Klimaproblematik
KLIMAWANDEL und UMWELTZERSTÖRUNG

Man sollte nichts verleihen.
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Tatsachen:

Um bei dieser Thematik die wahren Größenordnungen und zeitlichen Abschnitte zu verstehen, sollten wir folgende Faktoren berücksichtigen.
Nach der Urknalltheorie entstand unser Universum vor rund 14 Milliarden Jahren.
Unser Planet Erde bildete sich vor ungefähr 4,6 Mrd. Jahren und ihm wird eine Lebenslaufzeit von insgesamt 11 Mrd. Jahre zugeordnet, bis er mit der Sonne endgültig verglühen wird.
Der Mensch existiert gerade erst einmal 2,8 Millionen Jahre und die Wissenschaftler meinen, dass bereits spätestens in 700 Mio. Jahren das Leben auf der Erde verschwunden sein wird, da sich die mittlere Erdtemperatur mehr als verdoppeln wird. Meine persönliche Theorie ist da wohl etwas realistischer, denn wenn wir so wie bisher weitermachen, haben wir es in 1.000 Jahren geschafft, uns die Lebensgrundlage zu entziehen. Doch bei der Zielrichtung unserer Intelligenz könnte es auch noch viel schneller gehen.

Anstatt, dass die Menschheit die verbleibende Zeit nutzt und sich das Leben angenehm und menschenwürdig gestaltet um in Frieden mit sich und der Natur zu existieren, arbeitet man unermüdlich an den gemeinsamen Untergang.
Auch wenn sich meine Ausführungen überheblich und allwissend anhören, entsprechen sie nur der einsehbaren Vernunft und Logik. Denn trotz allem Wissen und Erkenntnissen weigert man sich zu sehen, wie unsere Welt tickt und wer die Uhrzeit angibt.
Wer sich also ernsthaft für die Zukunft unserer Welt interessiert, sollte diese umfangreiche Ausarbeitung unbedingt bis zum Schluss lesen.

Fakten und Zahlenspiele:

Wenn wir dann heute von der Klimakatastrophe reden, sprechen wir über den Zeitraum der letzten 200 Jahre. Und genau innerhalb dieses Abschnitts haben wir Menschen es geschafft, ca. 1.400 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich in die Atmosphäre abzugeben.
Diese riesige Menge an CO2 entspricht einer geologischen Revolution von bisher unbekanntem Ausmaß, deren erste Auswirkungen wir nicht nur sehen, sondern heute schon zu spüren bekommen.
Diese Entwicklung der Klimaerwärmung entspricht exakt den Prognosen der Klimawissenschaftler die uns seit Jahrzehnten warnen. Und den Zweiflern und Skeptikern sei gesagt, dass es in der Geschichte unseres Planeten natürlich erhebliche Temperaturschwankungen gab, wo aber die Natur Milliarden von Jahren die Zeit hatte, dies wieder auszugleichen. Die heutige globale Erwärmung ist allerdings beispiellos und auch die früheren Warm- und Kaltzeiten haben noch nie auf der ganzen Welt gleichzeitig stattgefunden. In unserer heutigen Zeit hingegen gibt es nur die eine Richtung zur Verschlechterung der atmosphärischen Bedingungen und das ganz bewusst, trotz besseren Wissens.
Vor rund 200 Jahren, also vor der massiven Industrialisierung gab es ein durchschnittliches Grundklima, das im verträglichen Gleichgewicht war. Doch dieser konstante Wert hat sich bis heute nahezu ins negative verdoppelt.
Wie wenig die Situation ernst genommen wird und auch die Konsequenzen fehlen, zeigen sogar die System schonenden Kritiker auf den Klimakonferenzen und Umweltgipfeln.
Denn die Zielsetzung die Erderwärmung bis 2050 auf 2 Grad zu halten, oder möglichst auf 1,5 Grad, ist alles andere als zielführend, denn Experten sehen da eher die 3 Grad Marke erreicht.
Im Grunde genommen spricht man sich also dafür aus, die Erde etwas langsamer aufzuheizen und den Untergang etwas zu verschieben, anstatt auf 0 zurückzuführen. Das wäre genauso, als wenn man auf einen Menschen nicht 2 Tonnen fallen lässt, sondern nur 1,5 Tonnen, um ihn besser zu schützen. Genauso unsinnig ist es, nicht die Schadstoffe der letzten 200 Jahre zu Grunde zu legen, sondern selbstherrlich das Jahr 1990 als rechnerischen Startpunkt 0 festzulegen. Trotzdem lässt sich nicht verleugnen, das wir gerade in den letzten fast 30 Jahren besonders viele Schadstoffmengen in die Atmosphäre abgegeben haben und der CO2-Ausstoß der letzten 170 Jahre überhaupt keine Rolle spielt.
Es ist doch einfach gegen jede Logik, dass der bereits angerichtete Schaden vor 1990, der ja rund 80 % aller bereits vorhandenen Schadstoffe ausmacht, gar nicht berücksichtigt wird, obwohl es Verpflichtung sein müsste, auch diese mit geeigneten Maßnahmen kontinuierlich wieder zurückzudrängen.
Diese irreführenden Berechnungsgrundlagen erinnern mich direkt an die berühmte „Schwarze Null“ im Bundeshaushalt, die ja auch nichts anderes bedeutete, als das keine neuen zusätzlichen Schulden gemacht wurden, aber die 2 Billionen Altschulden natürlich nach wie vor vorhanden sind.
An diese unsinnigen Zahlenspiele kann man direkt das nächste Beispiel anknüpfen, denn bei der Vereinbarung des Pariser Weltklimavertrags wurde vorgeschlagen, den zusätzlichen CO2 Ausstoß bis 2030 um 30 % zu senken, was die EU dann sogar auf 40 % erhöhte.
Doch nur vom beschließen bewegt sich noch lange nichts, denn wenn ich also nur um 40 % reduziere, was sich ja auf den Zeitraum der nächsten 10 Jahre bezieht, erlaube ich immer noch, dass 60 % auf den Berg der bereits angerichteten Schäden oben draufgepackt werden, obwohl diese notwendigerweise auf 0 gefahren werden müssten.
Als neueste Aussage war zu lesen, das die Bundesregierung bis 2030 den CO2 Ausstoß sogar um 55 % im Vergleich zu 1990 senken will, was in Zahlen ausgedrückt eine Reduzierung von 866 Mio. Tonnen auf 563 Mio. Tonnen CO2 wäre. Wenn diese theoretischen Zahlen stimmen würden, wäre das zwar ein Rückgang um 303 Mio. Tonnen, doch die 563 Mio. Tonnen würden weiterhin in die Atmosphäre gelangen und somit die Erderwärmung weiter erhöhen.
Diese Reduzierungsziele sind also eine riesige Augenwischerei und gehen an den sofortigen erforderlichen Maßnahmen voll vorbei, denn wir sind fleißig dabei nicht zu reduzieren, sondern jährlich den weltweiten Ausstoß von CO2-Treibhausgasen zwischen 2 und 3 % kontinuierlich zu erhöhen und immer neue Negativrekorde aufzustellen.
Diese ganzen Zahlenspiele kann man kaum mehr nachvollziehen, aber wir haben damals in der Volksschule wenigstens Rechnen gelernt mit Prozenten und Dreiersatz.
Heute nennt man das alles höhere Mathematik, ohne Prozentrechnen und Dreiersatz und kalkuliert und rechnet mit Unbekannten, wie in folgendem Beispiel.
Aus einem leeren Raum gehen 3 Mann raus, da müssen dann 6 Mann reingehen, damit 3 Mann drin sind. Nach dieser bewährten Methode sind auch der Berliner Flughafen und Stuttgart 21 gebaut worden und so ähnlich läuft es jetzt genauso beim Klimaschutz.

Erkenntnisse:

Auf diese ernsthaften Gefahren wiesen bereits vor 50 Jahren der „Club of Rome“ hin, als er auf die Grenzen des Wachstums und der damit verbundenen Umweltprobleme aufmerksam machte, doch leider ohne Erfolg.
In diesem Sinne hat jetzt der Weltklimarat (IPCC) mit 107 Wissenschaftlern aus 53 Ländern seinen Klimabericht abgegeben, wo erstmals die Folgen für die Ökosysteme genauer analysiert wurden. Hier wird deutlich und unmissverständlich dargelegt, dass der Mensch seinen Umgang mit der Natur radikal verändern muss, da er sich sonst seine eigenen Existenzbedingungen zerstört. In dieser Hinsicht drängen sie zur Eile und zum sofortigen Umdenken und Handeln.
Die bisherige Klimaerwärmung hat ja nicht nur die Pole und Gletscher abschmelzen lassen, sondern die Meere erwärmen sich, die Frostregionen tauen auf und alle geben außer den von uns direkt erzeugten Schadstoffen, zusätzlich riesige Mengen an C02 in die Atmosphäre ab.
Dadurch wird eine furchtbare Negativspirale in Gang gesetzt, wo das eine das andere bewirkt und sich der Kreislauf gegenseitig immer weiter hochschaukelt.
Trotz dieser ganzen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Dringlichkeit, werden gegenüber ordentlicher Berichterstattung in den Massenmedien noch soviel Halbwahrheiten, Widersprüchliches, Umlenkungen, Verharmlosung und auch Falschmeldungen verbreitet, dass sich einem die Haare sträuben. Inzwischen spricht man sogar schon von „Klimahysterie“ und in den Medien laufen Verharmlosungskampagnen, die die Dinge auf den Kopf stellen. Alle möglichen Personen oder Gesellschaften melden sich plötzlich zu Wort und dürfen den größten Unsinn und die abenteuerlichsten Tatsachenverdrehungen zum Besten geben. Sogar die Verursacher und ihre Lobbyistenverbände dürfen durch Konzernsprecher und Verbandspräsidenten die unglaublichsten Dinge berichten und alle Schuld von sich weisen. So schnell wie hier Lügen verbreitet werden, kann man sie gar nicht widerlegen.

