Rückhaltebecken im Sommer fertig

Im Sommer sollen die Hochwasserrückkaltebecken, die die Emschergenossenschaft an der Stadtgrenze Ickern/Mengede baut, fertig sein. Foto: Emschergenossenschaft | Foto: Emschergenossenschaft
  • Im Sommer sollen die Hochwasserrückkaltebecken, die die Emschergenossenschaft an der Stadtgrenze Ickern/Mengede baut, fertig sein. Foto: Emschergenossenschaft
  • Foto: Emschergenossenschaft
  • hochgeladen von Vera Demuth

Sieben Millionen mit Wasser angefüllte Badewannen könnte man in die vier neuen Hochwasserrückhaltebecken schütten, die die Emschergenossenschaft zurzeit im Bereich Ickern und Dortmund-Mengede baut. Nach einer Bauzeit von etwa zwei Jahren sollen die Becken in diesem Sommer fertig sein.

„Wir liegen zeitig im Plan“, beurteilt Pressesprecher Ilias Abawi von der Emschergenossenschaft den Fortschritt des rund 60 Millionen Euro teuren Bauprojekts.
Rückhaltebecken gibt es zwar bereits im Bereich Dortmund, aber sie sind wesentlich kleiner. Im Zuge der Emscherrenaturierung wollte man jedoch sicher sein, die unten liegenden Städte, darunter auch Castrop-Rauxel, zu schützen. „Denn ab Mengede wird die Emscher richtig breit. Das kann zu Problemen führen“, so Ilias Abawi. Zwar träten Jahrhunderthochwasser laut Statistik nur einmal in 100 Jahren auf, „aber allein 2009 hatten wir mehrere Jahrhundertregen“, erläutert der Pressesprecher.
Die künftige renaturierte Emscher werde wieder von Pflanzen bewachsen sein und Kurven haben, was die Fließgeschwindigkeit behindere. „Im Fall eines Hochwassers ist das kontraproduktiv“, so Abawi. In den Rückhaltebecken soll das Wasser daher aufgestaut und gestoppt werden. Außerdem soll das von der Emschergenossenschaft neu errichtete Drosselbauwerk in Ickern, das bereits in Betrieb ist, den Durchfluss der Wassermenge einschränken.
Die Fläche der vier neuen Hochwasserrückhaltebecken beträgt mehr als 30 Hektar. Das entspricht etwa 46 Fußballfeldern. „Momentan sind die Becken noch getrennt, weil die Emscher noch Abwässer, also Chemikalien und Fäkalien, mit sich führt“, erklärt Ilias Abawi. Aber ab 2017/18, wenn der neue Abwasserkanal fertiggestellt sein wird, sollen sie zu einem Becken verbunden werden.
Schon jetzt holt sich die Natur das Gelände zurück: Regen- und Grundwasser haben sich in den Rückhaltebecken gesammelt und Pflanzen auf dem Grund angesiedelt. In Zukunft soll das Gebiet an der Stadtgrenze Ickern / Dortmund-Mengede als Landschaftsbauwerk erlebbar sein. „Die Becken werden nicht eingezäunt, und wir werden Rad- und Fußwege anlegen“, schildert Ilias Abawi die Planungen der Emschergenossenschaft.

Autor:

Vera Demuth aus Bochum

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

18 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.