Sitzung der IHK-Regionalausschüsse in Bottrop
Nachhaltigkeit durch Investitionssicherheit

Klimaschutz und Unternehmertum: Lars Baumgürtel, Vorsitzender der Vestischen Gruppe der IHK Nord Westfalen, skizzierte die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft.
  • Klimaschutz und Unternehmertum: Lars Baumgürtel, Vorsitzender der Vestischen Gruppe der IHK Nord Westfalen, skizzierte die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft.
  • hochgeladen von Michael Menzebach

Bottrop.  „Energiewende und Klimaschutz stellen auch die Unternehmen in der Emscher-Lippe-Region vor große Herausforderungen, bieten aber auch zahlreiche Chancen.“ Das betonte der Vorsitzende der Vestischen Gruppe der IHK Nord Westfalen, Lars Baumgürtel, nach der gemeinsamen Sitzung der drei IHK-Regionalausschüsse für die Städte Bottrop und Gelsenkirchen sowie für den Kreis Recklinghausen in der Kulturkirche Heilig Kreuz in Bottrop.

„Wir stehen vor einem tiefgreifenden Wandel, die Entwicklung zu einer grundlegenden Nachhaltigkeit in der Wirtschaft ist kein vorübergehender Trend“, sagte Baumgürtel. Es sei Konsens in der regionalen Wirtschaft, dass Klimaschutz und Unternehmertum keinen Gegensatz bilden. Vielmehr, so Baumgürtel, ist generationengerechtes, nachhaltiges Wirtschaften für Unternehmen in Handel, Industrie und Dienstleistung zukunftssichernd.
Um bei der Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft erfolgreich zu sein, müssen aus Sicht der IHK allerdings bestimmte Voraussetzung geschaffen werden. „Mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen langfristig geltende Leitplanken geschaffen werden, die Unternehmen Investitionssicherheit geben“, betonte Baumgürtel, der Geschäftsführer der ZINQ GmbH & Co. KG in Gelsenkirchen ist. Die regionale Wirtschaft erwartet dabei, dass marktwirtschaftliche Anreizsysteme Vorrang vor Verbotsregelungen haben. Auf Förderprogramme müssten Unternehmen aller Branchen und Größenklassen gleichberechtigt Zugriff haben. „Nicht jedes Unternehmen und jede Branche ist in der Lage, die anspruchsvollen Nachhaltigkeitsziele ohne Unterstützung zu erreichen,“ unterstrich der Unternehmer. Gleiches gelte für die Umstellung der Energieversorgung, zum Beispiel von Erdgas auf Wasserstoff.

Das Ziel, die Emscherregion bis zum Jahr 2040 zu einer klimaresilienten Region mit internationaler Strahlkraft zu entwickeln, verfolgt die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“. An den verschiedenen Maßnahmen und geförderten Projekten, mit denen sie das Ziel erreichen will, können sich auch Unternehmen beteiligen. Hierzu gehören die Abkopplung von versiegelten Flächen, Dach- und Fassadenbegrünung, die Schaffung von Verdunstungsflächen und Flächenentsiegelung, die Anlage und attraktive Gestaltung von Regenwasserversickerungsanlagen sowie Notwasserwege und Überflutungsflächen zur Reduzierung von Schäden, berichtete Andreas Giga von der Emschergenossenschaft. Er warb in der Sitzung für eine stärkere Beteiligung der regionalen Wirtschaft an der Initiative.

Von seinen Erfahrungen als Landesbeauftragter für den Wiederaufbau in den Flutgebieten berichtete IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel. Er zeigte anhand von Beispielen, warum ausreichende Überflutungsflächen im ureigensten Interesse der Unternehmen sind. In den vergangenen Monaten hatte er mit zahlreichen Unternehmen Kontakt, deren Existenz durch das Hochwasser zerstört wurde. Jaeckel erinnerte daran, dass es auch beim Pegelstand der Emscher „fünf vor zwölf“ gewesen ist.

Wie das Projekt newPark Industrie und Umwelt miteinander vereinbaren soll, erläuterte den Teilnehmer Stefan Prott, der Geschäftsführer der Agentur RDN. Er präsentierte den aktuellen Stand der Projektentwicklung. Das Konzept von newPark zielt ab auf besonders nachhaltige, wachstumsstarke, zukunftssichernde Branchen aus der Umweltwirtschaft und der vernetzten digitalisierten Produktion. Um Klima, Umwelt und industrielle Ansiedlung miteinander zu verbinden, soll das Areal durch Grünflächen und Grüngürtel durchzogen und auch ein nahegelegener Bach einbezogen werden.

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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