BürgerReporterin des Monats März: Imke Schüring

"Die tut nix, die will nur schreiben": Imke Schüring berichtet seit 2011 aus Wesel.
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"Die tut nix, die will nur schreiben", schreibt sie über sich selbst. Doch dass damit schon eine Menge getan ist, wissen alle, die regelmäßig die Beiträge von Imke Schüring aus Wesel lesen. Als BürgerReporterin der ersten Stunde schreibt sie über Politik, Gesellschaft, Mensch und Tier. Dabei zeigt sie ihren Leserinnen und Lesern oftmals neue Perspektiven auf und scheut sich nicht, eine Stellung zu beziehen. Sie ist unsere BürgerReporterin des Monats März.

Was macht deine Heimatstadt Wesel so besonders?

In Wesel fühle ich mich zu Hause, hier ist meine Heimat, deswegen bin ich in meinem Urteil voreingenommen. Ich mag die vielen Esel und ich find's klasse, dass meine Stadt zu ihrem „Vorurteil“ steht, dass unser Bürgermeister „Esel“ heißt. Übrigens heißt er nur so, das bedeutet nicht, dass er einer ist. Metaphorisch gesehen ist der Esel zwar der hässliche kleine Bruder des edlen Pferdes. Aber der Esel gilt als stur, was seine Herrchen in früheren Zeiten oft dazu verleitete, ihn „dummer Esel“ zu nennen, weil Esel sich oft weigern, und wer nicht gehorchen will, wird halt aus Wut schon mal verunglimpft.
An Wesel finde ich so besonders, dass es eine Stadt im Grünen ist! Gespaltener Meinung bin ich über die Weseler Nähe zum Ruhrgebiet. Ich meine, die Menschen, die dort leben, sind klasse! Sie haben einen tollen Humor. Selbst diejenigen, die keinen Humor haben, können echt lustig sein. Aber was ich am Ruhrgebiet nicht mag ist, dass dort alles so dicht gedrängt ist. Man kann das Ruhrgebiet durchqueren, ohne je eine Stadtmauer zu passieren.

Was sind die drei wichtigsten Dinge in deinem Leben?

1. Gedanken- und Entscheidungsfreiheit.
2. Meine Lieblingsmenschen (Michel, Claudi, Andi, Bernd, Andreas, Heidi, Irene,
Lewin, Timea, Yaron, Elke und ihr Polizist).
3. Meine Wohnung, 'mein feste Burg'.

Wenn du am Lokalkompass etwas verbessern könntest, was wäre das?

Die Werbung ist entschieden zu aufdringlich, aber das ist ein Problem auf vielen guten Internetseiten. Am schlimmsten sind die Werbebanner, die sich genau vor den Text schieben. Wenn die Werbung am Rand stehen und sich harmonischer in das Gesamtbild einfügen würde, wäre man nicht gezwungen, einen Werbeblocker zu installieren. Desweiteren finde ich doof, dass man neuerdings seine eigenen Klickzahlen befeuern kann, indem man etwa 'F5' drückt, das war früher mal anders!

Du engagierst dich für das Bedingungslose Grundeinkommen. Aus welchen Gründen?

Das stimmt nur teilweise, denn eigentlich engagiere ich mich für eine sanktionsfreie Mindestsicherung in einer Höhe, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Und das tue ich deswegen, weil dann das Denken und Handeln der Menschen weit weniger von Angst (Existenzangst) getrieben wäre, als es derzeit der Fall ist.

Was würdest du mit einem Lottogewinn von 10 Mio. Euro machen?

Donnerlitchen, bei 10 Mio. Okken würde ich definitiv erst mal meine Schulden bezahlen und bei dieser Summe nicht nur meine eigenen, sondern auch die meiner besten Freunde. Das Haus meines Bruders würde ich kernsanieren lassen, mir endlich mal wieder was Neues zum anziehen kaufen und natürlich ganz viel spenden, unter anderen an Unicef, Amnesty International, Campact, Sanktionsfrei.de.

Von wo aus würdest du gern mal im Lokalkompass berichten?

Griechenland oder Lampedusa

Was kannst du gut, was nicht so?

Ich denke, ich kann ganz gut schreiben und Themen auf den Punkt bringen, und ich bringe gerne Themen auf den Punkt Menschenrechte, aber manchmal auch menschliche Schwächen. Außerdem bin ich handwerklich recht begabt und habe ein überdurchschnittliches dreidimensionales Vorstellungsvermögen, das wurde mal bei einem amtlichen Test festgestellt. Gar nicht gut bin ich in Mathematik und in Geduld-Haben bin ich auch eher schlecht, habe aber schon ein bissl was dazu gelernt ...

Welche Frage möchtest Du an die Leser dieses Interviews stellen?

Ungewöhnlich, dass der Interviewte den Lesern eine Frage stellen soll, aber warum eigentlich nicht? Mich würde interessieren, welche Gedanken sich die Kommentatoren zu „vorauseilendem Gehorsam“ machen.

Was war dein größtes Abenteuer?

Definitiv das Interview mit Suzie Quatro, habe schon als kleines Mädel ihre Lieder mitgesummt und dann durfte ich persönlich mit ihr sprechen (Der Wahnsinn in Tüten!). Ehrlich gesagt, ich war so nervös, dass ich fast alle meine Englischkenntnisse vergessen habe. Habe es trotzdem durchgezogen, mit Händen und Füßen. Ansonsten ist mein Leben eigentlich immer ein Abenteuer, da ich seit meinem 20. Lebensjahr an einer generalisierten Angststörung leide. Als das bei mir anfing, konnte ich fast ein Jahr lang nicht mehr vor die Tür. Alleine draußen zu sein verursachte mir Herzrasen, Schwindelgefühle und Fluchtinstinkte. Aber das ist eine Störung, die ein gesunder Mensch nicht nachvollziehen kann.

Was ist dein liebster Bericht im Lokalkompass und warum?

Schöne gefrorene Seifenblasen von einer BürgerReporterin, die Beachtung verdient
Eine Auseinandersetzung mit dem um sich greifenden Veganismus
Genau auch meine Meinung
Selbsterklärend

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