Projekt Sommerparty auch 2021 ein Erfolg

v.l. Mahmoud El-Door, ein Peer, Irena Wabnitz von der Jugendhilfe Bottrop e.V. und Ersin Erbagci, ebenfalls ein Peer. Foto: Stadt Bottrop
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Bottrop. Vor über zehn Jahren wurde das Projekt „Sommerparty“ vom Jugendhilfe Bottrop e.V. zusammen mit dem städtischen Fachbereich Jugend und Schule entwickelt, um Jugendliche und junge Erwachsene zu unterstützen.

Das Projekt setzt dabei ganz auf den Kontakt von Gleichaltrigen zu Gleichaltrigen. Von sogenannten Peers wird die Unterstützung eher angenommen und als solche verstanden, als wenn Erwachsene auf die Risiken des Feierns hinweisen. Ausgebildete junge Erwachsene sind nun also auch in diesem Jahr wieder für das Projekt im Einsatz. Sie verteilen im Stadtgarten einen Informationsflyer, der von Jugendlichen mitentwickelt wurde, mit hilfreichen Tipps für einen risikoarmen Verlauf des Aufenthalts und des Feierns und mit Notfallnummern, falls Unterstützung notwendig wird. Sie geben aber auch nützliches Equipment wie Müllbeutel, Kondome, Aschenbecher und aktuell auch Einmal-Mund-Nase-Schutzmasken kostenlos ab. „Die Peers werden ‚auf gleicher Augenhöhe‘ wahrgenommen, sie haben einen besseren Draht zu den Nutzern des Stadtgartens und die Aktion ist so eindeutig wirksamer“ so Nina Heithausen vom Fachbereich Jugend und Schule der Stadt Bottrop.

Stadtgarten als Treffpunkt

Dieser 2. Corona-Sommer ist wieder außergewöhnlich und nicht nur wegen seiner Wetterlage. Umgangs- und Ausgangsregeln bestimmen weiterhin unseren Alltag. Besonders erleben das Jugendliche bei Ihrer Freizeitgestaltung. Sobald die Umgangsregeln es ermöglichen, wird in diesem Sommer auch der Stadtgarten von jungen Bottroper:innen genutzt. Dabei gibt diese grüne Oase der Stadt Jugendlichen die Möglichkeit um sich zu treffen, zu entspannen und den Alltag mit Freund:innen in geselliger Runde zu vergessen und vielleicht sogar etwas Feierstimmung aufkommen zu lassen. Grund genug, das Corona bedingt pausierte Projekt „Sommerparty“ unter Einhaltung der Hygiene-Regeln wieder aufleben zu lassen.

Gefahren reduzieren

„Mit dem Projekt wollen wir die Jugendlichen begleiten und die Risiken des Feierns minimieren. Die Nutzung des öffentlichen Raums ist auch für Jugendliche in der aktuellen Pandemie ein wichtiges Recht.“, so Irena Wabnitz von der Fachstelle für Prävention des Jugendhilfe Bottrop e.V. Für Jugendliche war wie für Kinder die Zeit seit November 2020 sicherlich nicht immer einfach. Über lange Zeit abgeschnitten von den Freund:innen, fast ausschließlich digitale Kontakte mit Schule und anderen Einrichtungen und die viele Zeit in der Familie auf zum Teil engem Raum war sicher für alle Beteiligten eine Herausforderung.

Ehrenamtliches Engagements

Das Projekt wird auch nach vielen Jahren und unter den besonderen Bedingungen der Pandemie gut angenommen, welches die Jugendlichen immer wieder berichten:
„Die Leute freuen sich immer über die Sachen und erkennen uns schon von Weitem, manche sprechen uns auch sofort an und fragen nach den Müllbeuteln oder den Aschenbechern“ so Emrullah Ceper, einer der Peers. Positiv sind auch die Erfahrungen mit den Corona-Regeln. Ersin Erbagci aus der Gruppe der Peers: „Alle sind sich der Gefahren im Zusammenhang mit der Pandemie bewusst und die meisten halten sich an die Regularien.“ Die Veranstalter werten das Projekt „Sommerparty“, besonders dank des Engagements der ehrenamtlichen Projektmitarbeiter:innen auch 2021 als großen Erfolg.

v.l. Mahmoud El-Door, ein Peer, Irena Wabnitz von der Jugendhilfe Bottrop e.V. und Ersin Erbagci, ebenfalls ein Peer. Foto: Stadt Bottrop
v.l. Die Peers Mahmoud El-Door und Ersin Erbagci im Stadtgarten. Foto: Stadt Bottrop
Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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