S04 feiert Derbysieg - Leverkusen und Bayern zerlegen ihre Gegner

Kampf ist Trumpf! Insbesondere in der ersten Halbzeit stockte der Spielfluss im Revierderby, weil es immer wieder zu Foulspielen kam. Insgesamt verlief das Duell aber nicht unfair.
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  • Foto: Gerd Kaemper
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Der BVB hat auf Schalke das Revierderby und auch Stürmer Michy Batshuayi verloren. Außerdem überholte Bayer Leverkusen die Dortmunder in der Tabelle, weil sie nach RB Leipzig auch den nächsten direkten Konkurrenten Frankfurt chancenlos aussehen ließen.

Am Ende standen auf dem offiziellen Statistikbogen zwar 12:12 Torschüsse und der BVB hatte mehr Ballbesitz, eine bessere Passquote, mehr Eckbälle, mehr gewonnenen Zweikämpfe, mehr gespielte und mehr angekommene Pässe. Doch so harmlos war er schon Jahre nicht mehr auf Schalke gewesen. Der S04 gewann am Sonntagnachmittag verdient mit 2:0 (0:0) gegen den BVB, der - trotz der offiziellen Statistik - nicht wirklich Schalke-Torwart Ralf Fährmann einmal in große Bedrängnis brachte. Ein Armutszeugnis für die schwarz-gelbe Offensive, die mit technisch starken Spielern bestückt ist.

Schmelzer an beiden Gegentoren beteiligt

Die Schalker hingegen, die in der ersten Halbzeit zwei Chancen hatten, aber ansonsten auch alles andere als glänzten, nutzten vor allem die Fehler der Gäste. Vor dem 1:0 durch Yevhen Konoplyanka versprang BVB-Kapitän Marcel Schmelzer der Ball und Daniel Caligiuri war aufmerksam und schnell, ehe er kurze Zeit später seinen Mitspieler bediente. Bei dem 2:0 ging ein Foulspiel von Schmelzer an Weston McKennie voraus. Die Mauer war nicht gut von Torwart Roman Bürki positioniert, der dann beim Gewaltschuss von Naldo aus 25 Meter aber machtlos war, als das runde Leder in der linken Ecke einschlug.

Saison-Aus für Michy Batshuayi

So war der 30. Spieltag für Schmelzer und den BVB ein gebrauchter Tag. Der S04 gewann erstmals nach sechs sieglosen Derbys wieder gegen den Erzrivalen, bleibt in der Tabelle vor eben jenem und machte einen großen Schritt Richtung Champions League-Gruppenphase. Um die müssen die Dortmunder nun weiterhin zittern. Und das ohne Michy Batshuayi. Der verletzte sich bei einem harten, aber fairen Einsteigen von Benjamin Stambouli kurz vor dem Schlusspfiff am linken Sprunggelenk schwerer. Am Montag konnte die Borussia zwar noch keine exakte Diagnose veröffentlichen. Doch die Saison ist für den Stürmer beendet. Da der belgische Nationalspieler, der trotzdem noch auf die Weltmeisterschaft hofft, von Chelsea FC ausgeliehen ist, wird er für den BVB nicht mehr auflaufen.

Der nächste Gegner vom BVB lautet am kommenden Samstag im Topspiel ausgerechnet Bayer Leverkusen. Die Bayer-Elf ist derzeit in Top-Form. Erst gewann sie vor einer Woche bei RB Leipzig mit 4:1, ehe nun Eintracht Frankfurt mit demselben Ergebnis nach Hause geschickt wurde. Experten rechnen deswegen der Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich sogar Chancen im Halbfinale vom DFB-Pokal gegen Bayern München aus, das am Dienstagabend über die Bühne geht. Spätestens in der zweiten Halbzeit zeigte der neue Tabellendritte, punktgleich mit dem Tabellenvierten BVB, dem nun Tabellensiebten Frankfurt spielerisch die Grenzen auf. Die Einstellung vom Kovac-Team war allerdings nicht zu kritisieren. Viele Frankfurter hatten nach dem Theater um den bevorstehenden Wechsel zum FC Bayern genau das befürchtet. Unter dem Strich war die SGE aber zu harmlos und dürfte in dieser Verfassung auch am Mittwoch im anderen Pokal-Halbfinale auf Schalke Probleme haben, sich für das Finale zu qualifizieren.

Gladbach beginnt stark und lässt stark nach

Der FC Bayern ist hingegen auch weiter in Top-Form. Gegner Borussia Mönchengladbach wurde - trotz Rückstand - mit 5:1 besiegt! Dabei zeigte sich die Borussia in den ersten zehn Minuten sehr stark und der FCB überraschend defensiv. Doch nach dem 1:0 für die Gäste übernahm der alte und neue Deutsche Meister das Kommando. Je länger die Partie dauerte, umso stärker wurde der FCB und umso schwächer wurden die Gladbacher, die es so schwer haben dürften, sich noch für die Europa League zu qualifizieren.

Dritte Pleite in Folge für Tabellenführer Düsseldorf

Wer sich hingegen für die 1. Liga qualifiziert, ist nach wie vor nicht klar. Denn in der 2. Liga geht die kaum zu beschreibende Saison weiter. Der Tabellenführer Fortuna Düsseldorf verlor beim bisherigen Tabellen-16. FC Heidenheim mit 1:3. Es war die dritte (!) Niederlage in Folge und trotzdem thront die Fortuna weiterhin noch ganz oben. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei (Holstein Kiel, gewann 4:0 in Dresden) ist aber mittlerweile auf vier Punkte geschrumpft.

Geschrumpft ist auch mehr als nur ordentlich der Vorsprung der Duisburger auf die Abstiegsränge. Der MSV verlor auch das Heimspiel gegen den SV Sandhausen, das zuvor sechs Spiele in Folge nicht gewinnen konnte. Die Negativserie der „Zebras“ lautet mittlerweile ein Punkt aus den vergangenen sechs Partien! Der Relegationsplatz 16 ist nur noch ein Punkt entfernt, der erste, direkte Abstiegsplatz nur noch fünf.

VfL Bochum träumt plötzlich vom Aufstieg

Dieser Sorgen hat sich der VfL Bochum anscheinend komplett entledigt. Besser noch. Durch den 3:2-Erfolg über den Tabellenletzten Kaiserslautern hoffen die Bochumer Anhänger doch tatsächlich noch auf den Aufstieg. Der Drittplatzierte Kiel ist sechs Punkte entfernt. Viel wichtiger: Der Vorsprung auf Platz 16 beträgt sieben Zähler. Der neue Trainer Robin Dutt hat es anscheinend endgültig geschafft, die Qualitäten der Mannschaft zu wecken. Der Heimsieg war der vierte Erfolg in Serie. Die letzte Niederlage datiert vom 16. Februar.

Kampf ist Trumpf! Insbesondere in der ersten Halbzeit stockte der Spielfluss im Revierderby, weil es immer wieder zu Foulspielen kam. Insgesamt verlief das Duell aber nicht unfair.
Hoher Besuch: Raúl Gonzalez Blanco (3.v..l.) war beim Revierderby auf Schalke zu Gast und betonte vor dem Anpfiff, dass der S04 einen sehr großen Platz in seinem Herzen hätte.
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Redaktion Steilpass aus Essen-Süd

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