Spielkirche in der Martinskirche
Kinder willkommen! - Einweihung der Spielkirche

Im Kurz - und - Klein - Gottesdienst am 8. September um 11 Uhr wird die neue Spielkirche in der Martinskirche ihrer Bestimmung übergeben.
Die “Spielkirche” ist ein kleines Haus aus Holz in der Martinskirche. An allen vier Seiten gibt es für Kinder etwas zu entdecken und zu spielen.

Am 8. September 2019 weiht die evangelische Kirchengemeinde Bottrop während des Gottesdienstes in der Martinskirche eine deutschlandweit herausragende Idee ein: die Spielkirche. In und um das bespielbare Holzwerk können die Kinder kirchliche Handlungen wie Trauung und Taufe nachspielen – Talare inklusive.
Das Rolltor an der ersten von vier Seiten öffnet sich nach oben, zum Vorschein kommt ein kleiner Altar in perfekter Kinderhöhe. Auf ihm stehen Kerze, Kelch und Hostien aus Holz, dahinter hängt ein Kreuz an der hölzernen Wand. Dieser kleine Altar ähnelt also ganz seinem großen Vorbild, das nur ein paar Schritte weiter am Ende des Kirchenschiffs steht. Und haben die Kinder das Abendmahl fertig nachgespielt, verstauen sie Kelch und Hostien einfach auf der dafür vorgesehenen Seite in dem üppigen Möbel. Direkt daneben befindet sich ein weiteres Fach, in dem ein Zylinder, ein Schleier und ein kleiner Brautstrauß aus Kunstblumen liegen. Material, um Hochzeit zu spielen. Oder die Kinder nehmen das Taufbecken auf der nächsten Seite des kleinen Holzhauses und taufen die dazugehörige Puppe. Kleine Talare in verschiedenen Kindergrößen warten auf der vierten Seite des Spielhauses und verkleiden die Spielpfarrer angemessen. Der Schnitt für diese Kindertalare wurde eigens für die Spielkirche von der Borkener Firma Zierstoff entworfen. Ein Regal ist noch frei, darin liegen Buntstifte, Papier, Bücher und andere Dinge zum Spielen. Soviel Freiheit/Freizeit muss erlaubt sein.
Auch an die Sitzmöglichkeiten für Kinder wurde gedacht. Ganz unabhängig von der Spielkirche wurde die erste Bankreihe in der Kirche entfernt und durch Sitzmodule ersetzt. Drei bewegliche und drehbare Module – ebenfalls aus Holz – stehen dann in der ersten Reihe der Martinskirche. Darin befinden sich leicht herausziehbare Kinderhocker. Dreht man nun auch noch das Sitzmodul selbst um 90 Grad, entsteht nicht nur eine weitere Sitzmöglichkeit für die Kinder, sondern auch gleich noch ein Tisch, an dem sie lesen, basteln oder malen können. Vor, während oder nach einem Gottesdienst.
Das Spielhaus ist aber nicht nur in der Martinskirche einsetzbar. „Ich habe die Kinderkirche so designt, dass sie auf Rollen durch die Türen bis ins Martinszentrum und sogar bis in die benachbarte Kindertagesstätte geschoben werden kann“, erklärt Innenarchitektin Caroline Olk das Design der kirchlichen Holzkonstruktion.