Die Ursache:

In diesem Gesamtzusammenhang ist mir natürlich sofort aufgefallen, dass weder der Weltklimarat, fortschrittliche Politiker, oder in Berichten und Diskussionsrunden sich jemand traut, die Urheber, Verursacher oder Verantwortlichen beim Namen zu nennen.
Wen fürchtet man da eigentlich so sehr? Das kann ja nur jemand sein, der die gesamte Welt beherrscht und uns alle im Griff hat.
Es ist der globale uneingeschränkte Finanz- und Wirtschaftskapitalismus, der alle Fäden in der Hand hält und bei dem auch entsprechend alle Problemfelder zusammenlaufen.
Mit seiner unbegrenzten Wachstumsideologie und unersättlichen Profitgier hält er die Welt in Geiselhaft, dem sich jegliche Vernunft und Menschlichkeit unterzuordnen hat.
Da es den Großkonzernen und der Finanzwirtschaft gelungen ist, auch nahezu alle sozialen Bereiche zu privatisieren, kennt man nur noch die gnadenlose Ausbeutung von Mensch und Natur, koste es was es wolle.
Und da diese Globalplayer mit ihren Weltkonzernen, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Staatsfonds und Investmentbanken die ganze Welt beherrschen, ist die Überlebensfrage zu einer Systemfrage geworden.
Denn dieses kapitalistische System kann gar nicht anders, weil es der eigenen Gesetzmäßigkeit unterliegt, mit dem unermüdlichen Ziel, die Profitraten ständig weiter zu erhöhen.
Doch unser Planet ist nicht unendlich, sondern mit seinen Ressourcen und Möglichkeiten
eindeutig begrenzt. Trotzdem gehen wir mit der Erde um, als hätten wir mehrer zur Verfügung. Die Organisation von „Global Footprint Network“ berechnet jährlich die Erdüberlastung im Rahmen der Nachhaltigkeit in Form des „ökologischen Fußabdrucks“.
Dabei stellte sie fest, dass die gesamte Welt im Durchschnitt so lebt und verbraucht, als hätte sie 1,75 Erden zur Verfügung. Umgerechnet auf Deutschland verbrauchen wir sogar 3 Erden und die USA als Spitzenreiter liegt bei 5 Erden.
Damit ist eigentlich der Weg vorgezeichnet, das sich nichts verbessert, sondern im Gegenteil alles nur ständig verschlimmert.
Dies bedingt die Erkenntnis, dass Umwelt- und Klimaschutz erst dann richtig funktionieren kann, wenn wir das kapitalistische Ausbeutungssystem beseitigt haben. Denn bisher sind alle Verbesserungen auf sämtlichen Gebieten an ihren Machtstrukturen gescheitert.
Solch eine verhängnisvolle Ideologie wird unweigerlich an ihre Grenzen stoßen, doch bevor dieses System von selbst zusammenbricht, wird es alles an Natur und Leben vernichtet und die Existenzgrundlagen aufgebraucht haben.
Leider ist die derzeitige Überlegung, sich von diesem Beherrschungsapparat zu trennen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, nicht mehrheitsfähig.

Vergesellschaftung:

Trotzdem hat es ja auch immer wieder die Forderung nach Verstaatlichung gegeben, um die politische Freiheit der eigenen Entscheidungsmöglichkeit wiederherzustellen.
In diesem Gesamtzusammenhang muss es doch auch langsam aufgefallen sein, das sämtliche Wirtschafts- und Industriezweige immer mehr finanzielle staatliche Unterstützung einfordern und auch erhalten, die man sinnvoll für vernünftige Dinge ausgeben könnte.
Denn im Rahmen der Daseinsvorsorge ist der Staat für das Wohl der Allgemeinheit zuständig und nicht für die privatisierte Wirtschaft.
Ich denke da nur an die Rettung der Banken, obwohl die Wirtschaft doch bei jeder Gelegenheit fordert, dass sich Staat und Politik aus der Wirtschaft heraushalten soll.
Trotzdem kassieren die Branchen weiterhin erhebliche Fördergelder, Unterstützungen, Entschädigungen, Subventionen und Steuererleichterungen, so dass uns die Konzerne eigentlich bereits dadurch zum größten Teil sowieso schon gehören.
Doch mit welch einer Dreistigkeit und Selbstverständlichkeit jetzt die Industriekonzerne als Hauptverursacher hingehen und die Regierung offen auffordern, doch gefälligst die notwendigen finanziellen Mittel für weitere Forschungen und Umstellungen im Bereich der alternativen Energieumstellung und Umwelt bereitzustellen, ist schon beispiellos.
Da stellt sich natürlich automatisch die Frage, warum wir die systemrelevanten Wirtschaftsbereiche nicht sofort verstaatlichen bzw. vergesellschaften und zu gemeinnützigen Gesellschaften machen. Dann würden wenigstens auch die Gewinne wieder in die Staatskasse zurückfließen und für wichtige Aufgaben wie Klimawandel und Umweltschutz zur Verfügung stehen. Außerdem hätten wir dann endlich Einfluss auf Planungen, Investitionen, Preisgestaltung und Arbeitsbedingungen zum Wohle aller.

Die Schuldigen:

Doch bei allen Bemühungen und Zielsetzungen dürfen wir natürlich nicht aus den Augen verlieren, wer und was weltweit die meisten Schäden verursacht.
Unter den 10 Hauptschuldigen finden wir die Länder China, USA, Indien, Russland, Japan, Deutschland, Iran, Saudi-Arabien, Südkorea und Kanada.
Doch auch hierbei gibt es erhebliche Unterschiede, denn alleine China mit rund 30 % und USA mit 18 % verursachen fast 50 % aller CO2 Schadstoffe. Dabei lässt sich China kaum in die inneren Angelegenheiten reinreden und in den USA ignoriert Trump trotz der unübersehbaren Auswirkungen die Klimakrise.
Die USA haben natürlich keinerlei Interesse auf ihr Milliardengeschäft mit fossilen Energieträgern zu verzichten und daher geben die 5 weltgrößten Öl- und Gaskonzerne jährlich rund 200 Mrd. Dollar an Lobby- und PR-Arbeit aus, um klimapolitische Maßnahmen zu verhindern oder zu verzögern.
Dabei verbrauchen die Vereinigten Staaten von Amerika alleine nur mit ihren Klimaanlagen so viel Energie wie ganz Afrika zusammen.
Doch von der Größenordnung aus gesehen stände die EU mit 15 % an 3. Stelle der Klimasünder-Liste.
Indien holt ganz rasant auf, weil es dort noch viel Nachholbedarf gibt und auch China baut seinen Negativvorsprung ständig weiter aus. Hier muss also unbedingt international gehandelt werden, denn sonst sind alle anderen Bemühungen nebensächlich.

Entsprechend sieht die weltweite CO2-Schadstoffaufteilung folgendermaßen aus:
50 % Landwirtschaft (Viehzucht, Tierhaltung, Waldvernichtungen, Tierfutter-
und Reisanbau, Dünger, Gülle, Wasserverbrauch, Energiekosten usw.)
25 % Verkehrswesen (Straßenverkehr 17 %, Luftfahrt 5 %, Schiffsverkehr 3 %)
25 % Industrie und Energiewirtschaft (Kraftwerke, Verbrennungsanlagen,
Zementfabriken, Bauwirtschaft, Stahlwerke usw., wobei andere Statistiken diesem Gesamtbereich noch bedeutend höher einschätzen)
Doch diese Werte und Zahlen sind ja nur bedeutende Anhaltspunkte und Trendrichtungen, an denen man sich abarbeiten muss, ohne sich um Prozentpunkte und Kommastellen zu streiten.

Mitverantwortung:

Auch bei uns in Deutschland wird mit unseriösen Zahlen gearbeitet, denn offiziell sind wir nur für 3 % der weltweit aufkommenden Emissionsschäden verantwortlich.
Andere Organisationen sprechen da allerdings von bis zu 5 %, wobei wir in Europa die Negativliste mit großem Abstand anführen. Doch auch das ist nur die halbe Wahrheit, denn wir müssen die angerichteten Schäden bei der Einfuhr von Produkten aus anderen Ländern mit dazurechnen. Denn für uns werden die riesigen Regenwälder vernichtet um Anbauflächen für Futtermittel, Sojaanbau, Palmölplantagen, Kautschukplantagen und für die Rinderzucht zu gewinnen. Diese anfallenden CO2-Mengen müssen wir mit auf unser Konto verbuchen und wenn wir dann noch die Größe der Länder und die Zahl der Bevölkerung berücksichtigen verschieben sich die Bilder nochmals zu unseren ungunsten.
Wenn schon unsere überforderte Umweltministerin Svenja Schulze zugeben muss, das jeder in Deutschland lebende Mensch rund doppelt soviel Emissionen jährlich verursacht, wie der Durchschnitt der übrigen Menschheit, wie sieht es dann erst in der Wirklichkeit aus.
Trotzdem versucht man immer wieder die Problematik zu verniedlichen oder zu bagatellisieren, doch da sollte man sich einfach nicht täuschen lassen.

Landwirtschaft:

Es ist ja schon erschreckend genug, wenn man feststellen muss, dass tatsächlich die weltweite Landwirtschaft mit ihren Bereichen Viehwirtschaft und Tierzucht mit den dazugehörigen Problemsparten wirklich 50 % aller CO2-Emissonen und Methanerzeugung verursacht.
Diese industrialisierte Landwirtschaft mit ihren riesigen Großbetrieben wird auch bei uns in Europa mit Milliardensummen gefördert und unterstützt. Außerdem wird mit unseren subventionierten Lebensmitteln die Selbstversorgung in Afrika torpediert und stattdessen in Abhängigkeit gebracht. Mehr als 1/3 unserer Landoberfläche wird für die Produktion von Lebensmittel verbraucht, von dem allerdings bereits ¼ der Landfläche ökologisch nicht mehr nutzbar ist. In vielen Ländern der Welt wo noch fruchtbare Böden vorhanden sind, werden diese durch Aufkauf und Landraub den Urbewohnern entwendet und dadurch zusätzliche Armut verursacht. Auf diesen riesigen Flächen und Plantagen finden wir dann in Monokulturen den Anbau von genmanipulierten Futterpflanzen wie Soja und Mais, sowie Palmöl- und Kautschukplantagen die dort unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen für die Industrieländer angebaut werden. Dabei werden natürlich verbotene Pestizide und das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat eingesetzt, was aber die Resistenz der Unkräuter immer weiter erhöht und bereits dazu geführt hat, das in den USA ca. 1/3 der Böden unbrauchbar geworden sind. Hinzu kommt, dass wir durch Überdüngung und Gülleaufbringung auch noch das Grundwasser verseuchen und in Deutschland sogar noch ein Zusatzgeschäft gemacht wird, indem enorme Güllemengen aus den Niederlanden eingeführt werden und auf unseren Feldern landen. In diesem Zusammenhang muss auch noch erwähnt werden, dass die Landwirtschaft rund 70 % der weltweiten Wasservorräte verbraucht um ihre Pflanzen und Tiere im Bereich der Milch- und Fleischwirtschaft zu versorgen.
Allein Brasilien exportiert jährlich über 2,2 Mio. Tonnen Rindfleisch mit entsprechenden Auswirkungen.
Hingegen belief sich die gesamte weltweite Fleischproduktion im Jahr 2018 auf 335 Mio. Tonnen.
Nur in Europa werden pro Jahr 227 Mio. Tonnen Milch produziert, mit einem Umsatzwert von 110 Mrd. Euro.
Weltweit werden 829 Mio. Tonnen Milch erzeugt, was für die multinationalen Großkonzerne ein riesiges Geschäft bedeutet, das sich niemand entgehen lässt.

Regenwaldvernichtung:

Was deswegen mit dem Regenwald in Brasiliens Amazonasgebiet passiert, ist eine weltweite Klimakatastrophe mit ungeahntem Ausmaß.
Mit Unterstützung des neuen Präsidenten Bolsonaro brennen die Viehzüchter und Sojabauern riesige Waldflächen nieder, um neues Acker- und Weideland zu gewinnen.
Allein der Amazonas Regenwald produziert über 20 % des weltweiten Sauerstoffs und bindet jährlich mehr als 2 Milliarden Tonnen Kohlendioxid.
Alle Regenwälder auf der Welt zusammen sind für 40 % des Sauerstoffs in der Luft verantwortlich. Die Region am Amazonas ist genauso groß, wie alle Regenwälder der Erde zusammen und hat ein Größe von 6 Millionen Quadratkilometer.
Inzwischen ist durch Abholzung und Brandrodungen 20 % der Waldfläche verschwunden und davon in den letzten 8 Jahren 10 %. Man ist damit an dem Punkt angelangt, wo sich der Regenwald nicht mehr selbst regenerieren kann und zusätzlich das Klima weiter anheizt.
Nur im Juni 2019 wurden 762 Quadratkilometer Urwald vernichtet und im Juli ist die unglaubliche Menge von 2.255 Qkm zerstört worden. Von 1988 an ist eine Waldfläche von unfassbaren 700.000 Qkm verloren gegangen, was 2 x der Fläche von Deutschland entspricht.
Da klingt es wie ein Hohn, das Deutschland die Brasilianische Regierung im Rahmen einer internationalen Klimaschutzinitiative mit 35 Millionen Euro unterstützt.
Die Zeitung „Heilbronner Stimme“ schrieb dazu so zutreffend, Brasiliens rechtspopulistischer Präsident Jair Bolsonaro agiert wie ein Schutzpatron der Brandstifter und fördert mafiöse Strukturen, wo das Wohl Einzelner über das Gemeinwohl gestellt wird.
Dazu passt auch ganz hervorragend die Aussage von US-Präsident Trump, dem das alles noch nicht genügt und auch noch den Alaska-Regenwald mit 70.000 Quadratkilometer zum abholzen freigeben will.

Meerwasser:

Im Zusammenhang über die Wichtigkeit der Regenwälder muss auch noch einmal auf die Rolle der Meere als Klimaschützer eingegangen werden.
Die noch vorhandenen tropischen Regenwälder sind zwar gigantische Kohlenstoffspeicher, doch die größte CO2-Speicherkapazität finden wir in unseren Weltmeeren.
Obwohl wir so fahrlässig mit ihnen umgehen, speichern sie nicht nur riesige Mengen, sondern nehmen auch noch jährlich 30 % des von uns neu verursachten CO2 auf. Das Kohlendioxid wird von unzähligen Meereslebewesen und Mikroorganismen wie z. B. Algen aufgenommen und lagert sich am Meeresgrund ab. Je kälter jedoch das Meereswasser ist, umso mehr CO2 kann es aufnehmen. Doch durch die Erwärmung der Meere wird das im Wasser gebundene CO2 wieder freigesetzt und in die Atmosphäre zurückgegeben.
Und genau hier setzt die negative Wechselwirkung durch die verhängnisvolle „Klimaspirale ein. Das aufgeheizte Klima erwärmt das Meerwasser, das dann wiederum CO2 in die Atmosphäre freisetzt und diese wieder die Temperatur ansteigen lässt.
Und somit fängt der ganze negative Kreislauf wieder von vorne an, in einen nicht mehr aufzuhaltenden Zyklus.
Das bewirkt natürlich auch noch zusätzlich, dass die Eisvorkommen an den Polen und die Gletscher um ein vielfaches schneller abschmelzen als man je gedacht hat und den Meeresspiegel weiter ansteigen lässt.

Plastikmüll:

Bei dieser Gelegenheit muss auch gesagt werden, dass wir den Lebensraum der Meere immer mehr einengen, denn durch ständige Überfischung und den Einsatz von Grundnetzen wird die Vielfalt der Meeresfauna zerstört und durch die Wassererwärmung sind auch bereits 50 % der herrlichen Korallenriffe verschwunden.
Außerdem ersticken die Weltmeere immer mehr in unseren Plastikmüll, wovon wir bereits soviel Plastik produziert haben, dass wir den ganzen Erdball damit einwickeln könnten.
Mikroplastik finden wir heute überall, in Lebensmittel, Kosmetik, in Trinkwasser, im Boden, in der Luft und sogar im Eis der Arktis.
Man spricht heute schon von einer „Plastifizierung unseres Planeten“, denn seit 1950 sollen nach wissenschaftlichen Schätzungen rund 150 Mio. Tonnen in den Weltmeeren gelandet sein, die sich in 6 riesigen Meeresmüllstrudeln sammelt, wo einer 3 x so groß ist wie Deutschland. Und trotz aller bisherigen Erkenntnisse gelangen jährlich immer noch rund 13 Mio. Tonnen Plastikmüll zusätzlich in die Meere.
Und damit diese Entwicklung nicht zum Stillstand kommt, werden jährlich 400 Mio. Tonnen neu produziert, wovon 36 % auf Verpackungen entfällt, die nur einmal verwendet werden und dann auf dem Müll, oder in die Umwelt gelangen.
Es reicht also nicht, den Müll ordentlich zu trennen, denn nicht einmal 30 % werden recycelt, sondern die anderen 70 % werden thermisch verbrannt oder ins Ausland exportiert.
Wenn wir dann bedenken, dass über 2 Milliarden Menschen auf dieser Welt überhaupt keine Müllentsorgung kennen, gibt es nur die Vorgabe, die Herstellung von Plastik nahezu komplett zu verbieten.

Kraftwerke und Luftfahrt:

Nach dieser traurigen Bilanz und den Hauptverursacher der Landwirtschaft folgt direkt der Bereich der fossilen Verbrennungstechnik mit den Kraftwerken, den Industrieanlagen und dem Verkehr, die dem in nichts nachstehen.
Durch den weltweiten um 3 % ständig steigenden Energiehunger zu decken, werden weitere Kraftwerke gebaut, die den Verbrauch von Öl, Kohle und Gas immer weiter in die Höhe treiben. Gleiche Tendenzen finden wir bei den Kraftfahrzeugen, der Schifffahrt und beim Kerosinverbrauch im Flugverkehr. Durch das Anwachsen der Weltbevölkerung und den aufstrebenden Ländern wie China und Indien, werden die gleichen Fehler, nur in noch größerem Maßstab gemacht, wie bei uns in Europa und in den USA.
Bei uns redet man auch ständig vom Atom- und Kohleausstieg, doch in der übrigen Welt wird gegen jede Vernunft fleißig weiter neu gebaut.
Einen ähnlichen Widerspruch finden wir bei der Luftfahrt, wo die Flugnutzung immer weiter rasant ansteigt, obwohl das Flugzeug das umwelt- und klimaschädlichste Verkehrsmittel ist.
Weltweit existieren über 44.000 Flugzeuge, die pro Tag im Schnitt 100.000-mal starten und im Jahr 200 Mrd. Euro für Kerosin ausgegeben.
Das sind natürlich gigantische Zahlen und die werden auch nicht dadurch besser, wenn die Luftverkehrswirtschaft den weltweiten Anteil am CO2-Ausstoß auf 3 % runterspielen.
Gerade unsere Politiker die sich nun mit dem Klimawandel beschäftigen müssen, sind in dieser Frage alles andere als ein Vorbild, denn sie praktizieren genau das Gegenteil.
Unsere Bundestagsabgeordneten sind 2018 insgesamt über 9 Mio. Meilen geflogen und haben dabei 4.000 Tonnen CO2 erzeugt.
Allein die Ministerialbeamten und ihre Angestellten haben 2018 innerhalb Deutschlands auf Kosten der Steuerzahler 230.000 Flüge absolviert was sich fast unglaublich anhört.
Sogar zu der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in New York sind Vertreter unserer Regierung mit mehreren Flugzeugen gestartet.

