Reduzierung des Intervalls zwischen Erst- und Zweitimpfung geplant
KVWL unterstützt Aufhebung der Priorisierung für AstraZeneca

Eine Aufhebung der Priorisierung ermögliche jedoch mehr Flexibilität und unterstützt einen schnellen Impffortschritt. Foto: Pixabay
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NRW. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) unterstützt ausdrücklich die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, den Impfstoff der Firma AstraZeneca für alle impfwilligen Bürger freizugeben. „Der Impfstoff von AstraZeneca ist sicher, genauso wie alle anderen eingesetzten Präparate. Mit der Aufhebung der Alterspriorisierung könnten wir die vorhandenen Impfstoffdosen einer viel größeren Bevölkerungsgruppe zur Verfügung stellen und damit das Impftempo weiter erhöhen“, erklären der KVWL-Vorstand Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.

Auch die Reduzierung des Intervalls zwischen Erst- und Zweitimpfung begrüßen Spelmeyer, Schrage und Müller: „Die Patienten hätten frühzeitig einen vollständigen Impfschutz – und die Arztpraxen und Impfzentren könnten flexibler arbeiten. Ein Gewinn für alle Beteiligten also.“ Der Vorstand der KVWL fordert in diesem Zusammenhang deshalb auch, die allgemeine Impfpriorisierung so bald wie möglich aufzuheben. „Zum einen herrscht unter den Bürgern zunehmend Verwirrung darüber, wer wann dran ist.

Unverständnis und Ungeduld und in den Praxen

Zum anderen wachsen Unverständnis und Ungeduld und in den Praxen hemmt die Suche nach priorisierten Patienten den Impffortschritt“, so Dr. Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL. Der Allgemeinmediziner betont, dass jeder Arzt aus ethischen Gesichtspunkten auch weiterhin vorrangig die älteren und vorerkrankten Patienten impfen werde, so lange die Impfdosen begrenzt sind. Eine Aufhebung der Priorisierung ermögliche jedoch mehr Flexibilität und unterstützt einen schnellen Impffortschritt. „Im Umkehrschluss heißt das aber nicht, dass mit einer Aufhebung der Priorisierung alle Bürger auch schneller eine Impfung erhalten werden. Die Impfstoffmengen entscheiden noch immer darüber, wie viel verimpft werden kann. Der Alltag in den Impfzentren und in den Arztpraxen zeigt uns jedoch, dass die Priorisierung ein zunehmender Hemmschuh ist. Dem müssen wir entgegensteuern, wenn wir das Impftempo weiter erhöhen wollen“, ergänzen Spelmeyer und Müller.“ In Westfalen-Lippe haben mittlerweile fast 34 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Insgesamt wurden bereits 3,2 Millionen Impfungen in Westfalen-Lippe durchgeführt.

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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