Bereits seit geraumer Zeit beschäftigt sich der Bezirksausschuss Altstadt mit der Frage, wie Gottesdienste attraktiver werden können. Und schnell war allen Beteiligten klar: Auch für Kinder soll es in der Martinskirche einen eigenen Ort geben. Eine Arbeitsgruppe rund um Pfarrerin Dr. Lisa Krengel verfolgte die Idee weiter. Angeregt von Bildern aus schwedischen Kirchen, in denen kleine Spielkirchen für Kinder keine Seltenheit sind, war schnell klar: So etwas wollen wir auch! „Ich erinnere mich noch gut an einen Dänemark-Urlaub, in dem ich als Kind unzählige Krebse am Strand beerdigt habe. Mit Gesang, Ansprache und allem was dazu gehört,“ so Krengel über ihren eigenen kindlichen Umgang mit kirchlichen Themen.
Als die Idee weiter reifte, besprach sich die Arbeitsgruppe schließlich mit der Bottroper Innenarchitektin Caroline Olk, die ansonsten bundesweit Häuser, Wohnungen und komplette Geschäftseinrichtungen gestaltet. Die Finanzierung des etwa 12.500 Euro teuren Projekts stammt zur Hälfte aus Spenden, die wiederum aus den Kitagottesdiensten, Kollektenmitteln der Landeskirche und der Stiftung Stellwerk stammen, die den evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten unterstützen. Viel Geld, aber es ist auch ein komplexes Ding, diese Spielkirche, die in ihrer Bauart an eine Mischung aus Spielhaus, Regal und begehbarem Kleiderschrank erinnert. Mit der Bottroper Tischlerei machArt hat sich schließlich ein kompetenter Partner für den Bau zum Team hinzugesellt. „Das war natürlich ein ganz besonderes Projekt, bei dem wir nicht nur die Auswahl der Materialen intensiv durchdacht haben. Schließlich soll das Spielhaus so stabil wie leicht sein und zudem auch noch hübsch aussehen“, erzählt Tischlermeister und Inhaber Stefan Nienhues. Das ist der Tischlerei geglückt: dank Birke-Multiplex Oberflächen in Naturoptik und weißen Flächen aus beschichtetem Furnier. Für die Mobilität sorgen vier Schwerlastrollen unter der Kinderkirche. Die Sitzmodule für die erste Kirchenreihe fertigte er passend dazu direkt mit an. Die Polsterarbeiten übernimmt der ebenfalls in Bottrop verortete Polsterer Rene Mattigat. Es ist also wirklich eine Bottroper Spielkirche.
Ob das Angebot in der Kinderkirche noch ausgeweitet oder verändert wird, zeigt sich, wenn die Kinder damit spielen. Tatsächlich hat das Projekt selbst bereits Aufsehen über die Grenzen Bottrops erregt: Zahlreiche Kirchengemeinden aus der Republik haben nämlich von der im Bau befindlichen Spielkirche gehört und melden sich nun – einer nach dem anderen – an, um das neue Spielhaus vor Ort zu besichtigen. Das ganze Projekt könnte also regelrecht nachhaltige Qualitäten besitzen. Und genau dafür ist es ja auch gemacht.

