Brockmann-Gelände soll Wohngebiet werden: „Gefälligkeits-Gutachten gibt den Ausschlag“

Gammelt vor sich hin: das Brockmann-Gelände

Auf Antrag von Brockmann-Immobilien hat jetzt der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen, das ehemalige Brockmann-Firmengelände zum Wohngebiet umwidmen zu wollen.
Vor 2 Jahren wurde der Fenster- und Küchen-Spezialist Brockmann geschlossen: Rund 150 Menschen verloren damals ihren Arbeitsplatz.
Ex-Firmeninhaber und -CDU-Ratsherr Johannes Brockmann war kürzlich an die Spitze des Musikschul-Fördervereins gewählt worden.

Brockmann will einträglichere Vermarktung des Geländes

Um das Gelände besser vermarkten zu können, hatte Brockmann letztes Jahr beantragt, den Standort als Wohngebiet ausweisen zu lassen.
Anstatt selber den Standort zu prüfen, forderte die Verwaltung den Grundstückseigentümer auf, „erst die Chancen einer kleinteiligen gewerblichen Nachnutzung gutachterlich untersuchen zu lassen“.
Das Gutachten im Auftrag des Grundstückseigentümers erbrachte das gewünschte Ergebnis: nämlich „dass sich die Fläche aufgrund der angrenzenden Wohnbebauung und der damit verbundenen Restriktionen in Hinblick auf Lärmemissionen nicht mehr als Gewerbestandort eignet“.
Auf der Grundlage dieses Gutachtens haben die Mehrheitsparteien SPD und CDU im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz nunmehr beschlossen, „eine Änderung des Flächennutzungsplans in die Wege zu leiten“.

„Gefälligkeits-Gutachten missachtet das Klimaschutzgesetz“
LINKEN-Ratsgruppen-Vorsitzender Christoph Ferdinand kann das nicht fassen: „Es darf doch nicht wahr sein, dass hier ein Gefälligkeits-Gutachten den Ausschlag gibt. Es gibt reichlich Nachfrage für kleinteilige Gewerbeflächen in Bottrop. Das ließe sich auf den zweieinhalb Hektar des Brockmann-Geländes auch sinnvoll verwirklichen. Stattdessen wird jetzt wieder ins Auge gefasst, landwirtschaftlich genutzte Freiflächen – nämlich das Kraneburger Feld – zuzubauen. Das verträgt sich überhaupt nicht mit der ‚nachhaltigen Flächennutzung‘, wie sie die SPD/Grüne-Landesregierung kürzlich erst vollmundig im Klimaschutzgesetz festgeschrieben hat. Deshalb kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum sich die angeblichen Öko-Parteien Grüne und ÖDP im Ausschuss enthalten haben.“

Autor:

Günter Blocks - DIE LINKE aus Bottrop

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen