Ministerpräsident Armin Laschet auf Prosper-Haniel

Um den Einsatz der vielen hunderttausend Bergleute zu würdigen, hat Ministerpräsident Armin Laschet eine Grubenfahrt im Bergwerk Prosper-Haniel unternommen. Foto: RAG
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Mit dem Abschied von der Steinkohle geht in diesem Jahr eine industrielle Ära zu Ende, die Nordrhein-Westfalen tief geprägt hat. Um den Einsatz der vielen hunderttausend Bergleute und ihren Beitrag zum Wohlstand und Fortschritt Nordrhein-Westfalens zu würdigen, hat Ministerpräsident Armin Laschet eine Grubenfahrt im Bergwerk Prosper-Haniel unternommen.

Dabei wurde der Ministerpräsident unter anderem von mehreren nordrhein-westfälischen Bergleuten mit Zuwanderungsgeschichte begleitet. An der Grubenfahrt nahmen ebenfalls Bernd Tönjes, Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung, und Werksleiter Jürgen Kroker teil. Auch der Vater von Ministerpräsident Armin Laschet, Heinz Laschet, der selbst Steiger in einem Alsdorfer Bergwerk war, gehörte zu den Ehrengästen, die einen Abbaubetrieb im Flöz Zollverein von Prosper-Haniel besuchten.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Mich erfüllt tiefe Wehmut, dass am 21. Dezember hier im Ruhrgebiet die letzte Schicht verfahren wird. Umso mehr freut es mich, dass ich heute gemeinsam mit meinem Vater und aktiven Kumpeln eine letzte Fahrt in den eindrucksvollen Abbaubetrieb im Flöz Zollverein in Prosper-Haniel unternehmen konnte. Wer hier unter Tage, 1.200 Meter in der Tiefe, mit eigenen Augen sieht, welche immensen Strapazen die Kumpel bei der Kohleförderung auf sich nehmen, der muss unseren Bergleuten und ihrer Lebensleistung hohen Respekt zollen.“

Laschet weiter: „Besonders freut mich, dass ich heute bei der Grubenfahrt Kumpel mit Zuwanderungsgeschichte an meiner Seite habe. Denn es waren auch sie, die wir im Ausland angeworben haben und die als Bergleute einen wichtigen Beitrag für den Wohlstand unseres Landes geleistet haben. Ich möchte ihnen allen meinen Dank sagen, was sie für Nordrhein-Westfalen geleistet haben.“ Mit dabei war auch Staatssekretärin Serap Güler und ihr Vater, der als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kam und auf der Zeche Auguste Victoria in Marl als Bergmann arbeitete.

Bei der Grubenfahrt wurden Ministerpräsident Armin Laschet und die weiteren Teilnehmern per Förderkorb innerhalb von rund anderthalb Minuten auf die 1.200 Meter tiefe siebte Hauptsohle des Bergwerks Prosper-Haniel geführt. Zu Fuß und per so genannter „Dieselkatze“-Bahn fand bei rund 30 Grad Lufttemperatur eine Erkundung des noch laufenden Produktionsbetriebs im Flöz Zollverein unter Tage statt. Unter anderem konnte sich der Ministerpräsident über die Förderarbeit mithilfe eines Schrämwalzenladers informieren, der zu den modernsten Kohleabbau-Maschinen der Welt gehört.

Mit dem Blick auf die Zukunft des Ruhrgebiets gerichtet, sagte Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Steinkohle geht, aber was bleibt, sind die Werte der Bergleute: sich aufeinander verlassen können und Menschen nicht nach ihrer Herkunft und Religion beurteilen. Genau hier setzt die Landesregierung mit der Ruhr-Konferenz an, in der besten Tradition des Steinkohlebergbaus setzen wir auf das Miteinander und die Bündelung aller Kräfte, um die Potenziale des Ruhrgebiets weiter zu entfalten. Gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Sport, Stiftungen und Gewerkschaften wollen wir das Ruhrgebiet zu einer erfolgreichen Metropolregion im digitalen Zeitalter entwickeln.“

Autor:

Judith Schmitz aus Bottrop

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