Anwohner fragt: "Keiner will was machen können?"
Ickerner Marktplatz wird zum Driften genutzt

Der Ickerner Marktplatz ist ein Treffpunkt für Jugendliche. Archivfoto: Demuth
  • Der Ickerner Marktplatz ist ein Treffpunkt für Jugendliche. Archivfoto: Demuth
  • hochgeladen von Nina Möhlmeier

"Ich wohne seit einem Jahr am Ickerner Marktplatz. Es ist bekannt, dass sich Jugendliche hier ab 20 Uhr treffen. Da der Belag am Marktplatz neu gemacht wurde, finden sie es auch sehr toll, mit ihren Autos zu driften (Anmerkung der Redaktion: Darunter versteht man das bewusst eingeleitete Übersteuern eines Autos). Babys und Kinder rund um den Marktplatz werden nachts wach. Und keiner will etwas machen können?", fragt der Anwohner.

Er ist nicht der erste, der sich mit dieser Thematik an den Stadtanzeiger wendet. Im August 2018 hatten sich Anwohner bereits deswegen in unserer Redaktion gemeldet. Die Stadtverwaltung bestätigte seinerzeit auf Anfrage, dass es mehrere Gruppierungen gebe, die sich am Ickerner Marktplatz aufhielten – zum Beispiel mit "aufgemotzten Autos". Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Aufsuchenden Jugendarbeit seien in der Vergangenheit vor Ort gewesen. "Man hatte es im Blick und wird nun verstärkt ein Auge darauf haben", hieß es.

Hinweise auf Problemstellen im Ortsteil
An der Situation hat sich aber allem Anschein nach nichts geändert. "Es ist ein großes Thema", sagt Marc Frese, Vorsitzender des Bürgervereins "Mein Ickern". Am 9. Juli treffen sich Vertreter von "Mein Ickern" und EUV zu einer Begehung im Ortsteil. Der Verein bat Bürger deshalb im Vorfeld um Hinweise auf Problemstellen. Im Zuge dessen hätten mehrere Ickerner auf die Situation am Marktplatz hingewiesen. "Das Problem ist da, und es ist vielschichtig", weiß Marc Frese. "Es handelt sich um eine Handvoll junger Leute, die nach Geschäftsschluss mit ihren aufgemotzten Autos zum Marktplatz kommen. Der nördliche Teil des Marktplatzes (an der Marktschule) ist der Treffpunkt, an dem man sich außerhalb der Autos aufhält. Ansonsten wird der Platz genutzt, um zu beschleunigen und mit quietschenden Reifen herumzufahren."

Nach Aussage des oben genannten Anwohners soll dies kürzlich auch ein Rettungswagen getan haben. "Der Fahrer ist um 23 Uhr mit Blaulicht auf den Marktplatz gedriftet. Anschließend stieg er aus und unterhielt sich rund zehn Minuten mit den anwesenden Jugendlichen", gibt der Anwohner seine Beobachtungen wieder.

Autor:

Nina Möhlmeier aus Castrop-Rauxel

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