Veranstaltungen
Warsteiner Music Hall zieht erste Bilanz

Die Warsteiner Music Hall, eingedeckt für eine Galaveranstaltung.

Vor fast einem Jahr öffnete die Warsteiner Music Hall auf Phoenix West, den Dortmundern ist sie besser als Phoenixhalle bekannt, mit dem Eröffnungskonzert der Fantastischen Vier zu ihrer Captain Fantastic Tour. Wie sieht der Chef der Betreiber-Agentur Alex Richter, Vergangenheit und Zukunft der Eventhalle?

"Zunächst kann man sagen, dass das erste Konzert aus dem Stand ausverkauft war und die ganze Organisation perfekt gelaufen ist", bilanziert Richter die Eröffnung. "Die Künstler haben sich bei uns sehr wohlgefühlt, wir haben von dieser Seite ein sehr gutes Feedback bekommen." Dennoch gibt es immer Luft nach oben, und deshalb wurden verschiedene Bereiche noch weiter optimiert: "Es gibt jetzt eine zweite zusätzliche Garderobe für die Künstler, das hat die Situation noch weiter entspannt." Auch die Gastronomie wurde etwas weiter entwickelt, das Personal besonders geschult.

"Musikalisch hatten wir einen bunten Mix aus HipHop, Rock und deutschsprachigem Pop. Wir haben uns gefreut, dass wir Künstler bekommen haben, die sonst in Dortmund nicht mehr spielen würden. Ganz besonders stolz bin ich über den Auftritt von Jack White, dem ehemaligen Gitarristen der "White Stripes". Der hat in Deutschland nur in Hamburg und München gespielt, und eben bei uns. Das ist schon ein kleiner Ritterschlag für uns."

Aktuell scheint es einen leichten Überhang deutscher Künstler in der Music Hall zu geben, ein Umstand, der der Tatsache geschuldet ist, dass internationale Künstler meist nur vier bis sechs Shows in Deutschland spielen. "Da ist dann Köln immer vor dem Ruhrgebiet gesetzt", bedauert Richter. Er weist aber auf die internationalen Gigs der Vergangenheit hin: ";Mando Diao haben bei uns gespielt und Flogging Molly, Eskimo Callboy, Cypress Hill und die Editors kommen noch." Oft ist der Vorlauf für das Booking internationaler Künstler ein Jahr und länger, da kann sich also in Zukunft die Gewichtung noch etwas verschieben.

Insgesamt sei die Halle besser angelaufen als vermutet, und für die Zukunft hat Richter noch allerhand Spannendes vor. "Viele unterschiedliche Veranstaltungen haben gezeigt, dass die Halle auch etwas anderes kann als Konzerte. So gab es schon eine Erstsemester-Einführung, ein Fotoshooting, das Adidas-Streetsoccer-Event, Betriebsversammlungen und Unternehmensveranstaltungen.

Zu der Kritik um die Tickets, die das Ordnungsamt schon am Eröffnungsabend verteilt haben soll, sagt Richter: "Der zweite Parkplatz ist mittlerweile fertiggestellt, und wir konnten auch schon den Parkplatz von WILO mitbenutzen, so dass eigentlich genügend Parkraum zur Verfügung steht. Wer natürlich die Parkgebühr sparen will, muss mit einem Knöllchen rechnen." Darüberhinaus gibt es eine Shuttlebus, der zwischen dem Hörder Bahnhof und der Halle pendelt, und alle Tickets sind Kombiteckets, die zur Nutzung des ÖPNV berechtigen.

Noch im Raum steht eine Anwohnerklage, die am OLG anhängig ist. "Dabei geht es nicht um die Lärmemission der Halle, das ist nicht das Problem." Ein Anwohner stößt sich nach wie vor an dem Lärm durch Besucher, die zu Fuß unterwegs sind. "Ich bin da sehr optimistisch und hoffe, dass die Anwohner nicht davon tangiert werden." Optimistisch sieht Alex Richter auch die Entwicklung am Hochofen: "Ich finde das ganz toll, was da passieren soll. Das ist ein absoluter Wurf für die ganze Region. Schon jetzt gibt es ein sehr gutes Verhältnis zu World of Walas, und ich glaube, dass es einige Synergieeffekte zwischen uns geben kann."

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