„Bedrohliche“ Krise auf Schalke - Köln gewinnt 6:1 in Darmstadt

Viel Kampf und Krampf, kein Spielwitz: Frankfurt gewann dank Alex Meier (m.) auf Schalke 1:0, das sich spielerisch ganz schwach zeigte.
  • Viel Kampf und Krampf, kein Spielwitz: Frankfurt gewann dank Alex Meier (m.) auf Schalke 1:0, das sich spielerisch ganz schwach zeigte.
  • Foto: Gerd Kaemper
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Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes befürchtet nach dem nächsten katastrophalen Spiel in Abstiegskampf zu geraten. In dem stecken Darmstadt und der HSV tief drin, während Leverkusen eine 2:0-Halbzeitführung verspielte und Leipzig Hoffenheim erste Saisonniederlage beibrachte.

0:1 verlor der FC Schalke 04 am Freitagabend gegen Frankfurt und zeigte eine erschreckend schwache Leistung, was das spielerische Element angeht. Im Vergleich zur Vorwoche stimmte zwar der kämpferische Einsatz. Doch auch das Engagement der Königsblauen konnte nicht ansatzweise darüber hinwegtäuschen, wie desolat sich die „Knappen“ im Spielaufbau präsentierten.

Benedikt Höwedes: Die Situation ist bedrohlich

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel war anschließend maßlos enttäuscht und hatte keinerlei Verständnis für die gebotene Leistung. Kapitän Benedikt Höwedes sprach sogar von einer „bedrohlichen“ Situation und schrieb das Erreichen der Europa League ab - nach dem 18. Spieltag! Stattdessen warnte der Weltmeister sogar davor, nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten.

Noch steht der S04 auf dem zehnten Tabellenplatz. Doch schon jetzt gingen die Hälfte aller Spiele verloren und bei einer weiteren Niederlage droht das Abrutschen auf Platz 14! Und die nächste Partie findet beim FC Bayern München statt.

Zwei Traumtore sichern Bayern Auswärtssieg

Der hielt den Drei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze vor Aufsteiger RB Leipzig. Der Tabellenführer gewann bei Werder Bremen 2:1 und schoss dabei zwei wunderschöne Tore durch Arjen Robben und David Alaba. Dennoch wusste der FCB nicht immer zu überzeugen, weswegen erneut leise Kritik an Trainer Carlo Ancelotti aufkam. Ob Schalke den leichten Ärger am kommenden Samstag zu spüren bekommt?

Rote Karte Karte für Sandro Wagner

Leipzig drehte im Spitzenspiel zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten einen 0:1-Rückstand gegen die TSG Hoffenheim noch in einen 2:1-Heimsieg um. Dabei profitierten die Gastgeber davon, dass Gäste-Stürmer Sandro Wagner nach einem rüden Foulspiel in der 60. Minute die Rote Karte sah und die TSG fortan in Unterzahl spielen musste. 15 Minuten vor Spielende schlug dann Timo Werner zu und erzielte den 2:1-Siegtreffer, der gleichbedeutend mit Hoffenheims erster Saisonniederlage war.

Eigentor-Experte Sulu leitet Darmstadt-Debakel ein

13 und damit die mit Abstand meisten Niederlagen hat der Tabellenletzte SV Darmstadt 98. Die 13. war allerdings die schmerzhafteste. Daheim verloren die „Lilien“ mit sage und schreibe 1:6 gegen den 1. FC Köln, der bis zu dem Auswärtsspiel erst acht Tore in neun Partien auf fremden Plätzen erzielt hatte und nicht dafür bekannt war, Offensiv-Spektakel zu bieten. Doch bereits zur Halbzeit lag Darmstadt 0:3 hinten. Der eigene Kapitän leitete nach 32 Minuten die Niederlage mit einem Eigentor ein - das dritte Eigentor von Sulu um 46. Bundesligaspiel!

Erster Auswärtssieg für Gladbach im neunten Versuch

Leverkusen verpasste es, den Abstand auf den Rhein-Rivalen bei zwei Punkten zu halten und das, obwohl die Bayer-Elf am Samstagabend zur Halbzeit schon 2:0 gegen Mönchengladbach führte. Doch zwischen der 51. und 71. Minute schossen die Gäste noch drei Tore und drehten die Partie noch zu ihren Gunsten. Kurios: Für die Borussia war es der erste Sieg im neunten Auswärtsspiel. Zuvor hatten die Gladbacher nur zwei Punkte in acht Partien auf fremden Plätzen gesammelt.

Reus-Führung nach 124 Sekunden reicht nicht für BVB-Sieg

Eine Führung verspielte auch der BVB. Im letzten Spiel des 18. Spieltages führte Dortmund bereits nach 124 Sekunden durch Marco Reus mit 1:0 in Mainz. Damit setzte Reus seinen Lauf gegen Mainz fort und traf nun schon zum fünften Mal in Folge gegen den FSV. Sowieso trifft Reus gegen kein anderes Team häufiger, als gegen das der Mainzer. Der Führungstreffer war schon sein elftes Tor gegen die 05er. Dennoch musste die Borussia sich am Ende noch mit einem 1:1 begnügen.

Der Ex-Schalker Danny Latza verwertete in der 82. Spielminute per Kopf eine maßgeschneiderte Flanke zum Ausgleich und sorgte für kollektiven Jubel auf Seiten der Gastgeber, die zehn der letzten elf Duelle gegen den BVB verloren hatte und sowieso erst dreimal gewinnen konnte. Dortmund muss derweil weiterhin auf den vierten Auswärtssieg warten und sammelte in zehn Partien auf fremden Plätzen nur 13 Punkte. Zu wenig, um sich in der Spitzengruppe zu etablieren. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten Leipzig beträgt jetzt schon elf Punkte!

Autor:

Redaktion Steilpass aus Essen-Süd

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