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Christa Badde (vorn) und ihre Schwester Anne Becker haben alle Hände voll zu tun. Pro Tag fertigen sie mindestens 15 Masken.
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  • Christa Badde (vorn) und ihre Schwester Anne Becker haben alle Hände voll zu tun. Pro Tag fertigen sie mindestens 15 Masken.
  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Bettina Meirose

Tierfreundin Marion Müller-Landsberger hat ganz besondere Behelfsmasken genäht. Wer eine haben möchte, bekommt sie an der Knippenburg 74 - dort steht auf dem Hof ein Fahrrad mit Körbchen und Glas. "Einfach eine Maske aus dem Körbchen nehmen und Geld in das Glas stecken - jeder gibt, so viel er möchte." Das Geld wird dem Tierheim gespendet.  Außerdem haben zwei Rentnerinnen über 350 Masken gefertigt. Und täglich kommen 15 bis 20 dazu.

Homepage der Essener Feuerwehr

"Meine Schwiegertochter fragte, ob ich nicht Lust dazu hätte - schließlich darf ich meine Enkel nicht betreuen, die Vier sehe ich zur Zeit nur digital über Facetime", erzählt die 69-Jährige, die zur Zeit ihr Haus aus Angst vor Corona nicht verlässt. "Das Nähen ist genau mein Ding - schnell rief ich meine Schwester an, und auch die war sofort begeistert und wollte mitmachen." Die Schwiegertochter hatte ihnen die Anleitung zum Maskennähen von der Homepage der Essener Feuerwehr runtergeladen. Jetzt konnte es ans Werk gehen.
Morgens um 9 Uhr starten die Zwei ihr Maskenwerk, erst um 17 Uhr haben die beiden Damen Schicht. Zwischendurch kocht Christa Badde, kümmert sich um Haus und Garten und eine Kaffeepause darf auch nicht fehlen.
Nicht allein die Rechtsanwaltspraxis ihres Sohnes hat Christa Badde zusammen mit ihrer Schwester bereits mit Masken versorgt: Auch Freunde und Nachbarn sowie "Handwerksbetriebe, die ja sonst nicht ins Haus kommen können", profitierten von der Arbeit der beiden Rentnerinnen.
Nähen können Christa Badde und Anne Becker schon lange. Auch Christas Sohn, ihre Tochter und die Enkelkinder konnten das bereits von Kindheitsbeinen an sehen.

Keine Kosten produzieren

"Diese Arbeit schaffen wir nur zu Zweit, denn auch die Bänder für die Masken werden nicht gekauft, sondern selbst geschneidert", sagt Christa Badde und führt aus: "Wir wollen keine Kosten produzieren. Stoffe und ein Kilo Aluminium-Draht - wir haben mittlerweile mehr als acht Kilometer Faden verarbeitet - werden uns von Freunden, Verwandten und einem Blumengeschäft gespendet."
Die Masken kosten nichts. Wer gerne etwas geben möchte - das Geld wird der Kinder- und Jugendarbeit der Rotarier gespendet. "So lange wir noch Materialien haben, nähen wir gerne weiter. Bestellungen nehmen wir unter Mailadresse christa@badde.info entgegen", bieten die engagierten Bottroperinnen an.

Christa Badde (vorn) und ihre Schwester Anne Becker haben alle Hände voll zu tun. Pro Tag fertigen sie mindestens 15 Masken.
Auch Tierfreundin Marion Müller-Landsberger hat  Behelfsmasken genäht.
Autor:

Bettina Meirose aus Bottrop

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