Das Problem mit der Brille

Neulich las ich ein Sprichwort aus Korea, dass mich sofort an ein Phänomen aus meinem Alltag erinnerte: „Manche Dinge sind so schwer zu finden, wie eine Nadel im Meer.“ „Brillen!“, dachte ich sofort. Die Nadel im Meerwasser ist bei mir meine Lesebrille. Kaum habe ich sie abgesetzt, da ist sie auch schon weg. Wie die Socken in der Waschmaschine.
Dabei ist mein Meer nur eine 50-Quadratmeter-Wohnung! Oder das Redaktionsbüro!
Was der Grund für das plötzliche Verschwinden meiner Lesehilfe ist, darüber mache ich mir längst keine Gedanken mehr. Ich lebe zielorientiert und suche stattdessen eine Strategie, meine Brillen schnell wiederzufinden. Was das betrifft, haben US-Forscher herausgefunden, dass Selbstgespäche dabei helfen können. Sie zeigten Versuchsteilnehmern Bilder verschiedener Objekte und diejenigen, die den Namen des Objektes während der Einprägungsphase vor sich hingemurmelt hatten, fanden das Bild deutlich schneller.
Jetzt stelle ich mir vor, wie ich Tag für Tag leise vor mich hinmurmelnd im Redaktionsbüro sitze. Ich glaube, ich kaufe mir doch besser eine neue Brille. Zuviel können es nicht werden. Sie verschwinden ja immer wieder im Brillen Nirwana.

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