"Die Medikamentensicherheit muss erhöht werden"

Andrea Multmeier (l.) und Frederike Lelgemann, Jürgen Heckmann, Lisa Remmers, Ulf Busen, Eva Schmeier und Lisa Remmers überzeugt, dass die gesetzlichen Vorgaben nicht ausreichen.
  • Andrea Multmeier (l.) und Frederike Lelgemann, Jürgen Heckmann, Lisa Remmers, Ulf Busen, Eva Schmeier und Lisa Remmers überzeugt, dass die gesetzlichen Vorgaben nicht ausreichen.
  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Bettina Meirose

"Mit Medikamentenfälschung kann mehr mehr verdienen als beim Drogenhandel" , ist Eva Schmeier von der Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs, überzeugt. Die Krebsselbsthilfegruppen in Bottrop, das Selbsthilfebüro und der Paritätische NRW, KG Bottrop, fordern Änderungen, um die Sicherheit der Medikamente zu erhöhen. In der nächsten Woche wird eine Petition nach Berlin geschickt. Diese kann - wahrscheinlich ab Montag - auch online unterschrieben werden. "Michael Gerdes hat uns versichert, dass er sich darum kümmert, das die Petition die richtige Stelle im Bundestag erreicht", sagt Andrea Multmeier, Kreisgruppen-Geschäftsführerin der Paritätischen und ergänzt: "Wenn es mehr als 50.000 Unterzeichner gibt, wird sich mit der Petition in einer öffentlichen Anhörung beschäftigt."
Gefordert wird, unangekündigte Kontrollen der Apotheken durch die Amtsapotheker durchzuführen. "Das erhöht das Risiko für den Apotheker, bei Verstößen erwischt zu werden und ist außerdem Whistleblower-Schutz", so Frederike Lelgemann vom Selbsthilfe-Büro Bottrop. Durch unangekündigte Kontrollen konnte auch der Whistleblowerschutz verbessert werden. "Uns geht es hierbei nicht um den Apotheker-Skandal, wir wollen in die Zukunft schauen und nicht erst die Ergebnisse der Gerichtsverhandlung abwarten", so Multmeier. "Der aktuelle Fall zeigt uns, dass es Schwächen gibt. Wir wollen die Stellschrauben finden."
Ziel ist es, das Vertrauen der Patienten wiederherzustellen. Das soll auch durch eine Plausibilitätskontrolle des Wareneingangs und -ausgangs durch das Finanzamt gelingen, damit auffällt ob mehr oder weniger abgegeben als eingekauft wurde. Wenn ohne Verdacht keine Proben kontrolliert werden können, sollte das bei den Rückläufern stichprobenartig vorgenommen werden. "Zur Monopolvermeidung müssen mehr Schwerpunktapotheken zugelassen werden", so Multmeier. Weitere Forderungen sind die Einführung einer Dokumentationspflicht, damti der Verlauf eines Wirkstoffes über die Verarbeitung bis zur Abgabe dokumentiert werden kann sowie die Bekanntgabe der Herstellungszeiten, damit die unangekündigten Kontrollen zur passenden Zeiten erfolgen können.

Autor:

Bettina Meirose aus Bottrop

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