Unterirdischer Abwasserkanal Emscher wird gegraben

Vor dem Riesenbohrer (v.l.): Dr. Jochen Stemplewski, Bürgermeisterin und Tunnelpatin Monika Budke und Alfred Sebl-Litzlbauer.
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  • Vor dem Riesenbohrer (v.l.): Dr. Jochen Stemplewski, Bürgermeisterin und Tunnelpatin Monika Budke und Alfred Sebl-Litzlbauer.
  • Foto: Michael Kaprol
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Nach alter bergmännischer Tradition wurde der künftige Tunnel hochoffiziell gesegnet und geweiht: Die Patenschaft übernahm Bürgermeis-terin Monika Budke. Der Abwasserkanal Emscher bildet die neue unterirdische Hauptschlagader des Emscher-Systems.

„Im Rahmen unseres 4,5 Milliarden Euro schweren Infrastrukturprojektes „Emscher-Umbau“ wird der größte Abwasserkanal nicht nur dieser Region, sondern wohl auch Deutschlands und Europas geschaffen. Er entlastet die Emscher, die bislang die Rolle des Hauptabwasserka-nals im Revier gespielt hat“, sagt Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Die bisherige Abwasserentsorgung mit offenen Schmutzwasserläufen ist zwar funktional, aber nicht zeitgemäß. Der Emscher-Umbau macht aus dem Gewässer wieder einen blauen Fluss mit grünen Ufern. Das Schmutzwasser dagegen wird unter die Erde verbannt.„Dass der Emscher-Umbau über die Wasserwirtschaft hinaus Impulse gibt und neue Zukunftsperspektiven für die Region eröffnet, das wird nicht nur am Phoenix-See in Dortmund deutlich, sondern auch hier im Bernepark in Ebel. Hier konnten wir eine alte Kläranlage mit einer interessanten Nachnutzung mit Blumengarten, Parkhotel und Restaurant für die Bürger zugänglich machen“, so Stemplewski. Die Emschergenossenschaft freut sich, dass sie nach dem wiederum größten Bauabschnitt – die rund 35 Kilometer lange Teilstrecke von Dortmund bis zur Emscher-Kläranlage in Bottrop – die 3,5 Kilometer lange Teilstrecke vom Klärwerk Bottrop bis Lehmkuhle auf den Weg bringen kann.

3500 Meter
langer Bauabschnitt

Den Startschuss gaben die Tunnelpatin Monika Budke und Dr. Jochen Stemplewski gemeinsam mit dem Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler und Alfred Sebl, Geschäftsführer der Baufirma Porr aus Österreich.Der aktuelle Bauabschnitt erstreckt sich über 3500 Meter vom Pumpwerk Lehmkuhle bis zur Kläranlage in der Welheimer Mark. Der Kanal wird im Abstand von zirka 600 Metern mit Schachtbauwerken versehen. Diese dienen im späteren Betrieb als Einstiegsmöglichkeit für Wartung, Inspektion und Instandhaltung. Insgesamt werden elf Schachtbauwerke mit Durchmessern von maximal 23 Metern und Tiefen von maximal 32 Metern errichtet.

Die Bauarbeiten umfassen dabei im Wesentlichen den Erdaushub inklusive Bodenentsorgung, die Beton- und Stahlbetonarbeiten bezüglich des Ausbaus der Schachtbauwerke und die technische Ausrüstung der Schachtbauwerke. Der Abwasserkanal wird aus Stahlbetonrohren mit einem Innendurchmesser von 2,80 Meter verlegt. Dies erfolgt in geschlossener Bauweise in Tiefen von 15 bis 25 Metern unter dem Gelände.

Hintergrund
Im Oktober 2011 begannen in Bottrop die Arbeiten für den ersten Schacht. Nun startet die Emschergenossenschaft den ersten Vortrieb, der sich bis Anfang Februar 330 Meter weit durch die Erde graben wird. Insgesamt werden auf der 3,5 Kilometer langen Strecke etwa 1.050 Rohrelemente verlegt. Die Emschergenossenschaft plant die Fertigstellung dieses Bauabschnitts für Sommer 2015.

Vor dem Riesenbohrer (v.l.): Dr. Jochen Stemplewski, Bürgermeisterin und Tunnelpatin Monika Budke und Alfred Sebl-Litzlbauer.
Die Emschergenossenschaft hat ihren Riesen-Bohrer angeschmissen.
Autor:

Lokalkompass Bottrop aus Bottrop

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