Geduld haben - Steuererklärungen werden nicht mehr so schnell bearbeitet

Die Ausstellung „Ohne Moos nix los!“ ist bis zum 20. Juli im Finanzamt zu sehen. Sie ist als Wanderausstellung seit Anfang 2008 in der Finanzverwaltung des Landes unterwegs. Die von namhaften Karikaturisten gezeigten Werke wurden zusätzlich in einem Katalog zur Ausstellung zusammengestellt. Foto: Kappi
  • Die Ausstellung „Ohne Moos nix los!“ ist bis zum 20. Juli im Finanzamt zu sehen. Sie ist als Wanderausstellung seit Anfang 2008 in der Finanzverwaltung des Landes unterwegs. Die von namhaften Karikaturisten gezeigten Werke wurden zusätzlich in einem Katalog zur Ausstellung zusammengestellt. Foto: Kappi
  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Nina Heithausen

Die elektronische Lohnsteuerkarte bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine Erleichterung. Hingegen steigt der Arbeitsaufwand für die Finanzämter an.

„Der Arbeitgeber kann dort alle Daten abrufen und der Arbeitnehmer hat seinerseits keine Lauferei mehr zwischen Stadt und Finanzamt“, erklärt Thomas Hasebrink vom Bürgerbüro des Bottroper Finanzamts die Vorteile von Elstam (elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale). Die Elstam-Datenbank ermöglicht Arbeitgebern unter Angabe der ID-Nummer und des Geburtsdatums seiner Arbeitnehmer alle für den Lohnsteuerabzug wichtigen Daten zu erhalten.

Am 20. September 2009 hatten die Städte zum letzten Mal die seit 1925 genutzten Lohnsteuerkarten für die Jahre 2010 und 2011 ausgestellt. Mit der Einführung von Elstam haben die Finanzämter nun auch Aufgaben der Meldebehörden, wie etwa die Ausstellung von Ersatzbescheinigungen, die Steuerklassenänderung oder aber die Berichtigung unrichtiger Lohnsteuerabzugsmerkmale übernommen. „Allerdings gab es für diese Maßnahmen kein zusätzliches Personal“, berichtet Thomas Hasebrink.
Knapp 4.500 zusätzliche Bürgerkontakte musste das Bürgerbüro im ersten Halbjahr 2011 durch die Übernahme jener Aufgaben bewältigen. „Den Service der letzten Jahre können wir nicht mehr leisten“, weiß auch Elisabeth Rath-Markert, stellvertretende Amtsleiterin, dass sich die Wartezeiten für die Bürger verlängern und macht zugleich darauf aufmerksam, „wir arbeiten die Steuererklärungen nach Dateneingang ab.“

Auch wenn keine zusätzlichen Arbeitskräfte eingestellt werden, so steigt zumindest die Ausbildungsrate bei der Finanzverwaltung NRW. „Wir bilden vermehrt aus, da die Personalabgänge zunehmen“, erläutert Elisabeth Rath-Markert, dass Bewerbungen sowohl für den mittleren als auch für den gehobenen Dienst ab dem 22. Juli über das Internet für den Ausbildungsjahrgang 2012 möglich sind.

Derweil beträgt das Gesamtsteueraufkommen beim Finanzamt Bottrop im Jahr 2010 259,5 Millionen Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Millionen Euro, gleichsam um 4,3 Prozent, gesunken.

Wechsel:
Nach rund zwei Jahren wird Regierungsdirektor Franz Schulze das Finanzamt Bottrop zum ersten Oktober verlassen und die Leitung des Finanzamts Gelsenkirchen-Süd übernehmen. Seine Nachfolge wird die Regierungsdirektorin Stephanie Thien antreten.

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