Ehrenpark: Einen Kompromiss finden

Die größte Lärmbelästigung gehe nicht von der normalen Bahn aus, sagen die Anwohner. Sie stört das „Klack Klack“ der verschiedenen Sprünge.
  • Die größte Lärmbelästigung gehe nicht von der normalen Bahn aus, sagen die Anwohner. Sie stört das „Klack Klack“ der verschiedenen Sprünge.
  • Foto: Kappi
  • hochgeladen von Bettina Meirose

Bottrop. Wir müssen einen Kompromiss finden“, sagt Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff. Mit den Anwohnern diskutierte er über die Lärmsituation am Ehrenpark, verursacht durch die Skateranlage.

„90 Prozent der Bevölkerung nimmt den Ehrenpark gut an“, schickt Kalthoff in seiner Begrüßung vorweg und führt aus: „Wir wollen ihn nicht beseitigen, wir wollen aber auch keinen Betrieb rund um die Uhr im Ehrenpark zu lassen“, gibt er als „Leitplanken“ für die Diskussion aus.
„Nicht allein die Skateranlage ist ein Problem, auch die Hundewiese“, sagt eine Anwohnerin und führt aus: „Die meisten Hunde sind gut erzogen, ihre Kläfferei hält sich in Grenzen. Aber eine Dame hat fünf oder sechs Hunde an der Leine, die einen Höllenlärm machen.“
Zu diesem Thema will Kalthoff die Verwaltung fragen, ist sich aber sicher: „Die Hundewiese ist bespielhaft.“ Dem kommunalen Ordnungsdienst ist das Problem nicht ganz neu. Es hat dort bei einem Besuch in der letzten Woche, auch eine Dame mit vielen Hunden an der Leine getroffen und sie der Hundewiese verwiesen. In solchen Fällen solle man den kommunalen Ordnungsdienst anrufen, damit der zielgerichtet vorgehen kann.
Die Anwohner ärgert es außerdem, dass Parkbesucher auch auf ihr Grundstück kommen. „Das ist Hausfriedensbruch, da können sie die Polizei anrufen“, rät Kalthoff. Außerdem müsse eine Maßnahme seitens des Grundstückseigentümers getroffen werden, die das Eindringen verhindere.
Skaten ist wochentags von 8 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags von 15 bis 19 Uhr erlaubt. „Das Skaten ist eigentlich kein Problem, aber das Klackern, das durch die Sprünge verursacht wird, ist zu laut. Das hört man sogar noch durch die geschlossenen Fenster hindurch“, beklagt sich eine Anwohnerin. „Und daran, dass um 20 Uhr Schluss sein soll, hält sich auch so gut wie niemand, wenn der Ordungsdienst nicht da ist und aufpasst. Und ebenso wenig daran, dass es sonntags erst um 15 Uhr losgehen soll. Außerdem wäre es schön, eine Mittagspause zu bekommen, von 13 bis 15 Uhr keinen Lärm hören zu müssen.“
Es müsse ein allgemeiner Zeitrahmen geschaffen werden“, wünscht ein Anwohner, der oben im Hause wohnt und sich deshalb vom Lärm weniger belästigt fühlt. Fahrradfahrer und Inlineskater würden niemanden stören. „Die Kunststücke, das Springen, das ‚Klack Klack‘ nervt ganz gewaltig“, regt sich eine Anwohnerin auf und die anderen geben ihr recht.
„Eine Mittagsruhe wäre zwar prima, aber so etwas braucht ein höheres Überwachungspotential“, gibt der Bezirksbürgermeister zu bedenken. Ein erhöhter Personalaufwand sei aber nicht realisierbar. „Wir müssen verwaltungsmäßig und politisch eine Lösung finden“, gibt Kalthoff das Ziel vor.

Autor:

Bettina Meirose aus Bottrop

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