Stephanie Grewer - begeisterte Pole-Tänzerin

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Man kennt die Bilder aus dem Fernsehen, aus Filmen: Knapp bekleidete Mädels, die aufreizend im Schummerlicht einer Bar an einer senkrecht angebrachten Stange tanzen und sich von den Herren im Publikum Geldscheine zustecken lassen.

„Ach, Quatsch“, sagt Stephanie Grewer. Sie macht seit eineinhalb Jahren Pole-Dance und möchte - wie viele andere Aktive auch - das etwas anrüchige Image bekämpfen. „Das ist ein ganz toller Sport, der viel mit Bewegung und Ästhetik zu tun hat“, erklärt die 24-Jährige. Und das ist auch der feine Unterschied zwischen Pole- und Table-Dance. „Pole ist sportlich ausgelegt“, weiß die Studentin aus eigener Erfahrung. „Man baut unheimlich viele Muskeln auf.“

Die brauchen die Aktiven auch, denn wer sieht, wie sie scheinbar mühelos um die Metallstange kreisen, an ihr hoch- und runterklettern, dem ist schnell klar, dass dafür hartes Training erforderlich ist. Um Verletzungen zu verhindern wird dabei der Boden rund um die Stange mit Matten ausgelegt. „Blaue Flecken gibt es trotzdem viele“, grinst Stephanie. „Man muss schon hoch konzentriert sein.“
Sie ist zweimal pro Woche im Studio anzutreffen. Inzwischen nimmt die Bottroperin an Meisterschaften teil, die nächsten Wettkämpfe im September hat sie schon im Auge. „Man braucht allerdings viel nackte Haut, um an der Stange ,kleben‘ zu bleiben“, erzählt sie weiter. Ein aufreizendes Outfit aber ist in den Studios und erst recht bei Wettkämpfen verpönt. Hotpants, Oberteil, alles ganz schlicht. „Wir wollen es ja als Sport etablieren.“

Als fortgeschrittene Pole-Tänzerin choreografiert Stephanie Grewer ihre Auftritte inzwischen selbst. Drei bis vier Minuten dauert dieser. Bis er „sitzt“ können manchmal zwei bis drei Monate vergehen. „Fallen Angel“, „Shoulder Mouse“, „Janeiro“, „Ballerina“ oder „Allegra“ heißen die Figuren zum Beispiel, die dann gezeigt werden. „Man hat viele Freiheiten bei der Interpretation der Musik“, führt die Sportlerin aus. Für ihre Auftritte sucht sie sich Stücke verschiedenster Richtungen aus: Balladen, Rock, Pop. „Wichtig ist ein gleichmäßiger Rhythmus“, erklärt Stephanie Grewer weiter. „Ich persönlich mag die langsamen Sachen am liebsten, da man dann die Posen halten kann.“

Inzwischen, sagt sie, sind bei den Wettkämpfen ganz viele Frauen im Publikum zu finden, die Pole einfach toll finden. „Es werden immer mehr. Eine Menge von ihnen sagt ,Das würde ich gerne mal versuchen.‘ Und ich sage dann: Das ist ein Sport für jede Frau, für jeden Mann, für jedes Alter. Es macht unglaublich Spaß.“

Autor:

Judith Schmitz aus Bottrop

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