Stadt Bochum verschärft als größer Anteileigner der VBW die Wohnungsnot

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Die Bochumer Montagsdemo verurteilt die Wohnungspolitik der Stadt Bochum auf das Schärfste und ruft zum Protest dagegen auf. Obwohl die Stadt Bochum mit 80% der größte Anteileigner der Wohnungsbaugesellschaft VBW (Vereinigte Bochumer Wohnungsgesellschaft) ist, lehnt sie die Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus ab. Wie für die anderen Aktionäre zählt auch für die Stadt Bochum nur der Profit. Der Rat der Stadt hat mehrheitlich beschlossen, dass die VBW Rendite erwirtschaften muss.

Die Ratsfraktion der Linken stellte den Antrag, die VBW in eine gemeinnützige Gesellschaft umzuwandeln und die Rendite auf 2 % zu begrenzen. Dieser Antrag wurde im Rat von den bürgerlichen Parteien verworfen. Von „volkseigenem Betrieb“ und „Planwirtschaft“ war da die Rede von den antikommunistischen Parteien wie CDU, SPD, GRÜNE u.a.. Das beweist die Angst dieser Parteien vor dem zunehmenden Widerstand gegen die Politik der Regierung bzw. deren Rechtsentwicklung.

Dass eine gemeinnützige Gesellschaft nichts mit Planwirtschaft zu tun hat, beweist die Stadt Gießen, wo es eine gemeinnützige Wohnungsgesellschaft gibt.

In Bochum ist bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen kaum noch vorhanden. Anstatt ausreichend Sozialwohnungen zu bauen, setzt VBW weiter auf Luxusmodernisierungen oder auf teure Neubauwohnungen.

Über die Formen des Protestes soll daher am kommenden Montag, 13.08.18, diskutiert werden. Die Auftaktkundgebung ist um 18.00 Uhr auf dem Husemannplatz.

Ulrich Achenbach
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