Fest für die Demokratie
Hunderte Besucher kamen zur gemeinsamen Feier auf dem Europaplatz

Hunderte Besucher flanierten beim Stadtfest auf dem Forum auf und ab.
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  • Hunderte Besucher flanierten beim Stadtfest auf dem Forum auf und ab.
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„Das Thema Demokratie hat gelockt“, sagt Birgit Makowski. Es sei wegen der Europawahl aktuell, aber auch vor Ort in Castrop-Rauxel relevant. Die 55-Jährige aus Ickern ist eine von Hunderten Besuchern des Stadtfestes, zu dem das Bündnis für Demokratie am Sonntag (19. Mai) auf den Europaplatz einlud.

Auch die Hüpfburg ist ein gewichtiges Argument, denn Birgit Makowski ist mit ihrer Tochter und den beiden kleinen Enkeln gekommen. Aber genau darum geht es bei dem Stadtfest für die Demokratie: ein Nebeneinander von Feier und Diskussion, von Spaß und politischem Austausch. Mehr als 40 Vereine und Gruppen von Parteien über Stadtteilvereine, Frauenhaus, Rote Funken und ADFC bis zur Flüchtlingshilfe Castrop-Rauxel präsentieren sich, veranstalten Aktionen und laden zum Gespräch.
Während etwa im Sitzungsraum 6 des Rathauses Aycha Riff, Mitautorin des Buchs „Online Hate Speech“ in einem Vortrag auf die Diskussionskultur im Netz eingeht, präsentieren die Mitglieder von Judoka Rauxel auf dem Forum ihren Kampfsport, und die Musikschule Altstadt gibt ein Konzert auf der Bühne.
Dementsprechend breit gestreut sind die Anlässe, zum Stadtfest zu kommen. Neugierig auf das neue Angebot sind Thomas (52) und Tanja (44) Sawarzynski. Sie wollen den Auftritt der „Terrertucken“ nicht verpassen und sich danach noch an den Ständen umsehen. Die „Terrortucken“ sind es auch, die die Hernerin Andrea Rauer (52) zum Kommen veranlasst haben. Das Thema Politik ist aber ebenfalls von Bedeutung für sie. „Ich war schon wählen, weil ich nächsten Sonntag als Wahlhelferin im Einsatz bin.“

„Das ist informativer als Wahlwerbung im Fernsehen.“

Katharina (5) ist Teil des Bühnenprogramms. Mit weiteren Kitakindern wird sie später singen. Zuvor hat ihre Mutter Natalie Jülich (40) den Parteien einen Besuch abgestattet. „Das ist informativer als Wahlwerbung im Fernsehen“, lautet ihr Fazit.
Zu den Ausstellern zählen auch die Europaaktivisten. „Europa ist hier“, begrüßt Ute Schmidt Besucher. Europa stehe für Freiheit, Frieden und Zusammenhalt, doch die Bürger müssten dafür etwas tun. Bei den Castrop-Rauxelern hat sie ein großes Interesse verspürt; auch inhaltlich sei diskutiert worden. „Das Thema ist in der Bevölkerung“, so Schmidt.

Aufruf zur Europawahl

Respekt und Toleranz hat sich CasKultur auf die Fahne geschrieben. Beim Stadtfest werben die Mitglieder dafür, sich zu engagieren. „Es ist wichtig, dass Jugendliche wählen“, sagt Ipek Abali. Das schlägt sich im Programm an diesem Tag nieder. „Unsere Improshows sind auf die Demokratie gemünzt, und beim Quiz sind politische Themen dabei“, erzählt Stefanie Kilian.
Begeistert von der Resonanz beim Stadtfest ist Bürgermeister Rajko Kravanja, der das Bündnis für Demokratie im vergangenen September ins Leben gerufen hat. Der Zuspruch zeige, dass das Fest eine Lücke fülle. Das werde auch in den Diskussionen deutlich, die sowohl er als auch die anwesenden Parteien geführt hätten.
Bereits am Sonntagnachmittag, bevor heftiger Regen dem Fest ein verfrühtes Ende beschert, kann sich Kravanja eine Neuauflage vorstellen. „Wir treffen uns im Vorbereitungskreis, und wenn alle der Meinung sind, dann sehr gern.“ Ein erstes Gedankenspiel geht in die Richtung, das Fest mit einem Tag der offenen Tür im Rathaus zu kombinieren.

Hunderte Besucher flanierten beim Stadtfest auf dem Forum auf und ab.
Ihren Kampfsport präsentierten die Mitglieder von Judoka Rauxel beim Stadtfest.

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