Kumpel für AUF Gelsenkirchen/Bottrop/Gladbeck
Schmerzliche Schlappe für die RAG in dem Streit ums Deputat – Kumpel für AUF fordert zusätzliche Zahlungen für 124 000 Deputatberechtigte Bergleute

Schmerzliche Schlappe für die RAG in dem Streit ums Deputat – Kumpel für AUF fordert zusätzliche Zahlungen für 124 000 Deputatberechtigte Bergleute
Nach offiziellen Angaben gibt es in Deutschland etwa 124 000 betroffene Anspruchsberechtige für Deputatzahlungen in Geld oder Lieferungen von Steinkohle als Deputat zum Heizen bei der Ruhrkohle AG.
Es ist ein seit Jahrzehnten bestehender durch Tarifvertrag gesicherter Anspruch der Bergleute, dass sie diese jährliche sogenannte „Energiebeihilfe“ auch als Rentner und nach ihrem Tode sogar ihre Witwen erhalten.
Das ist juristisch nichts anderes als eine Betriebsrente, wie es sie in zahlreichen Branchen gibt.
Seit dem Jahr 2015 versucht die RAG nun, diese tarifvertraglich abgesicherte Leistung zu kürzen oder sogar zu streichen, ein Teil der Bergleute sollte dabei mit einer sogenannte „Einmalzahlung“ abgefunden werden. Mehrere Hundert Bergleute, Bergbaurentner oder -witwen klagen seitdem gegen diese Kürzung bzw. Streichung.
Vor dem Landgericht Hamm musste jetzt die RAG zugeben, dass sie bei der Berechnung dieser „Einmalzahlung“ manipuliert hat. Bisher hatte sie immer gebetsmühlenartig wiederholt, alles sei „versicherungsmathematisch“ völlig korrekt gelaufen. Der IGBCE Vorstand in Hannover behauptete sogar, dieser Betrag sei höher als in anderen Branchen.
Nachdem diese Manipulation aufflog sah sich die RAG gezwungen, zwei Vergleiche anzubieten:
die Einmalzahlung wird um 15% erhöht
auch einem Teil der jüngeren Kollegen (die nach dem 1.7.1982 beim Bergbau angefangen haben) wird eine Einmalzahlung zugestanden.
Kumpel für AUF sieht dies als Offenbarungseid der RAG an. Sie - die in der Öffentlichkeit immer auf ihre sozialverträgliche weiße Weste so viel Wert legt - ist wegen ihrer eigenen Manipulationen gezwungen nachzulegen.
Nach dieser Aufdeckung vor dem Landgericht Hamm will Kumpel für AUF mit allen Betroffenen gemeinsam das Vorgehen und unsere weitergehenden Forderungen beraten.
Insbesondere fordern wir, dass zusätzliche Zahlungen nicht nur an mehrere hundert klagende Kollegen, sondern an alle 124 000 Anspruchsberechtigten erfolgen!
Dazu findet eine Versammlung für alle Betroffenen am Dienstag, den 18. Dezember um 18.00Uhr im Boyer Hof, Boyer Mark 4 in Bottrop statt.

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