Thomas Krämerkämper hat Areal am Alten Garten gekauft
Der Bolzplatz bleibt

Marc Friedrich (r.) und Walther Winkelmann von der Bürgerinitiative "Hände weg vom Bolzplatz" sind sehr zufrieden mit der Lösung für den Bolzplatz.
  • Marc Friedrich (r.) und Walther Winkelmann von der Bürgerinitiative "Hände weg vom Bolzplatz" sind sehr zufrieden mit der Lösung für den Bolzplatz.
  • Foto: Thiele
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Der Bolzplatz an der Grundschule Alter Garten in Henrichenburg ist gerettet. Der Henrichenburger Thomas Krämerkämper hat das Areal dem Vorbesitzer Ludwig Kloth Ende des Jahres abgekauft. Damit ist das dort geplante Bauprojekt mit mehr als 40 Wohneinheiten in Einzel- und Doppelhäusern hinfällig.

Ende April 2018 war im Rat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände beschlossen worden, der auch die Bebauung des Bolzplatzes vorsieht. Vorhergegangen waren viele politische Diskussionen, die im März 2018 zum Bruch der Ampel-Koalition beigetragen hatten, sowie die Gründung der Bürgerinitiative „Hände weg vom Bolzplatz“, die knapp 1.700 Unterschriften gegen die Bebauung gesammelt hatte.
Dies zu gewährleisten ist das Ziel von Thomas Krämerkämper und seiner Familie, die nun die Reste des alten Kloth'schen Bauernhofes übernommen haben. Etwa 1,8 Hektar beträgt das Grundstück nördlich und östlich der Grundschule, das den Bolzplatz beinhaltet. Auch künftig sollen die Schüler den Platz nutzen können. „Solch eine bewegungsorientierte Situation sollte man nicht zugunsten von ein paar Euro preisgeben“, sagt Krämerkämper über den Standort und die Bedeutung des Bolzplatzes. Zudem soll der alte Baumbestand um die frühere Hofstelle geschützt werden. „Einige der Eichen sind 150, wenn nicht 200 Jahre alt. Sie gehören zur Kulisse und sollen erhalten bleiben.“

Entscheidung über Nutzung fällt 2019

Wie es ansonsten mit dem Areal weitergeht, werde im Laufe des neuen Jahres entschieden. Krämerkämper und seine Familie haben eine GmbH gegründet, die die Fläche entwickeln will. Um ein langfristiges Gesamtkonzept für das Schulumfeld zu entwerfen, wolle man sich mit der Stadtverwaltung abstimmen, so Krämerkämper. Der Pachtvertrag mit der Stadt für den Bolzplatz laufe auch nach dem Grundstücksverkauf weiter und werde Gegenstand der Verhandlungen sein.
Darüber hinaus möchte er Boden-, Verkehrs- und Lärmgutachten, die noch auf Basis der Kloth'schen Pläne in Auftrag gegeben wurden, abwarten. Im Frühjahr sollen die Ergebnisse vorliegen. „Die werden wir uns anschauen und auf ihrer Grundlage neue Ansätze entwickeln“, sagt Krämerkämper.
Die Bürgerinitiative „Hände weg vom Bolzplatz“ begrüßt den Verkauf. „Wir sind sehr zufrieden mit der Lösung, die für den Bolzplatz (…) gefunden wurde“, heißt es in einer Stellungnahme. Auch die Grünen nehmen zum Erhalt des Bolzplatzes Stellung: „Das ist gut für die Schule, vor allem für den OGS-Bereich. Und das ist gut für das Quartier, das nun eine wichtige Grünfläche und einen prägenden Baumbestand behalten kann.“

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