Kabarettist Robert Griess im Interview - 2 x 2 Freikarten für Comedy im Saal zu gewinnen

Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen - jedoch nicht, wenn Robert Griess auf der Bühne steht und sein Programm präsentiert.
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  • Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen - jedoch nicht, wenn Robert Griess auf der Bühne steht und sein Programm präsentiert.
  • Foto: Felix Mayr
  • hochgeladen von Nina Heithausen

Am Sonntag, 21. Oktober, 19.30 Uhr lädt der Bottroper Kabarettist Benjamin Eisenberg zu einer neuen Folge von "Comedy im Saal" in der OT Eigen, Am Schlangenholt 21, ein.

Der Stadtspiegel verlost für dieses Event 2 x 2 Freikarten (weitere Details siehe unten). Neben dem Polit-Kabarettisten Robert Griess treten bei der Veranstaltung auch Klavier-Kabarettist Nicolas Evertsbusch und Comedian Sia Korthaus auf.

Politik, Bildung, Erziehung. Frisch entwendet aus der Realität mit Witz und Biss auf die Bühne verfrachtet - Politkabarettist Robert Griess holt zum satirischen Rundumschlag aus. Und das nicht irgendwo, sondern hier in Bottrop! Der 46-jährige gebürtige Bonner, der seit rund 13 Jahren professionelles Kabarett betreibt, tritt am Sonntag, 21. Oktober, in Benjamin Eisenbergs Show „Comedy im Saal“ auf. Vorab spricht er im Stadtspiegel-Interview über Revolte, seine Kunstfigur Herr Stapper und das unabdingbare zweite Standbein.

Robert Griess, Sie zeigen in Bottrop Ausschnitte aus Ihrem Programm „Revolte – eine Anleitung für die Mittelschicht“. Was erwartet die Zuschauer?
Ein Rundumschlag zu aktuellen Themen aus der Gegenwart in der Gesellschaft. Es geht um die Eurokrise, den Geburtenrückgang oder um Chancengleichheit. Alles Dinge, die für die Menschen relevant sind, die sie womöglich selbst betreffen. Es sind vermeintlich „schwere“ Themen, die ich leicht und flockig aufbereite, so dass jeder darüber lachen kann, auch wenn er kein Experte ist. Im Grunde nehme ich die Realität als Basis und erfinde nicht viel dazu, sondern verändere lediglich die Perspektive auf die Sache selbst.

Sie treten in Ihrem Programm auch als Herr Stapper, ein Vertreter der Unterschicht, auf.
Richtig. Herr Stapper ist Hartz-IV-Empfänger mit Hang zur Revolution. Er hat die Schnauze voll, will kein RTL 2 mehr gucken, sondern ruft zur Revolte auf und widerspricht dabei dem Klischee, das vom Privatfernsehen suggeriert wird. Herr Stapper ist nicht faul und kein Jogginganzugträger. Er durchschaut die Strukturen der Mittelschicht und hat den Antrieb, dass er dazu gehören möchte. Egal, was er sagt, dass Publikum mag ihn trotzdem und akzeptiert die Kritik, die er äußert. Würde ich diese als Robert Griess von mir geben, wären die Leute womöglich pikiert. Stapper ist jedoch jemand, der im realen Leben noch unter ihnen steht.

Wie würden Sie Herrn Stapper charakterisieren?
Er trägt sein Herz am rechten Fleck und ist mit einer Klarsicht gesegnet, die es ihm ermöglicht, die Strukturen zu begreifen, ohne diese aber verändern zu können. Er ist ein Kämpfertyp, ein Stehauf-Männchen, sozusagen der moderne Don Quichote der Großstadt, der nie gewaltsam wird, aber die Mittelschicht ärgert und vom Bioladen bis zum Balsamico-Bezirk für anarchischen Schrecken sorgt.

Kommen wir zu Ihrem Karrierestart. Was hat Sie begeistert, Kabarett zu machen?
Angefangen hat alles Ende der 80er Jahre in einer Gruppe. Wir haben Agit-Prop-Kabarett (Anm. d. Red.: Agitation und Propaganda) präsentiert. Während meines Studiums habe ich weitergemacht, dachte jedoch nie, dass ich mal davon leben könnte, bis ich für mein erstes Soloprogramm direkt zwei Kleinkunstpreise bekommen habe.

Sie schreiben auch Drehbücher und Sketche fürs TV und haben zuletzt den Roman „Stappers Revolte“ veröffentlicht. Ein zweites Standbein?
Definitiv. Ich möchte nicht nur Bühnenmensch sein. Dort zählt meistens nur der nächste Lacher. Im Roman lassen sich da beispielsweise ganz andere Sachen erzählen. Man kann mehr in die Tiefe gehen. Ich möchte mein künstlerisches Spektrum gerne erweitern und von den Schwankungen in der Kulturszene finanziell unabhängiger sein.

Wie sehen Ihre nächsten Projekte aus?
Ich veranstalte demnächst ein Festival für politisches Kabarett in Köln. Zudem möchte ich im nächsten Jahr mit einem neuen Programm auftreten und ein weiteres Buch schreiben. Ein ganz spezieller Wunsch: Ich würde gerne mal in der Bottroper Kabarettreihe auftreten.

VERLOSUNG
Der Stadtspiegel verlost 2 x 2 Freikarten für die Veranstaltung „Comedy im Saal“ am Sonntag, 21. Oktober. Wer gewinnen möchte, muss bis einschließlich Montag, 15. Oktober, eine e-Mail mit der Betreffzeile „Comedy im Saal“ und der Angabe seines Vor- und Nachnamens, seiner Adresse und Telefonnummer an redaktion@stadtspiegel-bottrop.de schicken. Ebenfalls können Sie eine Postkarte mit den gleichen Daten an Redaktion Stadtspiegel, Kirchhellener Straße 31, 46236 Bottrop, schicken. Das Los entscheidet, die beiden Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

KARTEN
Karten für die Show gibt es im Vorverkauf zum Preis von 13 Euro (Erwachsene) und 8 Euro (ermäßigt) bei Getränke Possemeyer, Ostring 45 oder an der Abendkasse für 14,50 Euro (10 Euro). Einlass ist um 19 Uhr.

MEHR ZUM THEMA
>Alle Infos zu Comedy im Saal am 21. Oktober
>Hier geht's zur Homepage von Robert Griess

Nichts sagen, nichts hören, nichts sehen - jedoch nicht, wenn Robert Griess auf der Bühne steht und sein Programm präsentiert.
Politkabarettist Robert Griess
Autor:

Nina Heithausen aus Bottrop

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