Kraftstoffe und Wasserstofftechnik: 

Nur noch toller hören sich die märchenhaften Vorstellungen der Flugzeugbranche an, die gerne aus der Kritikzone wollen und daher mit Versprechungen aufwarten, Deutschland zum führenden Standort der klimafreundlichen Flugzeugtechnologie zu machen. Dazu fordern die Fluggesellschaften natürlich öffentliche Gelder ein, um die Forschung und Herstellung von Öko-Treibstoffen und synthetischen Kraftstoffe voranzutreiben.
Bundesverkehrsminister Scheuer hat dazu großzügige Fördergelder in Milliardenhöhen versprochen und sich erneut zum Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft gemacht.
Dabei sind Ökotreibstoffe völliger Unsinn, denn sie basieren auf Biomasse aus Pflanzenrohstoffen wie Ölpflanzen, Getreide und Zuckerrüben, wo die alte Diskussion „Lebensmittel in den Tank“ doch längst erledigt sein sollte.
Vernünftiger ist da schon die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen wie Methanol-Alkohol, das in Kombination von Kohlendioxid und Wasserstoff gewonnen wird und bereits in den skandinavischen Ländern teilweise eingesetzt wird.

Doch das vernünftigste und effektivste ist immer noch der Einsatz der Wasserstofftechnik, die für sämtliche Verbrennungsmotoren im Bereich Verkehr, Schifffahrt und Luftverkehr als perfekte umweltfreundliche Alternative gilt.
Dabei ist diese Technologie bereits 180 Jahre alt und wurde schon in der Raumfahrt und als U-Boot Antrieb genutzt und später den Interessen der Öl- und Fahrzeugindustrie geopfert.
Diese „grüne Wasserstofftechnik“ in Kombination mit der Brennstoffzelle, gilt eindeutig als die Effizienz-Technologie der Zukunft.
Wasserstoff ist nahezu unbegrenzt verfügbar und Forscher haben sogar ein Elektrolyse-System entwickelt, das die Wasserspaltung auch mit ungereinigtem Meerwasser ermöglicht.
Wasserstoff wird aus regenerativen Energiequellen CO2-neutral erzeugt und ist ein hervorragender Energiespeicher und bietet auch die Möglichkeit überschüssigen Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen optimal zwischenzuspeichern.
Im Jülicher Forschungszentrum und in der TU Chemnitz wird die Brennstoffzellentechnik auf der Basis von Wasserstoff bereits getestet und sogar einige Großunternehmen wie BP, Eon und Thyssen-Krupp haben die Wasserstofftechnik wiederentdeckt und möchten dies in ihren Anlagen nutzen.
Das ist schon einmal ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, allerdings warte man da in den Industriebetrieben auf weitere große Forschungs- und Fördergelder des Staates, wie sie es bei der Schließung ihrer Altanlagen bereits praktizieren und sich von unseren Steuergeldern fürstlich bezahlen und entschädigen lassen.
Früher haben die Wirtschaftsprofiteure dies meistens geheim gehalten, doch heute sind sie so mächtig, dass sie mit unverschämter Selbstverständlichkeit diese Gelder von uns einfordern.

Bereits eingetroffene Folgen:

Bisher haben wir unser Klima „erst“ etwas über 1 Grad erhöht und schon erhebliche negative Auswirkungen zu verzeichnen, die nicht mehr zu bestreiten sind.
Wenn wir dann 2030 die geschätzten 2 Grad erreichen, werden sich die bisherigen Naturkatastrophen erheblich verstärken und nahezu verdoppeln.
Das müssen auch wahrnehmungsgestörte Menschen, die die Klimakatastrophe leugnen notgezwungen zur Kenntnis nehmen.
Besonders die Landwirtschaft ist betroffen, wo die Bauern über anhaltende Trockenheit, Hitzerekorde, Bodenfrost, Starkregen, Überschwemmungen und auch Verluste durch Erosionen von fruchtbaren Böden klagen.
Mit der Klimakrise kommt natürlich auch die Dürrekrise, die bereits im letzten Jahr zu Ernteverlusten von 2,5 Mrd. Euro geführt haben.
Da die Erntekosten derzeit höher sind als die Erlöse, fordern nicht nur die Bauern, sondern auch die Waldbesitzer erhebliche finanzielle Unterstützung von den Landesregierungen.
Die globale Erwärmung bietet durch Stürmen und Trockenheit dem Borkenkäfer natürlich die beste Grundlage sich zu vermehren und die Fichtenbestände zu zerstören.
Jetzt sind auch schon die Buchen vermehrt betroffen und der Wald als hilfreicher CO2-Speicher verliert immer mehr an Bedeutung, da bei uns bereits 70 % der Wälder als krank gelten. Wenn man dann noch die weltweiten Waldbrände beobachtet und die unglaublichen Brandrodungen der Regenwälder sieht, kann einem schon angst und bange werden.
Auf der anderen Seite haben wir in den Flüssen mit Niedrigwasser oder Überschwemmungen zu kämpfen, was für die Binnenschifffahrt auch immer problematischer wird.
Kritisch ist es auch für die Kraftwerke in ganz Europa, die für ihre Kühlung rund 43 % der Süßwasservorräte benutzen.
Durch die Abschmelzung der Polkappen und Gletscher steigt der Meeresspiegel und durch das schmelzende Eis und die aufgetauten Permafrostböden werden Unmengen an Methan und CO2 freigesetzt.
Auch durch die Verdunstung der aufgeheizten Meere entwickeln sich vermehrt immer stärkere Tropen- und Wirbelstürme, die alles zerstören was sich ihnen in den Weg stellt.
Die verstärkten extremen Wetterbedingungen richten immer verheerendere Schäden an, die ganze Gegenden unbewohnbar machen und uns nach letzten Schätzungen bis zu 300 Mio. Klimaflüchtlinge bescheren werden.
Das alles sind unumkehrbare Zustände, die sich immer weiter steigern werden, wenn wir die Erderwärmung nicht schnellstens stoppen.
Wir als Rentnergeneration in Deutschland werden die sich steigernden Umweltkatastrophen nicht mehr voll miterleben, aber in anderen bereits betroffenen Ländern schlägt die Natur schon unerbittlich zurück und bei uns wird es zeitversetzt in extremer Form auch einsetzen.

Die weltweiten Klimakonferenzen:

Die globalen Klimagipfel und Umweltkonferenzen sind für mich nur ein gezieltes Ablenkungsmanöver der international Verantwortlichen und Verursacher, die sich von den Wissenschaftlern ihre Schadensmeldung vorlegen lassen.
Seit 27 Jahren ringen Klimadiplomaten unter dem Dach der UN um ein weltweites verbindliches Abkommen, das die ständige ansteigende Erderwärmung stoppen soll.
Einige besorgte wissenschaftliche Experten lassen sogar ganz vorsichtig durchblicken, dass die 2 Grad Erderwärmungsgrenze unsinnig und kontraproduktiv ist und eigentlich auf die Temperatur vor der Industrialisierung zurückgeführt werden müsste.
Nach erheblichem Widerstand hat man wenigstens 2015 im Pariser Abkommen den Richtwert festgelegt, die Erderwärmung auf 2 % zu begrenzen. Ob sich die Erde daran hält weiß man noch nicht, jedenfalls findet Präsident Donald Trump als Vertreter der USA sich an nichts gebunden und China als Hauptverursacher braucht laut Zusage erst ab 2030 mit der CO2-Reduzierung zu beginnen.
Ähnlich erging es auch der Weltgemeinschaft, die sich jetzt zur UN-Generalversammlung in New York traf, wo alle bisherigen Maßnahmen und Erfordernisse voll am Ziel vorbeigingen.
Niemand traut sich so richtig die volle Wahrheit zu sagen und das sofortige Handeln einzufordern.
Dabei hat Greta Thunberg dort eine so eindrucksvolle und herzzerreißende Rede gehalten, die eigentlich ein direktes Umdenken in handfeste Beschlüsse bewirkt haben müsste.
Zornig und mit tränenerstickter Stimme rief sie den Delegierten der Generalversammlung zu:
„Wie könnt ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit Euren leeren Worten. Wir stehen am Anfang eines Massensterbens und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum.“
Da musste sogar unsere Kanzlerin Angela Merkel bemerken, dass der Weckruf der Jugend angekommen ist. Aber anscheinend nicht überall, denn die Bundeskanzlerin wies auch darauf hin, das ohne die USA, China und Indien alle Klimaanstrengungen vergeblich sein werden.

