Ruhrtriennale 2019: Zweite "Zwischenzeit" in Duisburg
Intendantin Stefanie Carp präsentiert ihre zweite "Zwischenzeit" mit rund 147 spartenübergreifenden Veranstaltungen auf höchstem Niveau.

David Marton präsentiert seine Inszenierung "Dido and Aeneas remembered" in der Kraftzentrale. Pressefoto: ruhrtriennale / Bandine Soulage
  • David Marton präsentiert seine Inszenierung "Dido and Aeneas remembered" in der Kraftzentrale. Pressefoto: ruhrtriennale / Bandine Soulage
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Duisburg. Aus dem hochkochenden Streit mit der Landesregierung in ihrem ersten RT-Jahr ist inzwischen ein freundlicherer Briefwechsel geworden. Carp: „Wenn es seine Zeit erlaubt“ will Ministerpräsident Laschet diesmal eine RT-Premiere besuchen...

Da gäbe es nicht nur für den MP eine besondere Gelegenheit in der Kraftzentrale des Landschaftsparks Duisburg-Nord mit der Oper „Dido und Aeneas, remembered“ von David Marton(Konzept / Regie).

Realisierbar durch Koproduktion mit der Opéra de Lyon (dort schon gefeiert), der Opera Vlaanderen und der Staatsoper Stuttgart. Im Szenenbild einer archäologischen Ausgrabungsstätte wird hier nicht nur Roms Gründungsmythos freigelegt: Königssohn Aeneas (ja, genau, ein Flüchtling), gerade von den Griechen aus dem brennenden Troja verjagt, wird zum Urahn der stolzen Römer. Im afrikanischen Karthago verliebt er sich in Königin Dido, einst selbst dorthin geflüchtet. Doch die Götter erinnern Aeneas an sein größeres Ziel. Er setzt nach Italien über. Die verlassene Dido bringt sich um. Henry Purcells berühmte Musik wird durch „frisch ausgegrabene“ Kompositionen von Kalle Kalima ergänzt und beides trifft auch auf den antiken Ursprungstext von Vergil. August-Termine: Mi, 28. / Do, 29. / Fr. 30. und Sa. 31.8.19 immer 20 h in der Kraftzentrale Landschaftspark Duisburg-Nord. Karten: ruhr3.com/dido.

Weiteres Ruhrtriennale-Highlight in Duisburg:

„Congo“: Der international gefeierte kongolesische Choreograph Faustin Linyekula hat mit seinem „Studio Kabako“ einen Text von Éric Vuillad für dieses Stück adaptiert und mit traditionellen Songs der Region verwoben. Es geht um den belgischen König Leopold (aus Sachsen-Coburg-Gotha), der sich den Kongo als Privateigentum auf der Berliner Kongokonferenz bestätigen ließ. Ab 1884 beutete er das Land auf grausamste Weise sehr gewinnbringend aus. Die Fotos von seinen „Strafaktionen“ an der Bevölkerung, auch an Kindern, in Ketten und mit abgehackten Händen sorgte für Empörung auf der ganzen Welt. Die Folgen von Jahrzehnten brutalster kriegerischer Auseinandersetzungen um die wertvollen Bodenschätze des Kongo stehen im Mittelpunkt von Linyekulas kraftvollen Arbeiten. Termine im August: Mi, 28. (Premiere) / Do, 29./ Fr. 30. / Sa, 31. 8.19 immer 19.30 h in der Gebläsehalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord. Karten: ruhr3.comm/congo

Das komplette überbordende RT-Programm unter: www.ruhrtriennale.de

Autor:

Caro Dai aus Essen-Werden

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