Wolfgang Romero wird Deutscher Meister

Wolfgang Romero setzt zum finalen Schlag an Bahn 18 an
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  • hochgeladen von Kai Hövel

Künzell/Bottrop---Gleich zwei Medaillen gingen jetzt bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Minigolf im hessischen Künzell bei Fulda in einem dramatischen Turnier an die Fraktion des VfM Bottrop.
Scheinbar beflügelt durch die jüngsten Erfolge im Verein qualifizierten sich für die diesjährige Deutsche Meisterschaft gleich vier Spieler des VfM (Verein für Minigolf) Bottrop: Elvira Hellmich bei den Seniorinnen 1, Uwe Hellmich bei den Senioren 1, Rolf Meyer bei den Senioren 2 und Wolfgang Romero bei den Herren.
Nachdem der VfM dieses Jahr bereits mit Laura Vielhauer die Westdeutsche Kombinationsmeisterin der Damen, mit Elvira Hellmich die Zweitplatzierte in der NRW-Rangliste der Seniorinnen und mit Rolf Meyer den Westdeutschen Vize-Meister der Senioren 2 stellen konnte, gelang kürzlich der Doppelaufstieg der beiden Vereinsmannschaften in die Regionalliga sowie in die Landesliga. Und als ob es nicht genug sein sollte, folgte als Krönung zum Abschluss einer ohnehin schon hervorragenden Saison dieses für unmöglich gehaltene Husarenstück bei der Deutschen Meisterschaft.
Alle vier Teilnehmer des VfM konnten nach einer intensiven und durchaus konstruktiven Trainingswoche bei besten Bedingungen einen gelungenen Einstieg in das Turnier finden. Während Elvira Hellmich mit starken 89 Schlägen (Schnitt: 29,67) in drei 18-Loch-Runden als gute Fünftplatzierte den ersten Tag abschloss, landete Uwe Hellmich mit 91 auf Platz 19 seiner Altersklasse. Beide hatten also den Cut (die besten 50 % der Einzelspieler qualifizierten sich für Tag 3 und somit den Finaltag) fest im Visier. Höhere Ziele hatten schon jetzt offensichtlich Rolf Meyer mit 85 Schlägen auf Platz 6 und Wolfgang Romero mit 75 Schlägen, womit er Tag 1 mit einem Schlag Vorsprung auf Bundesligaspieler Igor Pekrul vom gastgebenden Verein, dem MGC Putter Künzell, abschloss. Schon nach Runde zwei setzte er sich dabei in Führung.
Am zweiten Tag ein ähnliches Bild: Bedingt durch kühlere Temperaturen litten zwar teilweise die Einzelergebnisse, jedoch nicht die Klasse und die Spannung. Romero hielt seine Konkurrenz weiterhin auf Distanz und stand nach Runde 6 mit nun 158 Schlägen weiterhin einen Schlag vor Platz zwei an der Spitze: Jetzt allerdings vor dem bis dato amtierenden Deutschen Meister vom Zweitliga-Verein OMGC Ingolstadt, Christoph Grübl. Auf Platz 3 mit weiteren 5 Schlägen Rückstand: Der Deutsche Meister von 2003, Andreas Wittke, inzwischen in den Diensten des Bundesligisten MGC Dormagen-Brechten.
Rolf Meyer konnte an Tag zwei 86 Schläge nachlegen und mauserte sich nach und nach zum Medaillenkandidaten. Die 171 Schläge auf seiner Score-Card bedeuteten nun einen geteilten 4. Platz. Tendenz: Steigend! Auf Platz 2 lag hier Dölfi Schilling vom MSC Wesel vor dem Westdeutschen Meister und Meyer-Bezwinger, Herbert Adam vom MGC Felderbachtal.
Uwe Hellmich gelang eine tolle Leistungssteigerung: 88 Schläge bedeuteten insgesamt 179 Schläge und somit ein unglücklicher 17. Platz, womit er den Cut lediglich um 6 Schläge verpasste. Seine Frau Elvira erlebte in einem wahren Herzschlagfinale einen sehr bitteren Moment: 62 Schläge nach zwei Runden bedeuteten für die als Geheimtipp gehandelte Bottroperin die Qualifikation für den Finaltag. In der nun folgenden Abschlussrunde benötigte sie lediglich eine 32, um sich zu qualifizieren. Eine zwei an Bahn 18 würde genügen. Hellmich setzt an, schlägt: Eine 3! Aus der Traum, für den Finaltag qualifizierten sich somit lediglich Rolf Meyer und Wolfgang Romero.
Hier wurde der VfM für seinen Trainingsfleiß und seine Leidenschaft fürstlich belohnt: Als hätte man besondere Kraft getankt, gelang Meyer ein sensationeller Tag: Mit 82 Schlägen qualifiziert er sich für die Finalrunde Nummer 10, in der die drei Bestplatzierten jeder Kategorie den Deutschen Meister unter sich ausmachen. Platz 3 war sicher. Ein sensationell anmutendes Resultat. In er letzten Runde verschoben sich dann die Kräfteverhältnisse nicht mehr, so dass Rolf Meyer, Deutscher Seniorenmeister von 2006 und 2007, nach einem aufopferungsvollen Kampf den tollen dritten Platz mit 283 Schlägen in 10 Runden belegte und somit die erste Medaille an den Overbeckshof entführte: Eine bronzene! Der Deutsche Serienmeister Egon Schacke vom MSV Berliner Bär, sowie Dölfi Schilling waren letzten Endes an diesem Wochenende zu stark.
Ganz anders lief es dagegen bei den Herren. Hier baute Romero seine Führung sogar souverän aus und ging mit 4 Schlägen vor Grübl und 5 Schlägen vor Pekrul in die Schlussrunde. Hier behielt er eiskalt seine Nerven und spielte als Pointe des gelungenen Turnieres seine Konkurrenz in Grund und Boden. Eine 24 bedeutete zum Abschluss 260 Schläge in 10 Runden und somit 7 bzw. 10 Schläge Vorsprung auf Platz 2 (Grübl) und 3 (Pekrul). Gold für Bottrop, Gold für NRW. Insgesamt war der Nordrhein-Westfälische Bahnengolfverband (NBV) somit mit 7 errungenen Medaillen (1x Gold, 3x Silber, 3x Bronze) der medaillenstärkste Verband, was auf der Siegerehrung am Abschlussabend gebührend und lautstark gefeiert wurde.

Autor:

Kai Hövel aus Bottrop

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