Das Klimapaket der Regierung:

Das bei den Klimaverhandlungen der Bundesregierung nichts Vernünftiges und Hilfreiches herauskommen konnte, war mir schon von vornherein klar.
Das traurige Ergebnis spiegelt nur das Unvermögen, das Unwissen und die Unfähigkeit der politischen Parteien wieder.
Wie dann die Presse trotzdem hingeht und mit einer beispiellosen Dreistigkeit dieses „Versagerpaket“ schönredet und als großartigen Erfolg verkauft ist schon einmalig.
Zu dieser lächerlichen Vereinbarung mit halbherzigen Miniansätzen, wo selbst niedrigste Erwartungen unterboten wurden, gab es ja auch reichlich Kritik von fast allen Seiten.
Sie bezeichnen dieses Ergebnis als vertane Chance, Komplettversagen, eine Bankerotterklärung, historische Pleite, oder als mutlos, zaghaft, wirkungslos und unwissenschaftlich.
Auch Vertreter von „Fridays for Future“ meinten, es gäbe keinen Verhandlungsspielraum, sondern nur überleben oder nicht, wenn wir heute nicht handeln, haben wir morgen die Katastrophe. Bei dieser richtigen Darstellung sind allerdings die zeitlichen Forderungen wie beim Kohleausstieg bis 2030 und Null Emissionen bis 2035 natürlich bei weitem nicht ausreichend. Das muss man leider auch den Kritikern aus den Umweltverbänden, den Wissenschaftsbereichen und auch den Grünen vorhalten, das niemand den Mut aufbringt, die Wirtschaft in klare Schranken zu verweisen.
Noch unverständlicher sind da natürlich die Maßnahmen im Klimapaket der Bundesregierung, die am 20.09.2019 beschlossen wurden und mit ihren bescheidenen Forderungen und Zielen leider in die falsche Richtung gehen.
Dieses Katastrophenpaket dann bei dem UN-Gipfel auch noch als große Errungenschaft und Vorbildfunktion zu verkaufen, ist schon sehr beschämend.
Was wir brauchen wären internationale Abkommen über verbindliche Direktmaßnahmen in folgenden Bereichen. Unmittelbare Stilllegung aller Kraftwerke auf fossiler Basis. Im Verkehrswesen die sofortige Umstellung aller Verbrennungsmotoren im Bereich Kraftfahrzeuge, Luftverkehr und Schifffahrt auf Wasserstofftechnik. Als 1. Schritt die direkte Halbierung der Landwirtschaft mit ihrer Tierzucht und Viehwirtschaft.
Die Zeit des Vertröstens, des Wartens und die Hoffnungen auf positive Ergebnisse sind vorbei. Es muss sofort geliefert werden und nicht erst in 10, 20 oder 30 Jahren, wo die Politiker die heute in der Verantwortung stehen, wahrscheinlich gar nicht mehr leben.

Inhalte des Klimapakets:

Das zentrale Instrument soll die CO2-Steuer und „Bepreisung“ durch Zertifikate werden.
Durch die Verteuerung von Benzin, Diesel, Strom, Heizöl, Erdgas, Kohle und KFZ-Steuern, sollen die Verbraucher zu einer besseren Verhaltensweise gedrängt werden.
Sogar der Regierungsberater und RWI-Präsident Christoph M. Schmidt bemängelt den zu niedrigen CO2-Preis von 10 Euro die Tonne und tendiert eher zu 25 Euro, auch wenn ab 2025 die Tonne dann 35 Euro kosten soll.
Dabei haben Wissenschaftler und Umweltexperten von 50 bis 100 Euro vorgeschlagen, um überhaupt eine Wirkung zu erzielen.
Hier wird mal wieder auf das falsche Pferd gesetzt, denn mit höheren Benzinpreisen von 3 bis 10 Cent werden sich die Bürger nur noch mehr ärgern, aber ihr Verhalten nicht verändern.
Angeblich will man dem Bürger ja nicht zuviel zumuten, doch wie immer trifft es in erster und letzter Linie die Allgemeinheit.
Kraftwerke und Industrie die bereits seit 2005 einen fröhlichen Handel mit Emissionszertifikaten betreiben, haben nicht dazu beigetragen, die Umweltbelastung oder die Erderwärmung zu verbessern.
Ganz im Gegenteil, sie haben damit sogar untereinander gute Geschäfte gemacht und die entstandenen Kosten über den Preis an den Endverbraucher weitergegeben.
Dieser erfolglose Handel mit Verschmutzungsrechten und Umweltzertifikaten ist der größte Schwindel aller Zeiten und soll nun auf alle anderen Energieträger ausgeweitet werden.
Hier geht es nämlich nicht um Vermeidung von Schadstoffen, sondern sich das Recht zu erkaufen, weiterhin die Umwelt zu verschmutzen.
Dieser Emissionshandel in Form der CO2-Bepreisung ist das Perverseste was man sich nur Vorstellen kann, denn es ist die staatliche Genehmigung und Legalisierung zur weiteren Zerstörung unseres Planeten.
Das wäre genauso, als wenn ich jemanden umbringe, aber dafür stelle ich jeden Tag frische Blumen auf sein Grab.

Schauen wir uns an, was die „GroKo“ uns sonst noch für faule Eier in das Klimanest gelegt hat. Da hätten wir als bedeutenden Fehlgriff erst einmal die unsinnige Bezuschussung beim Kauf von Elektrofahrzeugen.
Die staatliche Subventionierung und Förderung der Elektroautos mit ihren umweltfeindlichen Lithiumbatterien bei Herstellung und Endsorgung, geht völlig in die falsche Richtung, denn hier verschwendet man nicht nur unsere Steuergelder, sondern schädigt die Umwelt noch mehr als die Dieseldreckschleudern an Schadstoffen abgeben.
Für die Batterien benötigt man Unmengen an Lithium, Kobald und Nickel, die in Bolivien, Chile und Argentinien unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen gewonnen werden.
Das selbst die Grünen diese Tatsache nicht begriffen haben und selbst auch höhere Prämien beim Neukauf eines E-Fahrzeuges befürworten, ist einfach unglaublich.
Genauso unfassbar ist auch der Missbrauch der Wissenschaft, wo man die Väter der Lithium- Batterien und Akkus mit dem Nobelpreis ehrt und die Schädlichkeit vollkommen ignoriert.
Hier wird auch wieder einmal deutlich, wie eng die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist, die ja nicht nur vom Nutznießer sondern auch vom Staat gefördert wird.
Wenn man dann bedenkt, dass die gesamte Automobilindustrie als einer der größten Problembereiche auch noch zusammengerechnet mit Zuschüssen, Prämien und Forschungsmittel jährlich mit 88 Mrd. subventioniert wird, ist das völlig absurd.
Wenn ich dann die bescheidene Summe von 54 Milliarden Euro für das Klimapaket dagegen rechne, das bei voller Umsetzung gerade einmal 1/3 der vorgesehenen Reduzierungen erreichen wird, ist das doch wohl mehr als nur mager.
Damit wäre auch das Argument widerlegt, es ist kein Geld da, denn wenn ich die 88 Mrd. für den Autoverkehr und die 50 Mrd. an derzeitigen Rüstungsausgaben sehe, die noch auf 2 % des Bruttoinlandsprodukt (BIP), also auf 85 Mrd. Euro aufgestockt werden sollen, könnte man damit besseres anfangen. Hinzu kommt ja noch, dass der Staat im ersten Halbjahr 2019 rund 45,3 Mrd. Euro mehr eingenommen hat als vorgesehen.
Eines steht jedenfalls schon fest und wird auch gar nicht mehr bestritten: Deutschland wird sein Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 % bis zum Jahre 2020 zu reduzieren deutlich verfehlen. Genauso unrealistisch ist es, den CO2-Ausstoß bis zum Jahre 2030 um 55% gegenüber 1990 abzubauen. Wer dann noch das Märchen glaubt, das man es bis 2050 schafft, völlig CO2-Imissionsfrei, also klimaneutral zu sein, dem ist nicht mehr zu helfen.
Außerdem muss man mit diesen Begriffen und der Wertvorstellung vorsichtig umgehen, denn es gibt Zyniker, die die weltweiten Waldbrände auch als klimaneutral bezeichnen.
Es gibt ja auch noch weitere Wünsche die wahrscheinlich auch nicht in Erfüllung gehen, denn man möchte bis 2030 auch den derzeitigen Ökostrom-Anteil von 38 auf 65 % steigern.
Das hätte man schon längst erreichen können, wenn man diese Entwicklung nicht selbst mit EEG-Umlagen und anderen Tricks boykottiert und mit zahlreichen Maßnahmen verhindert hätte.
Genauso war vorhersehbar, dass die Stromnetztrassen rechtzeitig fertig gestellt sein müssen, um den Strom aus den Windkraftanlagen von der Küste ins Inland zu transportieren.
Dann soll auch die Luftverkehrssteuer mindestens um lächerliche ca. 10 % erhöht werden, als wenn das bei dem ruinösen Wettbewerb der Billigflieger jemanden davon abhalten würde zu fliegen.
Ganz vernünftig hingegen ist die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7%, leider nur im Bahnfernverkehr, was eine Fahrpreisermäßigung von 10 % beinhalten soll.

Zu begrüßen sind auch die kräftigen Investitionen im gesamten Bahnverkehr, wo in den nächsten 10 bis 12 Jahren insgesamt 156 Mrd. Euro aus Mitteln des Bundes und der Bahn eingesetzt werden, woraus 86 Mrd. aus dem Klimaschutzprogramm stammen.
Ob die finanziellen Mittel den gewünschten Erfolg bringen, ist allerdings nicht gewährleistet.
Denn die Bahn schiebt nicht nur einen riesigen Investitionsstau vor sich her, sondern es fehlt vor allem ausreichendes Fachpersonal für die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen.
Außer den ganzen Umbauplänen muss auch wieder die Verlässlichkeit und Pünktlichkeit garantiert werden, um das Umsteigen auf die Bahn attraktiv zu machen.

