Judoadler souverän. Sowohl die Frauen als auch die Männer gewinnen in der Oberliga alle Kämpfe. Damit verteidigen die Herren Rang 1

Nach dem eher durchwachsenen Saisonstart des Damenteams der Judoadler vor drei Wochen konnten die Schützlinge von Joana Euwens und Ulf Herrmanns diesmal mit zwei souveränen Siegen überzeugen. Zunächst ging es gegen den DSC Wanne-Eickel. Jana Neumann (-48 kg) und Gianna Häußler (-52 kg) gewannen kampflos. Weitere Punkte steuerten Dagmar Götz (-63 kg), Jessica Grube (-70 kg), Sandra Meißmer (-78 kg) und Laura Karrengarn im Schwergewicht bei. Lediglich Jaqueline Fischer (-57 kg) musste nach einer knappen Minute die Überlegenheit ihrer Gegnerin anerkennen. Am Ende stand es 6:1 für die Judoadler.
In der zweiten Begegnung hieß der Gegner MSV Duisburg. Auch hier bewiesen die Bottroperinnen von Anfang an absoluten Siegeswillen. Gewinnen konnten Jana Neumann (-48 kg), Gianna Häußler (-52 kg), Jaqueline Fischer (-57 kg), Julia Hangebrauck (-70 kg) und Sandra Meißmer (-78 kg). Nur Sandra und Nina Skala (-63/+78 kg) mussten sich ihren Kontrahentinnen geschlagen geben, wobei Nina Skala gegen ihre wesentlich schwere Gegnerin aber gut mithielt, am Ende jedoch durch einen Konter unterlag. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Gianna Häußler. Sie brachte ihre Gegnerin nach nur 17 Sekunden mit einer wunderschönen Wurftechnik zu Fall und erhielt dafür einen Ippon. Herrmanns: „Gianna hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. Ihr Ippon war für mich einer der schönsten des Tages.“
Durch ihre Erfolge rücken die Judoadler auf den dritten Tabellenplatz vor. Sollten sie am nächsten Kampftag gegen den Brühler TV und die Reserve des TSV Bayer 04 Leverkusen wieder vier Punkte holen, könnten sie sich sogar auf den ersten Platz vorschieben. Entsprechend zufrieden mit dem Ausgang der Begegnungen war Trainer Ulf Herrmanns: „Alle Athletinnen haben wirklich stark gekämpft und mich durch ihren Ehrgeiz beeindruckt. Durch die zwei Siege sind wir unserem Saisonziel, unter die ersten Vier zu kommen, einen großen Schritt näher gekommen.
Bei den Herren lief ebenfalls alles nach Plan. Auftaktgegner war der MSV Duisburg, ein Team, das die Bottroper bereits im letzten Jahr in der Aufstiegsrunde zur Oberliga 5:2 schlagen konnten. Nach der unerwarteten Niederlage von Leistungsträger Janes Chabowski (-73 kg) gegen einen starken Niederländer sorgte Jan de Brouwer -100 kg für das 1:1. Jan Hangebrauck (-81 kg) kämpfte dann nur unentschieden. Kam bei den Rheinländern zu diesem Zeitpunkt die vage Hoffnung auf einen Sieg gegen die kampfstarken Bottroper auf, so wurde diese durch die nächsten beiden Begegnungen zerstört: Frederik Griesdorn (-66 kg) und Timmy Rentzing (-90 kg) mit einem tollen Gegendreher brachten die Judoadler uneinholbar mit 3:1 in Führung. Leichtgewichtler Philipp Meer musste sich anschließend gegen seinen äußerst passiven Gegner mit einem Remis begnügen. Michael Lampe (+100 kg) sicherte schließlich bei seinem Oberligadebüt den 4:1-Erfolg für die Bottroper.
Das nächste Team, das sich den Bottropern vergeblich in den Weg stellte, war der JC Langenfeld. Mit 5:1 gewannen sie diesmal noch ungefährdeter. Janes Chabowski (-73 kg) und Jan de Brouwer (-100 kg) sorgten für die 2:0-Führung. Jan Hangebrauck (-81 kg) erreichte wieder nur ein Unentschieden. In den nächsten drei Begegnungen zeigten die Bottroper ihren Kontrahenten dann die Grenzen auf: Frederik Griesdorn (-66 kg), Timmy Rentzing (-90 kg) und Phillip Meer (kampflos, -60 kg) erhöhten auf 5:1, bevor Michael Lampe konditionsbedingt im Schwergewicht unterlag.
Die beiden Trainer Harald Mantei und Ulrich Griesdorn zeigten sich begeistert vom Einsatz ihrer Schützlinge: „Genau wie beim letzten Mal haben mich alle Sportler mit tollen Leistungen überzeugt. Jetzt müssen wir am nächsten Kampftag gegen Mülheim und Witten III unsere Spitzenposition weiter ausbauen“, so Mantei. Fehlen wird am nächsten Kampftag (am 09. Juni ab 16 Uhr in der Dieter-Renz-Halle) indes Jan de Brouwer aus privaten Gründen. Allerdings dürften die Judoadler mit einem ähnlichen Auftritt wie gegen Langenfeld und Duisburg gute Chancen haben, auch diese Begegnungen zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Autor:

Jan Hangebrauck aus Bottrop

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