Lichtblicke in der Altstadt: Architekt Christian Breil entwickelt neues Beleuchtungskonzept

So ähnlich könnten bald auch die Aufenthaltsplätze in der Castroper Altstadt aussehen.              Foto: Breil
  • So ähnlich könnten bald auch die Aufenthaltsplätze in der Castroper Altstadt aussehen. Foto: Breil
  • hochgeladen von Verena Wengorz

Von der richtigen Beleuchtung hängt eine Menge ab, weiß Architekt und Lichtdesigner Christian Breil. Der 55-Jährige entwickelt ein neues Lichtkonzept für die Castroper Altstadt, das er nun erstmals öffentlich vorstellte. Bis zum Ende des Jahres soll das Konzept umgesetzt sein.

„Licht ist eine interessante Materie, die ermöglicht, mit relativ wenig Aufwand viel zur Entwicklung einer Stadt beizutragen“, sagt Christian Breil. So könne es bestimmte Funktionen unterstützen, die Stadt attraktiver machen, Akzente setzen, die Aufenthaltsqualität, das Wohlbefinden und die Orientierung in der Nacht verbessern. Und es gebe sogar Beispiele aus anderen Städten, wo man durch die richtige Lichtgestaltung eine deutliche Reduzierung von Gewalt und Vandalismus bewirken konnte.
Dies habe man durch eine besondere „Lichttextur“ erreicht, eine Beleuchtungsart, die das natürliche Tageslicht simuliert (kein gleichmäßiges Licht, sondern Lichtmuster, die von Schatten durchbrochen werden und das Auge weniger belasten). Eine solche Lichttextur möchte Breil auch an Aufenthaltsorten in der Altstadt installieren.
Eine neue Lichtgestaltung sollen auch die Fußgängerzone rund um den Lambertusplatz (mittlere Münsterstraße bis zum Münsterplatz), der Biesenkamp bis zum Markt sowie der Eingang zur Mühlenstraße bekommen. Hier werde unter anderem die Blendung der Straßenbeleuchtung reduziert, da sie die Wahrnehmungsfähigkeit stark einschränke. „Wir wollen nicht mehr Licht, sondern besseres Licht“, verdeutlicht Breil.
In der Vergangenheit konnte der 55-Jährige sein Lichtkonzept bereits erfolgreich im Bereich Im Ort / Simon-Cohen-Platz umsetzen. „Das dortige Konzept ist sehr gut angekommen“, berichtet er. Nun soll im Herbst (nach Abschluss der Planungsphase und einer Beleuchtungsprobe, bei der das Konzept getestet wird) mit der Umsetzung in den genannten Bereichen der Altstadt begonnen werden. Die Kosten für die Umsetzung (240.000 Euro) werden jeweils zu 50 Prozent vom Land NRW und vom Cityring getragen.

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