Viel zu gering und sehr vage sind die Förderzusagen im ÖPNV die sich derzeit nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz auf 330 Mio. belaufen. Im Jahre 2020 sollen sie auf 665 Mio. und 2021 auf 1 Mrd. erhöht werden und im Klimapaket steht, dass man die Mittel ab 2025 auf 2 Mrd. steigern will. Allerdings hat das bisher keine Vorteile für die Bürger, wie gerade die Fahrpreiserhöhungen zwischen 1,8 und 3,3 % zeigen.
In diesem Zusammenhang möchte ich nicht unterschlagen, dass auch etwas für die Radfahrer getan werden soll.

Ein weiterer Bereich wo viel falsch gemacht wird, ist das Bauwesen mit seinen Wohnungsbaugesellschaften, die gerne die Fördergelder in Anspruch nehmen und alleine davon profitieren.
Damit sparen sie eigene Investitionen und schlagen trotzdem alle Kosten auf die Miete um und kassieren somit doppelt ab.
Diesem Missbrauch muss natürlich ein Riegel vorgeschoben werden, denn sonst verweigern die Mieter energetische Maßnahmen aus berechtigter Angst, weiter Nebenkosten- und Mieterhöhungen tragen zu müssen.
Die Wohnungsbaugesellschaften müssten ohne Mieterhöhungen verpflichtet werden, ihren Wohnungsbestand nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten nachzurüsten.
Sie müssten ihre Häuser mit sinnvoller Wärmedämmung, Solarstrom, Wärmepumpen und umweltfreundlicher Heizungstechnik versehen.
Mit diesen energetischen Sanierungsmaßnahmen wäre der Eigenbedarf an Strom abzudecken, sodass man kaum mehr Energie von außen benötigt.
Bei Neubauprojekten sollte dies längst eine Selbstverständlichkeit sein und wenn man diese ganzen Erfahrungen und Vorgehensweisen nutzt, benötigt man auch keine alten wie auch neue Öl- und Gasheizungen mehr.
Die Holzwirtschaft hat natürlich enorme Verluste hinnehmen müssen, aber das lag natürlich auch an der profitorientierten Monokultur der Waldbesitzer.
Jetzt sollen sie ja in den nächsten 4 Jahren mit 800 Mio. Euro gefördert werden, um entsprechenden Mischwald anzupflanzen.
Die nun angefallenen Holzmengen aus Waldschäden hätte man nun sehr kostengünstig in umweltfreundlichen Holzschnitzelkraftwerken mit Wärmekopplung verwerten können. Diese effiziente Form der Energiegewinnung wurde von mir in Bottrop vorgeschlagen, doch mit der Begründung abgelehnt, man hätte langfristige Verträge mit RWE.
Außer einigen harmlosen Verbesserungen ist im Klimapapier kaum etwas von einer klimafreundlichen Landwirtschaft und der Abschaffung der industriellen Tierhaltung zu finden. Obwohl dies nicht gerade unwichtig wäre, denn auch bei uns in NRW wird ¼ der Ackerfläche für Tierfutter und Biogasanlagen benutzt. Daher brauchen wir kleine übersichtliche landwirtschaftliche Ökobetriebe mit direktem Hofverkauf.
Hiermit möchte ich dann die Ausführungen zum 54 Mrd.-Klimapaket abschließen, obwohl es noch einige dutzende unbedeutende kleinere Maßnahmen enthält.
Doch die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind leider weit nach hinten auf den Zeitpunkt des Untergangs vertagt worden.

Obwohl viele Maßnahmen sogar reine Wirtschaftsförderungsprogramme für die Verursacher sind, bezeichnen die Wirtschaftsverbände das Klimapaket als ineffektiv und schädlich für den Standort Deutschland.
Ihnen geht das alles zu weit, denn sie fühlen sich in ihrer Freiheit gestört, ihre Geschäfte auf Kosten der Menschen und der Umwelt uneingeschränkt fortzusetzen.
Daher wünschen sich Wirtschaft und Politik, dass die Initiativen von „Fridays for Future“ und die „Extinction Rebellion“ bald wieder friedlich einschlafen.
Dabei wird die Wirtschaft echt verschont und die Belastungen landen im Endeffekt wieder beim kleinen Mann/Frau. Dazu haben die Politiker richtig gute Sprüche und Aussagen auf Lager, doch reden und handeln sind eben zwei unterschiedliche Dinge.
Bundespräsident Steinmeier sagte so zutreffend: „Die alarmierende Dynamik des Klimawandels lässt uns keine Wahl, wir müssen schneller und entschiedener handeln.“
Die Grünen-Chefin Annalena Baerbock meinte: „Wir brauchen einen Systemwechsel, der Wohlstand muss vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden.“
Und unsere Kanzlerin bemerkte: „Der Klimawandel sei nicht weniger als eine Menschheitsherausforderung“.
Leider kommt diese Erkenntnis nach einer 14 jährigen Amtszeit viel zu spät und man möchte diesen alten Klappergaul von Regierung am liebsten aus dem Verkehr ziehen, denn sie reitet längst auf einem toten Pferd und will einfach nicht absteigen.

Ablenkungsmanöver Verbraucher:

Es wird gerne auf die Verantwortung und den Einfluss der Verbraucher hingewiesen, was in manchen Fällen im bescheidenen Rahmen vielleicht stimmen mag.
Aber entscheidend ist doch, die Ursache zu beseitigen, damit keine Fehlentwicklungen entstehen oder weiter fortgesetzt werden.
Unser getriebenes Wirtschaftssystem zwingt uns nahezu dazu, mitschuldig zu werden, weil wir durch Kaufanreize, Werbungen und Versprechungen aus diesem Teufelskreis kaum wieder herauskommen.
Sie haben uns Konsumenten hervorragend dressiert, ihr Spiel ohne großen Widerstand mitzumachen und jedem Sonderangebot hinterher zu jagen, ohne alles zu hinterfragen.
Wir wurden zu dem gemacht was wir sind, willige Verbraucher und Konsumenten denen man die Schuld bequem in die Schuhe schieben kann.
Da kann man schön von den entscheidenden Fragen und der eigenen Schuld ablenken, denn es ist ja der böse Verbraucher, der unbedingt billiges Fleisch und preiswerte Ware haben möchte und auch nicht auf sein Auto und seine Flugreise verzichten will.
Mit diesem Konsumdenken drängt uns dieses Wirtschaftssystem natürlich in eine Beschleunigungsspirale die dem Klima und der Umwelt schaden.
Wer will schon gerne an seinem Lebensstandard große Abstriche machen, wobei die Hälfte unserer Bevölkerung sowieso an der Armutsgrenze lebt, die über die Runden kommen müssen und wenig Interesse an Verpackungs- und Kunststoffprobleme haben.
Wenn man uns überhaupt etwas vorwerfen kann, dann ist es unsere Bereitschaft, in allen möglichen Bereichen für dieses Wirtschaftssystem zu arbeiten, das uns und die Natur ausbeutet.
Doch hier unterliegen wir leider dem ökologischen Zwang, durch Arbeit unseren Lebensunterhalt zu verdienen, was auch immer wieder gerne als Druckmittel eingesetzt wird. Dadurch geraten wir wiederum in eine Abhängigkeit und sind mit diesem System verbunden, ob wir wollen oder nicht.
Das haben die Machthaber auch ganz geschickt aufgebaut und sichern damit ihre Herrschaft.
Sie haben eine überdimensionale Vielfalt an Institutionen und Gremien installiert, wo ihre willigen Mitstreiter finanziell gut versorgt werden, solange sie für ihre Interessen arbeiten.
Darin besteht allerdings auch eine große Gefahr, denn wenn wir unsere Macht erkennen und den Spieß umdrehen und diesem Wirtschaftssystem unsere Arbeitskraft entziehen, dann hat sich alles sehr schnell erledigt.
Somit besteht natürlich auch ein Zusammenhang zwischen Klima, Umwelt und Lebensweise, wenn gravierende Veränderungen am Arbeitsplatz erfolgen, oder durch Betriebsschließungen Umsetzungen erforderlich werden. Das dürfte allerdings kein Problem sein, denn gestandene Facharbeiter werden überall händeringend gesucht und für Kraftwerksarbeiter dürfte ein Wechsel in den Bereich der Wasserstoff- und Umwelttechnik keine Schwierigkeit sein.
Für vernünftige Regelungen und sozialverträgliche Absicherungen würde da schon die Gewerkschaft sorgen und in besonderen Fällen könnte man auch das „bedingungslose Grundeinkommen“ einsetzen.
Dies wäre auch eine Chance in umweltverträgliche Betriebe zu wechseln, wo sinnvolle Produkte hergestellt werden, ohne die Umwelt weiter zu belasten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es nicht der Verbraucher ist, der die entscheidenden Stellschrauben dreht, sondern eindeutig die Wirtschaft. Doch auch die vernünftigen Verhaltensweisen der Allgemeinheit sind nicht unwichtig und da kann jeder seinen Teil mit dazu beitragen. Noch wichtiger wäre natürlich, dass wir doch noch ein vorbildliches und vorzeigbares Klimapaket zusammenbekommen, das man als positives Beispiel auch auf andere Länder Übertragen könnte.

