Massentötung von streunenden Hunden im Vorfeld der EM 2011 in der Ukraine

Geschätzte 250.000 obdachlose Hunde fristen in der Ukraine ein Leben im Elend. Die Problematik ist wahrlich nicht neu, in einem Land, das wirtschaftlich und politisch nach der Eigenständigkeit von der ehemaligen Sowjetunion in schwieriges Fahrwasser geriet. In der Vergangenheit fehlte es sowohl an finanziellen Mitteln und politischer Stabilität, um ein greifendes Tierschutzprogramm ins Leben zu rufen. Zudem drängten sich der im eigenen Land umstrittenen ukrainischen Regierung existentiellere Fragestellungen mit dringenden Bedarf nach Lösungen auf. Nun im Zuge der Fußball Europameisterschaft 2012, bei der das Los als einer der Ausrichter auf die Ukraine fiel, rückt der mediale Fokus auf dieses bislang eher unbekannte Land. Nachdem Michel Platini, UEFA- Präsident, im Rahmen eines Kontrollbesuchs, sich negativ über die massenhaften Streuner äußerte, begann eine an Grausamkeit beispielose Tötungsaktion der Hunde. Um Geld zu sparen und gleichzeitig das Straßenbild vom Tierelend zu säubern, werden Hunde bei lebendigem Leib verbrannt oder lebend in Massengräber verscharrt.Dies rief entsetzte Tierschützer auf den Plan und sie versuchten die Öffentlichkeit auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen. Daher sah sich die FIFA, in Person von Theo Zwanziger, endlich gezwungen zu reagieren. Sie stellt nun etwa 64.000 Euro dem Tierschutz zur Verfügung, für dringend notwendige Kastrationsaktionen vor Ort. Diese Summe ist ein Anfang, allerdings angesichts der unglaublichen Zahl an Tieren, weniger als ein Tropfen auf den brennenden Hund. Führt man sich die unglaublichen Geldsummen vor Augen, die im Bereich des Profifußballs umgesetzt werden, bleibt der Verdacht, dass der FIFA Beitrag allein der Imagekosmetik dient. Wie könnte nun die Lösung aussehen? Die EM- Boykottaufrufe von Tierschützern finde ich schwierig. Zum einen als Fußballfan, die sich auf ein wunderschönes Fußballfest mit Rudelgucken im Kreis von Freunden freut , zum anderen als Tierschützerin, die befürchtet, dass es für ein Mahnmal bis dahin, für zehntausende von Hunden zu spät sein wird. Aufklären, aufrütteln und aktiv werden, wäre mein Weg. Holen wir uns die eigentlichen Akteure doch ins Boot- viele Fußballstars sind nicht nur Sportler sondern auch Tierliebhaber. Zwei Sportler, die im Zusammenhang mit der Ukraine wichtige Ansprechpartner wären, sind die Klitschko- Brüder, sie engagieren sich seit langem politisch in ihrer Heimat für eine soziale und demokratische Zukunft. Mit den eigentlichen "Helden" auf den Seiten der Hunde, bin ich sicher, wird auch die Weltpresse auf den Zug der Empörung aufspringen.

Autor:

Heike Hillebrand aus Bönen

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