Ein Weg zum Traumberuf

Ulrich Niesing, Jügen Hort, Thomas Schmidt, Dominik Blechschmidt und Reinhard Schönfeld (v.l.) hoffen, die Wege der Schüler durch den Berufsnavigator in die richtige Bahn zu lenken. Foto: Kappi
  • Ulrich Niesing, Jügen Hort, Thomas Schmidt, Dominik Blechschmidt und Reinhard Schönfeld (v.l.) hoffen, die Wege der Schüler durch den Berufsnavigator in die richtige Bahn zu lenken. Foto: Kappi
  • Foto: Michael Kaprol
  • hochgeladen von Bettina Meirose

Bottrop. „Sie haben Ihr Ziel erreicht“, erklärt die Autonavigation, wenn man angekommen ist. Jungen Leuten ermöglichen, den richtigen Weg in ihre Zukunft einzuschlagen, soll eine neue Idee, die „Berufsnavigation“.

Diese Idee kommt nicht von ungefähr, wenn man sich die Zahlen anschaut: „Heute wählen 40 von 100 Leuten den falschen Beruf, 20 davon brechen Ausbildung oder Studium ab“, sagt Thomas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Mit dem Berufsnavigator sollen junge Leute ihre persönliche Lösung finden. Sparkasse, Rotary-Club und die Agentur für Arbeit sind Sponsoren dieser Maßnahme, die pro Schüler 60 Euro kostet.
„In meiner Jugend entschieden die meisten Leute eher zufällig, aus dem Bauch heraus, ob sie studieren oder die lieber eine Ausbildung machen wollten“, erinnert sich Schmidt. „Die Sparkasse bietet zwar Wege an, Leute fit für das Berufsleben zu machen, aber die setzen zu spät an. Die Jugendlichen müssen zuerst ihren Traumberuf finden, bevor man sie dafür fit machen kann.“ An dieser Stelle setzt der Berufsnavigator ein.

Damit sollen die Schüler ihre Stärken und Schwächen ausloten können. Persönlichkeitsmerkmale wie Aufmerksamkeit, Ausdauer, Charisma, Disziplin, Entschlussfreudigkeit, Gedächtnis, Konzentrationsvermögen oder Leistungswille - insgesamt 50 Eigenschaften - werden nicht nur vom einzelnen selbst in einer Skala bewertet, auch diejenigen Mitschüler, die den Schüler am besten kennen, dürfen anonym ihre jeweiligen Bewertungen abgeben.
„Eltern und Großeltern haben meist ein zu positives Bild“, sagt Jürgen Hort, Geschäftsführer des Berufsnavigators mit Sitz in Hamburg. „Die Mitschüler kennen sich untereinander am besten“, ist er überzeugt. Ziel ist es, das Selbst- und das Fremdbild auf diese Weise abzugleichen. Zwei Drittel aller Menschen können ihre Fähigkeiten nicht richtig einschätzen“, ist Hort überzeugt.
Das das Screening-Verfahren stellt zehn mögliche Berufe heraus. Nach dem Beratungsgespräch reduzieren die sich auf zwei bis drei, denn hier werden die Interessen und Neigungen des Schülers ausgelotet.
„Durch die Schulzeitverkürzung wird ein solches Angebot sehr wichtig“, sagt Reinhard Schönfeld, Direktor des Josef-Albers-Gymnasiums. Bevor sich die Schüler ihre Leistungskurse aussuchen, können sie den Berufsnavigator wahrnehmen. Knapp 100 JAGler haben das genutzt. „Einige Angebote hierzu sind auch im Freizeitbereich der Schüler angesiedelt - wer hier dabei ist, verspricht sich etwas davon“, so Schönfeld weiter.

Auch das Heinrich-Heine-Gymnasium wird sich anschließen, ob das Vestische Gymnasium mit von der Partie sein wird, ist noch nicht sicher.
„Dieser Navigator wird auch für Gesamt-, Real- und Hauptschüler angeboten“, weiß Dominik Blechschmidt, Agentur für Arbeit. Bevor das Angebot ausgeweitet wird, soll ersteinmal die Nachfrage abgewartet werden.
„Wir sollten ein ‚meet the professionals‘ als zusätzliche Möglichkeit anbieten“, schlägt Ulrich Niesing vom Rotary Club vor. Diese Idee will Thomas Schmidt gerne aufgreifen.

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