Sofortmaßnahmen:

Was wir unbedingt brauchen, ist eine sofortige weltweite Klimarevolution mit zeitlichen Ultimatumsforderungen. Wenn diese nicht erfüllt werden, müssen sich mit jeder Demo die Proteste verschärfen. Notfalls muss das bis zur Absetzung der unfähigen Regierungen gehen und stattdessen setzen wir eine Klimaregierung aus unabhängigen Fachleuten, Experten und Wissenschaftler ein, die in unserem Sinne handeln.
Da es hier nicht um ein einzelnes politisches Problem geht, sondern um die Existenz der Menschheit, muss uns jedes Mittel recht sein, den Untergang zu verhindern.
Wenn es überhaupt noch eine Rettung gibt, dann geht es nur in sofortigen radikalen Schritten.
Das ist natürlich eine gigantische Aufgabe, doch wenn wir damit scheitern, ist sowieso alles erledigt.
Es ist daher schon echt erstaunlich, dass egal aus welchem Bereich, es niemand wagt, die Dinge offen und ehrlich beim Namen zu nennen und zu sagen was dringend erforderlich ist.
Natürlich macht man sich damit keine Freunde und wird viele gegen sich aufbringen, doch die bisherigen beschlossenen Gegenmaßnahmen sind keine Zielsetzung, sondern der verzögerte Untergang. Anscheinend hat man immer noch nicht den Ernst der Lage erkannt, dass es die letzte Chance ist, mit weltweiten verbindlichen Maßnahmen den Planet zu retten.
Um die anschließend aufgeführten Einzelforderungen besser zu verstehen, möchte ich folgende Einführung geben.
Natürlich wird es von vielen Seiten direkt einen Aufschrei geben, das ist überzogen und unrealistisch, dann gehen bei uns sofort die Lichter aus.
Das ist natürlich völliger Unsinn, denn wir haben erst einmal enorme Überkapazitäten an Strom, für deren Abnahme wir an der europäischen Strombörse in Leipzig (EEX) sogar Strafen bezahlen müssen.
Diese existierenden Strombörsen mussten sowieso schon längst verstaatlicht sein, denn dort werden enorme Geschäfte mit den von uns subventionierten Strom gemacht und die Preise manipuliert. Hier könnte man auch im Notfall im länderübergreifenden Ausgleich und Austausch zusätzlichen Strom einkaufen.
Auch die Windräder werden immer wieder abgestellt, da die erzeugten Mengen nicht abgenommen werden können und dabei sind die riesigen Windparks von der Küste noch gar nicht ans Verteilernetz angeschlossen. Wenn die erforderlichen Stromtrassen und der Netzausbau erst einmal fertig gestellt sind, kann der Strom auch dahin fließen wo er wirklich gebraucht wird.
Aus eigener Anschauung habe ich bei uns in Bottrop erleben müssen, dass unsere Kokerei ihr überschüssiges Gas in die Umwelt abfackelte, da diese Mengen nicht absetzbar waren.
Sonnenergie könnte auch mehr und vielfacher genutzt werden, dazu haben Wissenschaftler errechnet, das mit 6 Stunden Sonneneinstrahlung in den Wüsten soviel Energie gewonnen werden könnte, um Deutschland 1 Jahr lang zu versorgen.
Die Wohnungsbaugesellschaften müssten zur Nachrüstung ihrer Häuser mit Solarstrom und Erdwärme und Wärmedämmung verpflichtet werden, sodass kaum mehr Strom von außen mehr benötigt wird, denn nur die Umstellung von Ölheizung auf Gasheizung bringt nichts.
Außer, dass vorerst einige Kraftwerke sowieso in Reserve gehalten werden, wäre es auch sinnvoll, in Industrie- und Gewerbegebiete ökologische Kraftwerke auf Holzschnitzelbasis und Biogas für das Nah- und Fernwärmenetze mit integrierter Kraftwärmekopplung zu installieren, bis auch hier die Wasserstofftechnik voll eingesetzt werden kann.
Vernünftig wäre es auch, überall dort wo es möglich ist, Speicherkraftwerke zu bauen, die bei erhöhtem Strombedarf problemlos eingesetzt werden können.
Eine weitere einfache Möglichkeit wäre der sorgsame und sparsame Umgang mit Strom und Wasser, anstatt bedenkenlos und verschwenderisch damit umzugehen.
Die industrielle Landwirtschaft mit ihren Großbetrieben muss unbedingt verschwinden.
Gefördert werden dürfen nur noch begrenzte kleine übersichtliche ökologische Betriebe, wo auch die Tierhaltung entsprechend den Bedürfnissen angepasst ist.
Wenn man durch die Geschäfte geht und erschreckend feststellt, was für ein überflüssiger und Umwelt belastender Unsinn mit minderwertiger Ware und schlechten Qualitäten da hergestellt werden, kann man den Großteil direkt abschaffen.
Auch das erschlagende Überangebot an Lebensmitteln, das gleichzeitig von vielen Firmen produziert wird, ist zu unterbinden.
Ebenfalls hat sich die Verpackungsindustrie vom Plastik zu verabschieden und der Onlinehandel wird verboten.
Wenn wir alle aufgezeigten Möglichkeiten direkt in Gang setzen, könnten wir mit Sicherheit sofort auf die Hälfte der bisherigen Stromversorgung verzichten.
Wenn wir das alles nicht schaffen und unsere Erde ständig weiter aufheizen und damit immer mehr Menschen die Lebensgrundlage entziehen, ist damit zu rechnen, dass bis zu 300 Mio. Klimaflüchtlingen zu uns kommen werden.

Hauptforderungen und Direktmaßnahmen:

Die Braunkohlenförderung und Verbrennung in Kraftwerken ist sofort einzustellen.
Ab 2020 muss jeden Monat ein Kohlekraftwerk vom Netz genommen werden.
Ab 2020 darf kein Verbrennungsmotor oder Elektromotor mit Lithiumbatterien mehr laufen.
Kraftfahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe dürfen nur noch mit Wasserstoff angetrieben werden.
Alle übrigen Verbrennungs- und Industrieanlagen sind ebenfalls auf die Wasserstofftechnik umzustellen. Dazu sind ausreichende Wasserstoffproduktionsanlagen in Betrieb zu nehmen.
Wasserstofftechnik ist die perfekte Lösung für fast alle Energiebereiche und muss sofort und ausreichend zur Verfügung gestellt werden.
Ebenso dringend ist es, alle Kraft für den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien einzusetzen.
Die Wohnungsbaugesellschaften müssen verpflichtet werden, ihren Wohnungsbestand umzurüsten mit modernsten Dämmmaterialien und eine Stromversorgung über Sonnenenergie und Erdwärme, ohne die Mieter zu belasten.
Die Landwirtschaft mit ihrer industriellen Tierhaltung und Viehwirtschaft ist sofort zu halbieren und dann Schritt für Schritt weiter zurückzuführen. Erlaubt sind nur noch begrenzte kleine übersichtliche ökologische Betriebe, wo auch die Tierhaltung entsprechend den Bedürfnissen angepasst ist.

Weitere Maßnahmen:

Die Weltbevölkerung sollte nicht weiter wachsen, sondern muss durch geeignete Maßnahmen verringert werden.
Das Wirtschaftswachstum ist zu reduzieren und Export und Import sind auf das notwendigste Maß zurückzuführen.
Eingeführt werden darf nur, was wir in unserem Land nicht selbst herstellen oder erzeugen können.
Die Wirtschaft konzentriert sich schwerpunktmäßig auf den Binnenmarkt und die Versorgung der eigenen Bevölkerung.
Alle Bereiche die zur staatlichen Daseinsfürsorge gehören, werden entprivatisiert und vergesellschaftet.
Der ÖPNV muss ganz besonders gefördert werden und kostenlos zur Verfügung stehen.
Seit der Privatisierung der Bahn wurde das Unternehmen abgewirtschaftet und hat sich stark verschuldet. Diese ganzen Fehler müssen korrigiert werden und die bereitgestellten Finanzen in Erneuerung stillgelegter Strecken, Aufstockung des Personals, moderne Züge und erhebliche Vergünstigung der Fahrpreise investiert werden.
Ebenso ist das Radwegsystem besonders im dicht besiedelten Ruhrgebiet perfekt auszubauen.
Der Lebensmitteltourismus wird abgeschafft und damit werden auch die unnötigen Transporte verringert.
Lebensmittelvernichtung von der Produktion bis zum Endverbraucher ist verboten.
Werbung ist zu verbieten und das Überangebot aller Produkte wird halbiert und weiter zurückgenommen auf das notwenige und vernünftige Maß.
Die Herstellung von Kunststoffen wird verboten und was sich noch im Umlauf befindet muss zu 100 % recycelt werden.
Stopp jeglicher Waldvernichtung, stattdessen müssen die verloren gegangenen Waldflächen durch neuen Mischwald wieder aufgeforstet werden.
Das hat auch mittlerweile die Umweltministerin Svenja Schulze erkannt und für NRW 100 Millionen Euro für die Aufforstung von 180.000 Hektar Wald genehmigt, um ein klimastabiles und hochwertiges Waldökosystem wiederherzustellen.
Es gibt sogar positive Vorzeigeobjekte, die als Exportschlager in andere Länder zu empfehlen wären. Wir haben nämlich in Bottrop eines der modernsten Kläranlagen in Betrieb, das so gut wie autark arbeitet und angeblich 60.000 Tonnen CO2 einspart. Hier wird aus stark verschmutzten Abwässern nahezu Trinkwasserqualität gemacht und die Abfälle sinnvoll verarbeitet und genutzt.
Damit diese ganzen vorgeschlagenen Maßnahmen auch wirklich greifen können, ist natürlich eine sofortige Umsetzung erforderlich, um eine notwendige Klimaverbesserung zu erreichen.
Eine weitere wichtige Voraussetzung für Erfolg, ist die Ausrüstung der internationalen Klima- und Umweltbewegung mit diesen aufgeführten Forderungen.

