Steilpass: Auch Weltmeister Jürgen Kohler ist "Promi-Tipper"

Jürgen Kohler erfreut sich nicht nur bester Gesundheit. Er drückt auch sowohl dem BVB, als auch dem S04 sowie den Revierklubs aus der 2. Liga die Daumen.
  • Jürgen Kohler erfreut sich nicht nur bester Gesundheit. Er drückt auch sowohl dem BVB, als auch dem S04 sowie den Revierklubs aus der 2. Liga die Daumen.
  • Foto: Sportphoto/Jürgen Fromme
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Weltmeister, Europameister, Weltpokalsieger, Champions League-Sieger, Uefa Cup-Sieger, Deutscher und italienischer Meister sowie Pokalsieger. Jürgen Kohler hat als Spieler alles erreicht, was man erreichen kann. Jetzt kann er auch das letzte Ziel abhaken: Er tippt beim Verlagstippspiel „Steilpass“ mit.

 „Mir geht es ausgezeichnet“, sagt Jürgen Kohler auf Nachfrage. Schließlich hatte er 2015 eine Herz-Operation. Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger beruhigt aber sofort: „Die Operation war geplant und die Symptome haben mich mein Leben lang begleitet, waren aber nie mit allzu großen Risiken behaftet. Mir geht es jetzt sogar besser im Vergleich zu meiner aktiven Zeit“, lacht der 52-Jährige. „Ich kann schwimmen, Fahrrad fahren und Berge besteigen.“

Kohler unterstützt BVB ab dieser Saison

Wenn er das nicht tut, dann hilft er in der kommenden Saison beim BVB für Sponsorentermine schon einmal aus. Sofern es zeitlich möglich ist. Kohler ist in der Immobilienbranche tätig. Die Basis dafür legte schon während seiner Spieler-Karriere.

Bis auf die gelegentliche Hilfe für Borussia Dortmund versucht er aber die Zeit mit der Familie zu genießen. „Ich bin am Wochenende aus beruflichen Gründen auch immer wieder unterwegs, so dass ich die Zeit, die dann bleibt, gerne mit der Familie verbringe. Deswegen habe ich auch Einladungen zur Weltmeisterschaft in Russland abgelehnt.“

Kohler freut sich wegen Cristiano Ronaldo für seinen Ex-Klub

Abgelehnt hätte er aber nicht, wenn zu seiner Zeit bei Juventus Turin Cristiano Ronaldo gespielt hat. So, wie er es seit dieser Saison tut. „Cristiano Ronaldo ist ein außergewöhnlicher Fußballer und er hat insbesondere bei Real Madrid eine Ära geprägt. Ich kann mich über meine Juve-Zeit aber nicht beschweren. Im Gegenteil. Ich hatte auch das Glück in einer Mannschaft mit vielen Top-Stars zu spielen.“

Mit Blick auf seinen anderen Ex-Klub, Borussia Dortmund, ist er noch vorsichtig skeptisch. „Beim BVB gab es eine hohe Fluktuation und Unruhe, wenn ich nur an das Theater mit Ousmane Dembele denke. Gefühlt hat jeder in der vergangenen Saison seine eigene Suppe gekocht.“

"Faire Bewertung bei Witsel erst in ein paar Monaten möglich"

Den vermeintlichen Königstransfer von Axel Witsel bezeichnet Kohler als Top-Spieler, betont aber: „Er hat zuletzt in China gespielt. Da muss man abwarten, wie lange er braucht. Eine faire Bewertung ist normalerweise erst in drei bis sechs Monaten zu erwarten. Sonst tut man ihm Unrecht.“

Beim Blick auf den Revierrivalen Schalke ist der ehemalige Dortmunder ähnlich skeptisch. Das hat aber nichts mit dem nach wie vor jungen Trainer zu tun. „Domenico Tedesco ist ein guter Trainer. Jetzt bin ich aber gespannt, wie sein Team es wegsteckt, ständig reisen zu müssen. Flieger, Bus, Flieger, Bus… das ist nicht einfach. Eines muss ich aber betonen: Vizemeister ist der S04 verdient geworden!“

Sowohl BVB als auch S04 sollen erneut in die Champions League einziehen

Kohler gibt zu, dass er am Saisonende gerne den BVB vor dem S04 sehen würde. „Ich habe jahrelang im Ruhrgebiet gespielt. Ich fände es daher schön, wenn beide wieder in die Champions League einziehen werden.“

Viel mehr wird aber wohl nicht möglich sein. „Die Deutsche Meisterschaft führt nur über den FC Bayern München. Auch, wenn es spannend zu beobachten sein wird, wie die Spieler mit der WM-Enttäuschung umgehen werden.“

Dem MSV Duisburg, wo Kohler Trainer war, traut er trotz des schlechten Starts in Liga 2 den Klassenerhalt zu. „Die Ergebnisse stimmten nicht. Aber spielerisch war das nicht schlecht“, zeigt der 52-Jährige, dass er nach wie vor den Fußball aufmerksam verfolgt.

Der VfL Bochum ist mit gemischten Gefühlen in die Saison gestartet. Das frühe Pokal-Aus am vergangenen Wochenende war ein Schlag in die Magengrube. „Robin Dutt ist aber ein erfahrener Mann. Nicht nur als Trainer. Er war auch schon als Sportdirektor tätig.“ Ob die Bochumer deswegen ein Wörtchen in Sachen Aufstieg mitreden können, kann Kohler schwer sagen, der grundsätzlich eher die Absteiger Köln und den HSV favorisiert. „Doch mit seiner Tradition, den Fans, dem guten Nachwuchs und den Sympathien, die der VfL hat, würde ich mich freuen, wenn sie es schaffen würde. Ich mag die Menschen einfach.“

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Autor:

Redaktion Steilpass aus Essen-Süd

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