Albrecht-Dürer-Grundschule in Bottrop setzt auf gesunde Ernährung

Die Schüler der Albrecht-Dürer-Schule sind stolz auf ihre selbst aufgezogenen Gemüsesorten. Foto: Michael Kaprol
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  • hochgeladen von Nina Heithausen

Tomaten, Gurken oder Paprika selbst heranziehen? Und dies auch noch in eigens gebauten Gewächshäusern? Kein Problem für die Kinder der Albrecht-Dürer-Grundschule in der Welheimer Mark. Denn im Rahmen eines mehrjährigen Projekts, für das die Lehranstalt kürzlich auch als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet wurde, sind die Schüler regelmäßig als kleine Gärtner aktiv.

„Erdbeeren mag ich am liebsten“, erzählt Lucas, „und Zitronen, die sind lecker!“ „Aber Paprika und Gurke schmecken doch auch gut“, werfen Dogukan und Ibrahim ein.Ganz besonders gut schmecken diese Gemüse- und Obstsorten aber, wenn sie auch noch selbst zubereitet worden sind.

Und dies ist seit einiger Zeit an der Albrecht-Dürer-Grundschule in der Welheimer Mark der Fall. Denn dort kommen nicht nur Lucas, Ibrahim und Dogukan regelmäßig in den Genuss von frischem Obst und Gemüse, sondern ebenso zahlreiche ihrer kleinen Schulkollegen, wenn jede Woche Dienstag das Schulfrühstück auf dem Programm steht. „Die Klassen kaufen im Wechsel Obst, Gemüse, Brot und Aufschnitt ein und stellen Eltern, die das Mahl dann gemeinsam mit den Schülern vorbereiten“, erklärt die kommisarische Schulleiterin Susanne Pyrchalla-Siwek.

Verändertes Ernährungsverhalten der Schüler

Von acht bis elf Uhr steht dann ein gedeckter Tisch im Gang zwischen den Klassenräumen, der die Schüler nicht nur zur gesunden Ernährung verleitet, sondern ihnen auch noch zahlreiche Früchte näher bringt. „Es gibt Obstsorten, die die Kinder erst in der Schule kennen lernen. Dieses Wissen nehmen sie dann mit nach Hause, wo sie die Früchte auch essen wollen“, erzählt die Schulleiterin, die in den letzten acht bis neun Jahren durchaus eine Veränderung im Ernährungsverhalten der Schüler feststellen konnte.
Doch damit nicht genug. Denn erst kürzlich wurde die Albrecht-Dürer-Grundschule für ihr Projekt „Wir bauen Gewächshäuser für Tomatenpflanzungen“ im Rahmen der Landeskampagne „Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit“ als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet.

Gewächshäuser wurden selbst gebaut

Drei Jahre lang, von der Ideenfindung bis heute, läuft das Projekt nun, in dem alle Schüler in Werk-AGs unter der Leitung von Lehrer Heribert Reidick kleine Gewächshäuser bauten, Pflanzen säten und später die Setzlinge in die großen, ebenfalls selbst angefertigten Gewächshäuser transportierten, wo Gurken, Tomaten oder Paprika nun eigenhändig aufgezogen werden. „Den Schülern macht die Gartenarbeit viel Spaß“, weiß Lehrerin Antje Berlin.
Und auch die Kids haben bereits ihren persönlichen Vorteil an dem selbst herangezogenen Gemüse gefunden: „Das schmeckt viel besser. Wenn man es so kauft, ist es doch außerdem viel zu teuer.“

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