Artensterben:

„Jedes Jahr der weiter steigenden Emissionen bringt Wirtschaften und Haushalte, Leben und Lebensgrundlagen in Gefahr“, warnen auch Christiana Figueres und weitere Klimaforscher in einem Kommentar.
Das bestätigen auch die 145 Experten des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) die jetzt schon Ausmaße aufzeigen, die man sich gar nicht vorstellen kann.
Hauptverantwortlich für die rücksichtslose Vorgehensweise ist die Wirtschaft, die das enorme Artensterben zu verantworten hat.
Bereits die Hälfte aller Tiere und Pflanzen sind verschwunden und täglich kommen 130 Arten dazu die aussterben.
Auf unserem Planeten existieren derzeit noch 8 Mio. Arten und davon sind 5,5 Mio. Insekten.
Davon sind auch weiterhin eine Millionen Arten vom Aussterben bedroht.

Auswertung:

Wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, glaube ich bei der Vielzahl der Probleme und den internationalen Zusammenhänge nicht mehr an eine rechtzeitige Lösung.
Denn trotz aller Klimakonferenzen, Umweltgipfel und Warnungen der Wissenschaftler, wird die Ernsthaftigkeit der Lage und die Gefahr des Untergangs nicht gesehen und ignoriert.
Das wird durch die unzureichenden Verhaltensweisen der Verursacherländer und dem lächerlichen Klimapaket in Deutschland eindeutig bewiesen.
Diese bewusste Ignoranz der Gefahr entspringt der wirtschaftlichen Systemhörigkeit und der Abhängigkeit der Politiker von der Wirtschaft.
Alle Maßnahmen die bisher ergriffen wurden, sind völlig dilettantisch und unzureichend, weil man der Wirtschaft nur nicht schaden oder wehtun will.
Denn die zentrale weltweite Aufgabe wäre es, dass sich die ganze Welt an diesen lebenswichtigen Maßnahmen aktiv zu beteiligen hätte.
Wahrscheinlich werden wir genau an dieser gigantische Aufgabe zerbrechen und letztendlich scheitern, da niemand verbindlich die notwendigen Maßnahmen zeitgebunden umsetzen wird.
Die weltweite Uneinigkeit wird alle notwendigen Schritte verhindern und es ist auch nirgendwo ein positiver Trend zu erkennen.
Außerdem werden die derzeitigen Machthaber und Nutznießer in Wirtschaft und Politik nicht freiwillig ihre Profitquellen aufgeben.
Von einem falschen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem kann man auch keine richtige Antwort erwarten.
Eine verlogene Welt sagt eben nicht die Wahrheit und mit Dummheit, Unwissenheit, Gleichgültigkeit, und Desinteresse bewirkt man auch keine Veränderungen.

Hier findet ein trauriges politisches Spektakel statt, wo alle mit falschen Karten spielen.
Während die Grünen mit einem eigenen viel zu schwachen Klimaentwurf versuchen, die unzureichenden Vorstellungen etwas zu verschärfen, ist die andere Seite nicht untätig.
Da arbeiten Lobbyisten, Unternehmer und Wirtschaftsverbände daran, die Regierungsparteien unter Druck zu setzen, um die Beschlussvorlage noch weiter abzuschwächen, was sowieso schon viel zu schwach ist. Aber wer glaubt das geht kaum noch, sieht sich getäuscht, denn die Regierung hat im bisherigen Gesetzentwurf die Formulierung von „bis zur Mitte des Jahrhunderts die Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen, in bis 2050 als langfristiges Ziel zu verfolgen geändert.“ Diese Abwertung entspricht ungefähr der Beurteilungsfloskel „er hat sich stets bemüht“, also im Klartext, er war ein fauler Hund und hat nichts geschafft. Gleichzeitig ist die vorgesehene Expertenkommission, die die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen kontrollieren sollte, entmündigt worden und darf keine Verbesserungsvorschläge mehr einbringen.
Doch im Grunde genommen diskutiert man hier nur um Nebensächlichkeiten, denn sogar bei einer Verschärfung statt einer Abschwächung bringt uns das Klimapaket nur dem Abgrund immer etwas näher.
Alle Bestrebungen der Regierung, die jetzt ein unwirksames Klimapaket verabschiedet haben, kann man wirklich nicht ernst nehmen, denn es dient nur dazu, die Öffentlichkeit zu beruhigen und den Unternehmern weiterhin freie Hand zu lassen.
Von der lobbyistischen Politik und korrupten Politikern ist da keine große Hilfe zu erwarten.
Sie setzen auf ihr eigenes Verständnis von Demokratie und „sozialer“ Marktwirtschaft und fühlen sich in ihrem Selbstbedienungsladen recht wohl.
Beschlüsse alleine Bewirken erst einmal gar nichts, denn sie müssen ja noch von der Wirtschaft durchgeführt werden und die haben natürlich gar kein Interesse daran.
Aus diesem Grunde versucht man auch die Klimabewegungen ins lächerliche zu ziehen und spricht von übertriebener Weltuntergangsstimmung und unsinniger Klimahysterie.
Stattdessen sollte man lieber der Wirtschaft vertrauen, die mit ihrer Innovationskraft längst dabei ist, alle Probleme zu lösen.
Hier wird die Wahrheit mal wieder voll auf den Kopf gestellt und die Wirtschaft als ursprünglicher Verursacher aller Probleme, nun als Retter und Lösungsbringer gefeiert.
Da man die Wirtschaft ja schonen muss und nicht belasten darf, weisen die Energiekonzerne wie RWE bereits auf die zusätzlichen Kosten und Ersetzung der entgangenen Gewinne hin.
Dabei müsste man sie genau umgekehrt regresspflichtig machen für die bereits angerichteten Schäden.
Da bisher alles an den bestehenden Machtstrukturen gescheitert ist, muss man diese zerstörerische Wirtschaftslogik der Finanzindustrie und Großkonzerne durchbrechen und die Wirtschaft vergesellschaften, wie es die IGM schon einmal gefordert hat.
Umwelt- und Klimaschutz kann erst dann richtig funktionieren, wenn wir das kapitalistische Ausbeutungssystem beseitigt haben.
Ein bekannter Kabarettist sagte zu dieser Problematik so trefflich:
„In unserer Demokratie stecken die meisten Schwerverbrecher und Wirtschaftskriminellen nicht in den Gefängnissen, sondern sitzen in den Konzernspitzen, den Bankenvorständen und in den Regierungen.“

Informationen und Berichte gibt es ja reichlich, doch alleine sagen sie nicht viel aus, sondern locken uns gerne auf eine falsche Fährte. Da muss man schon zwischen den Zeilen lesen können und über Hintergrundwissen verfügen, um diese korrekt einzuordnen und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Wenn wir jedoch nicht unmittelbar die aufgeführten Maßnahmen umsetzen, können wir es auch gleich ganz lassen. Dann lieber kurz und schmerzlos untergehen, denn sonst ist es nur eine Verlängerung des qualvollen Sterbens.
Denn wir sind von der Natur abhängig und nicht umgekehrt und wenn wir dem Klima keine Gelegenheit geben sich zu erholen, sondern immer neue Schadstoffmengen erzeugen, entziehen wir uns unsere eigene Existenzgrundlage.
Und genau damit setzt sich unser Staat ins Unrecht, da er das Recht auf Unversehrtheit und Leben gegenüber seinem Volk verletzt. Unter diesen Bedingungen haben die Bürger das Recht, Widerstand zu leisten und sich gegen staatliche Gesetze oder Maßnahmen aufzulehnen und den Gehorsam zu verweigern.
Bertolt Brecht schrieb damals schon, „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Ebenso gibt es aus geschichtlicher Sicht die Aussage, dass blinder Glaube an die vermeintliche Richtigkeit staatlichen Handelns und mangelnder Zivilcourage den Boden für nationalsozialistisches Denken und Handeln bereitete.
Grundgesetz und Verfassung stehen da also auf Seiten des mündigen und selbst denkenden Bürgers, der aus Notwehr zum politischen Ungehorsam greifen muss.
Das hört unsere Regierung natürlich überhaupt nicht gerne, denn sie fürchten um ihr Gewaltmonopol das sie ständig missbrauchen, indem sie die Polizei gegen Demonstranten einsetzen und die illegalen Vermögen der Reichen schützen.
Wie heißt es so schön in Artikel 20 des Grundgesetzes: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Warum fürchtet sich die angebliche Demokratie dann eigentlich so davor, wenn das Volk sein eigenes Recht wahrnimmt.
Die Erklärung dafür wird wohl sein, dass wir gar keine Demokratie haben, denn Demokratie bedeutet Volksherrschaft.
Anscheinend hat man darunter überall die Beherrschung des Volkes verstanden, denn warum demonstrieren sonst auf der ganzen Welt die Menschen gegen ihre eigenen gewählten Regierungen.
Doch in diesem Kampf ums überleben verbirgt sich auch die weltweite Chance, dass sich die Menschheit von ihren Beherrschern und Unterdrückern befreien kann.
Gut, ein schöner Wunschtraum, aber er würde damit alles verändern und in die Weltgeschichte eingehen.
Wenn man sich zum Schluss diese umfangreichen gesammelten Fakten einmal objektiv vor Augen führt, wird einem hoffentlich klar, in welch einer kritischen aber auch entscheidenden Situation wir uns alle befinden.
Wer seinen Kindern oder den nächsten Generationen noch eine lebenswerte Zukunft bieten will, sollte sich unbedingt engagieren, denn Visionen, Forderungen und sinnvolle Maßnahmen gibt es genug, aber es fehlt die Umsetzung.
Manch einer wird sich fragen warum ich mir diese ganze Arbeit gemacht habe, da es mir persönlich ja keinerlei Vorteile bringt.
Genau deshalb habe ich auch keinen Grund die Unwahrheit zu sagen und sehe es aber als meine Pflicht an, mein Wissen weiterzugeben, damit niemand sagen kann, das habe ich nicht gewusst.

Man sollte nichts verleihen.
Selbstmord auf Raten.
Autor:

Rolf Zydeck aus Bottrop

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