sprachen vor allem über Partnerschaftsthemen, familiäre Konflikte, Bewältigung von Krankheiten, Erleben von Einsamkeit und psychische Probleme. Manchmal ist ein Gespräch mit der TelefonSeelsorge wie eine Begegnung auf der Straße, wenn jemand z.B. die Wohnung nicht mehr verlassen kann. Ungefähr einmal am Tag meldet sich jemand, der darüber nachdenkt, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Die Anliegen der Anrufenden sind vielfältig. Darum ist es wichtig, eine gute Ausbildung und ausreichend Vorbereitung zu bekommen. Auch wer nach Abschluss der Grundqualifizierung am Telefon Gespräche führt, wird in Supervisionsgruppen begleitet und bildet sich regelmäßig weiter.
Wer sich gut in andere einfühlen kann, wer belastbar ist und bereit , in einer Gruppe über sich nachzudenken und sich mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen, bringt gute Voraussetzungen mit. Wer sich bewirbt, sollte sich darauf einstellen, erst nach einem Jahr Ausbildung die Arbeit am Telefon aufnehmen zu können und sich anschließend auf drei bis vier Jahre Mitarbeit einzulassen.
„Man wird nicht berühmt, denn man bleibt anonym. Damit muss man leben können.“ so Pfarrerin B. Harnisch. „Man verdient auch kein Geld, aber man übernimmt eine sinnvolle Aufgabe und begibt sich auf einen Weg mit persönlichem Gewinn.“
Weitere Infos zur ehrenamtlichen Mitarbeit:
www.telefonseelsorge-bochum.de
info@telefonseelsorge-bochum.de, Tel: 0234-58511
Daten zur neuen Ausbildungsgruppe: Beginn im März 2019
(wöchentlich: Dienstagabend für 2 1/4 Stunde, die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest)

Autor:

Birgit Harnisch aus Bochum

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