Corona: Bottroper Facebook-Gruppe ist auch analog zu erreichen
Jetzt auch mit Hotline: Den Nachbarn unterstützen

Die fünf Gründer der Initiative Sebastian Abend (Stadtmitte), Marco Lewis (Fuhlenbrock) Julia Peters (Stadtmitte), Simone Schubert (Alstadt-Ost) und Julia Vogt (Fuhlenbrock) haben in Corona-Zeiten die Luft angehalten und ein Selfie geschossen, um sich auf facebook vorzustellen.
  • Die fünf Gründer der Initiative Sebastian Abend (Stadtmitte), Marco Lewis (Fuhlenbrock) Julia Peters (Stadtmitte), Simone Schubert (Alstadt-Ost) und Julia Vogt (Fuhlenbrock) haben in Corona-Zeiten die Luft angehalten und ein Selfie geschossen, um sich auf facebook vorzustellen.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Bettina Meirose

Einkaufen, Kinder betreuen oder mit dem Hund Gassi gehen - viele Leute benötigen durch Corona Hilfe. In Bottrop hat sich eine digitale Nachbarschaftshilfe gegründet. Mehr als inzwischen 800 Bottroper sind  dabei. Unterstützung kann aber nicht nur der bekommen, der mit Facebook und Co. umgehen kann.Jetzt  wurde auch eine Hotline eingerichtet.

Private Nachbarschafts-Initiative

Die immer neuen Meldungen und Erlasse haben die fünf Bottroper Sebastian Abend, Marco Lewis, Julia Peters, Simone Schubert und Julia Vogt dazu bewogen, eine private Nachbarschafts-Initiative zu gründen, die auf Facebook unter dem Namen „Nachbarschaftshilfe Bottrop“ zu finden ist.

Risikogruppen unterstützen

Dieser Gruppe können sich alle freiwilligen Helfer und diejenigen, die Hilfe in Bottrop benötigen, anschließen. „Wir möchten mit unserer Initiative besonders die Risikogruppen unterstützen. Das sind Leute ab 60 Jahren und Erkrankte, die aufgrund der besonderen Gefährdungslage Kontakte im öffentlichen Raum meiden sollten“, so Marco Lewis, Mitgründer dieser Initiative.

Einkaufsservice

Dank der Unterstützung von Ute Beese, ehrenamtliche Quartiersmanagerin in Bottrop, konnte nun auch ein Telefondienst eingerichtet werden. Der Telefon-Dienst ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02041/992211 oder 0162/234 33 63 ausschließlich für Hilfesuchende, die keinen Zugang zum Internet haben, zu erreichen.Der Telefondienst richtet sich ausschließlich an alle Hilfesuchenden, die keinen Zugang zum Internet haben. 
Richtet sich ein Hilfsbedürftiger an den Telefondienst, werden seine Kontaktdaten und die Unterstützung, die er benötigt, notiert und das Hilfegesuch anonymisiert in die Facebook-Gruppe „Nachbarschaftshilfe Bottrop“ gestellt. Helfer können daraufhin ihr Hilfsangebot unter den Beitrag bei Facebook setzen. Die notwendigen Kontaktdaten des Hilfesuchenden (Telefonnummer und Name) werden dann an einen Helfer der ehrenamtlichen und privaten Initiative weitergeleitet, damit dieser Kontakt zu dem Hilfesuchenden aufzunehmen kann.
Für alle anderen Hilfesuchenden gilt, dass sie ihre Anfrage zur Hilfe eigenständig in die Facebook Gruppe „Nachbarschaftshilfe Bottrop“ oder unter nachbarschaftshilfe-bottrop@outlook.de mit dem Betreff Nachbarschaftshilfe stellen.

Button für die Helfenden

Alle Helfer sind Privatpersonen. "Eine Hotline für die Hilfesuchenden einzurichten, wäre natürlich klasse, aber das können wir nicht leisten - wir freuen uns natürlich, wenn uns damit jemand unterstützen möchte." Hilfesuchende und Helfer lernen sich am Telefon kennen. "Das ist für beide Seiten ein sicherer Weg", so Simone Schubert. "Wenn ich für mich und meine Familie einkaufen gehe, macht es mir nichts aus, für einen Dritten noch etwas mitzubringen."
Da durch die Corona-Krise bestimmte Produkte wie Toilettenpapier, Konserven, Fertiggerichte oder Mehl in einigen Geschäften nur noch begrenzt ausgegeben werden, sollen die Helfenden einen Button bekommen. "Das sprechen wir vorher mit den Geschäften ab", sagt Simone Schubert und führt aus: "So wissen die Kassierer, dass diese Leute nicht allein für sich selbst einkaufen wollen. Damit bekommen die Einkaufenden einen gewissen Schutz auch vor Pöbeleien in Sachen Hamsterkäufe und Co. Natürlich prüfen wir vorher, ob Bottroper in unserer Gruppe nur deshalb ihre Hilfe anbieten, um einen solchen Button zu bekommen."

Autor:

Bettina Meirose aus Bottrop

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