Polizei warnt vor miesen Tricks und gibt Tipps für Betroffene
Vorsicht vor Betrügern im Netz

Bei der Polizei sind in den letzten Wochen vermehrt Anzeigen zu betrügerischen Telefonaten und E-Mails eingegangen. Erste Masche: Betrug durch "Social Engineering" (soziale Manipulation). Bei dieser Art des Betrugs versuchen die Täter ihre Opfer zu beeinflussen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen.
Konkret rufen derzeit vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter an und behaupten, dass der Computer Fehler aufweise, einen Virenbefall stattgefunden hat, gehackt wurde oder ein neues Sicherheitszertifikat benötigt werde.
Daraufhin bieten die Betrüger ihre Hilfe an und sagen ihren Opfern, es müsse eine Fernwartungssoftware installiert werden, damit die Probleme behoben werden können. Durch diese Software können die Betrüger auf alle Daten des Rechners zugreifen wie zum Beispiel Passwörter, Online- Banking und es wird ein Geldbetrag für die angeblich erbrachte Leistung gefordert. Die Täter versuchen unter anderem auf weitere Zahlungsarten zuzugreifen oder wollen weiteres Geld, indem sie behaupten, die Transaktion sei fehlgeschlagen. Weigern sich die Betroffenen auf die Forderungen einzugehen, wird ihnen mit Sperren des Rechners und Datenverlust gedroht.
In den letzten sechs Wochen wurden mehr als zehn Anzeigen mit dieser Tatbegehungsweise aufgenommen.
Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor dieser Masche schützen kann: Legen Sie einfach auf! Ein seriöses Unternehmen wie Microsoft nimmt nicht unaufgefordert Kontakt zu Kunden auf. Geben Sie niemals vertrauliche Daten wie Kontonummern, Kreditkartendaten oder Zugangsdaten an die Betrüger heraus. Gestatten Sie unbekannten Anrufern keinen Zugang zu ihrem Rechner, zum Beispiel durch Installieren der Software.
Sollten Sie doch Opfer dieser Masche geworden sein, dann schalten Sie ihren Rechner umgehend aus, trennen den Internetzugang und ändern alle Passwörter über einen externen Computer. Löschen Sie das vermeintliche Fernwartungsprogramm und lassen Sie ihren Computer überprüfen. Sollten Zahlungsdaten in Besitz der Täter geraten sein, kontaktieren Sie die entsprechenden Dienste/Unternehmen und informieren Sie sich, ob sie getätigte Zahlungen eventuell zurückholen können. Zusätzlich erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie unter Umständen den Betrug(s)-versuch bei Microsoft.
Zweite Masche: Erpressung durch E-Mail. Die digitalen Hacker versenden E-Mails, in denen sie die Betroffenen auffordern, eine Bitcoinüberweisung zu tätigen. Zum Beispiel erzählen sie ihren Opfern, sie hätten den Rechner mit einem bösartigen Trojaner versehen und entfernen diesen nur nach getätigter Zahlung durch Bitcoins. Besonders beliebt ist das Vortäuschen der Betrüger, sie hätten den Rechner gehackt und die Opfer dabei gefilmt wie diese zum Beispiel Pornoseiten besuchen und erpressen sie dann damit. "Wir warnen ausdrücklich vor Beantworten dieser Mails oder Zahlen des geforderten Betrags, da bislang keine Fälle bekannt sind, in denen die Betrüger tatsächlich einen PC gehackt haben. Sie versuchen lediglich durch Vortäuschen falscher Tatsachen ihre Opfer zu verunsichern", sagt die Polizei. Auch hierzu gibt sie Tipps für ein korrektes Verhalten: Reagieren Sie nicht auf E-Mails mit solchen erpresserischen Inhalten. Tätigen Sie keine Geldüberweisung (auch keine Bitcoins!). Immer wieder gelingt es Betrügern, per Computer Geld zu erpressen. Foto: Kappi

Autor:

Judith Schmitz aus Bottrop

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