Am 8. September 2019 weiht die evangelische Kirchengemeinde Bottrop während des Gottesdienstes in der Martinskirche eine deutschlandweit herausragende Idee ein: die Spielkirche. In und um das bespielbare Holzwerk können die Kinder kirchliche Handlungen wie Trauung und Taufe nachspielen – Talare inklusive.Das Rolltor an der ersten von vier Seiten öffnet sich nach oben, zum Vorschein kommt ein kleiner Altar in perfekter Kinderhöhe. Auf ihm stehen Kerze, Kelch und Hostien aus Holz, dahinter hängt ein Kreuz an der hölzernen Wand. Dieser kleine Altar ähnelt also ganz seinem großen Vorbild, das nur ein paar Schritte weiter am Ende des Kirchenschiffs steht. Und haben die Kinder das Abendmahl fertig nachgespielt, verstauen sie Kelch und Hostien einfach auf der dafür vorgesehenen Seite in dem üppigen Möbel. Direkt daneben befindet sich ein weiteres Fach, in dem ein Zylinder, ein Schleier und ein kleiner Brautstrauß aus Kunstblumen liegen. Material, um Hochzeit zu spielen. Oder die Kinder nehmen das Taufbecken auf der nächsten Seite des kleinen Holzhauses und taufen die dazugehörige Puppe. Kleine Talare in verschiedenen Kindergrößen warten auf der vierten Seite des Spielhauses und verkleiden die Spielpfarrer angemessen. Der Schnitt für diese Kindertalare wurde eigens für die Spielkirche von der Borkener Firma Zierstoff entworfen. Ein Regal ist noch frei, darin liegen Buntstifte, Papier, Bücher und andere Dinge zum Spielen. Soviel Freiheit/Freizeit muss erlaubt sein.Auch an die Sitzmöglichkeiten für Kinder wurde gedacht. Ganz unabhängig von der Spielkirche wurde die erste Bankreihe in der Kirche entfernt und durch Sitzmodule ersetzt. Drei bewegliche und drehbare Module – ebenfalls aus Holz – stehen dann in der ersten Reihe der Martinskirche. Darin befinden sich leicht herausziehbare Kinderhocker. Dreht man nun auch noch das Sitzmodul selbst um 90 Grad, entsteht nicht nur eine weitere Sitzmöglichkeit für die Kinder, sondern auch gleich noch ein Tisch, an dem sie lesen, basteln oder malen können. Vor, während oder nach einem Gottesdienst. Das Spielhaus ist aber nicht nur in der Martinskirche einsetzbar. „Ich habe die Kinderkirche so designt, dass sie auf Rollen durch die Türen bis ins Martinszentrum und sogar bis in die benachbarte Kindertagesstätte geschoben werden kann“, erklärt Innenarchitektin Caroline Olk das Design der kirchlichen Holzkonstruktion. 
Bereits seit geraumer Zeit beschäftigt sich der Bezirksausschuss Altstadt mit der Frage, wie Gottesdienste attraktiver werden können. Und schnell war allen Beteiligten klar: Auch für Kinder soll es in der Martinskirche einen eigenen Ort geben. Eine Arbeitsgruppe rund um Pfarrerin Dr. Lisa Krengel verfolgte die Idee weiter. Angeregt von Bildern aus schwedischen Kirchen, in denen kleine Spielkirchen für Kinder keine Seltenheit sind, war schnell klar: So etwas wollen wir auch! „Ich erinnere mich noch gut an einen Dänemark-Urlaub, in dem ich als Kind unzählige Krebse am Strand beerdigt habe. Mit Gesang, Ansprache und allem was dazu gehört,“ so Krengel über ihren eigenen kindlichen Umgang mit kirchlichen Themen.Als die Idee weiter reifte, besprach sich die Arbeitsgruppe schließlich mit der Bottroper Innenarchitektin Caroline Olk, die ansonsten bundesweit Häuser, Wohnungen und komplette Geschäftseinrichtungen gestaltet. Die Finanzierung des etwa 12.500 Euro teuren Projekts stammt zur Hälfte aus Spenden, die wiederum aus den Kitagottesdiensten, Kollektenmitteln der Landeskirche und der Stiftung Stellwerk stammen, die den evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten unterstützen. Viel Geld, aber es ist auch ein komplexes Ding, diese Spielkirche, die in ihrer Bauart an eine Mischung aus Spielhaus, Regal und begehbarem Kleiderschrank erinnert. Mit der Bottroper Tischlerei machArt hat sich schließlich ein kompetenter Partner für den Bau zum Team hinzugesellt. „Das war natürlich ein ganz besonderes Projekt, bei dem wir nicht nur die Auswahl der Materialen intensiv durchdacht haben. Schließlich soll das Spielhaus so stabil wie leicht sein und zudem auch noch hübsch aussehen“, erzählt Tischlermeister und Inhaber Stefan Nienhues. Das ist der Tischlerei geglückt: dank Birke-Multiplex Oberflächen in Naturoptik und weißen Flächen aus beschichtetem Furnier. Für die Mobilität sorgen vier Schwerlastrollen unter der Kinderkirche. Die Sitzmodule für die erste Kirchenreihe fertigte er passend dazu direkt mit an. Die Polsterarbeiten übernimmt der ebenfalls in Bottrop verortete Polsterer Rene Mattigat. Es ist also wirklich eine Bottroper Spielkirche.Ob das Angebot in der Kinderkirche noch ausgeweitet oder verändert wird, zeigt sich, wenn die Kinder damit spielen. Tatsächlich hat das Projekt selbst bereits Aufsehen über die Grenzen Bottrops erregt: Zahlreiche Kirchengemeinden aus der Republik haben nämlich von der im Bau befindlichen Spielkirche gehört und melden sich nun – einer nach dem anderen – an, um das neue Spielhaus vor Ort zu besichtigen. Das ganze Projekt könnte also regelrecht nachhaltige Qualitäten besitzen. Und genau dafür ist es ja auch gemacht.

Autor:

Anke-Maria Büker-Mamy aus Bottrop

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