Standpauken von "Fridays for future"
Bottrop ruft Klimanotstand aus

Bottrop hat nach langer Diskussion in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause den Klimanotstand ausgerufen. Gegenstimmen gab es keine.

Zuvor hatten zwei Vertreter der "Fridays for future"-Bewegung vor der offiziellen Eröffnung der Sitzung sprechen dürfen. Nico Zielinski ging dabei mit den Politikern - nicht nur in Bottrop - hart ins Gericht: Die Einladung in den Rat sei "überfällig" gewesen, so der 16-Jährige. "Sie lassen weiter zu, dass unsere Zukunft regelrecht verheizt wird. Und der Grund ist Korruption. Oder wie Sie es nennen: Lobbyismus", hielt er den versammelten Ratsmitgliedern vor. "Wollen Sie Ihren Kindern so eine Welt hinterlassen? Schämen Sie sich."

Zuspruch und Unterstützung bekamen die Jugendlichen von allen Parteien, auch wenn CDU-Fraktionschef Hermann Hirschfelder die Vorwürfe empört zurückwies: "Ich lass mich nicht als gekaufter Vorstadtpolitiker bezeichnen", machte er seinem Ärger Luft.

Thomas Göddertz (SPD) wies darauf hin, dass der Rat vor Ort bei vielen Forderungen der Jugendlichen keine Entscheidungen treffen könne. Außerdem betonte er, dass gerade Bottrop als Innovation City schon sehr viel beim Thema Klimaschutz erreicht habe. "Aber man darf den Bürger auch nicht überfordern", mahnte Göddertz.

Oberbürgermeister Bernd Tischler versprach den "Fridays for future"-Vertretern, mit ihnen im Dialog zu bleiben: "Ich werde nach der Sommerpause mit Vorschlägen auf euch zukommen."

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