Behörden sind nächtliche "Vorgänge" nicht bekannt
Prostitution auf einem Castroper Friedhof?

Auf einem "Castroper Friedhof" soll seit einigen Wochen eine Frau gewisse "Dienste" anbieten. Das behauptet jedenfalls ein Anwohner in einem mehrseitigen Schreiben an unsere Redaktion. Der Verfasser nennt seinen vollständigen Namen nicht, und es wird auch nicht explizit erwähnt, um welchen Friedhof im Stadtgebiet es sich handeln soll.

Er sei derzeit so gut wie jeden Abend auf dem "Castroper Friedhof" unterwegs, um das Grab seiner verstorbenen Frau zu gießen und instand zu halten. Vor Wochen habe er erstmals eindeutige "Geräusche" in einem Gebüsch auf dem Friedhofsgelände vernommen, schreibt Manfred B. Erst habe er vermutet, dass es sich um ein Liebespaar handele.

An einem anderen Tag habe er einen Mann und eine Frau aus dem Gebüsch kommen sehen. "Er gab ihr etwas aus seinem Portemonnaie. (...)" Dann sei der Mann weggefahren. Die Frau sei auf dem Bürgersteig herumgeschlendert. "Keine 20 Minuten später hielt ein Auto am Friedhof, und ein Mann stieg aus. (...) Man sprach kurz miteinander und ging auf den Friedhof."

So sei es dann an diesem Abend noch einige Male weitergegangen, erklärt der Anwohner. Ebenso an anderen Tagen. "Sie taucht auf, Autos halten, Männer steigen aus, man geht auf den Friedhof, kehrt wenig später zurück, der Frau wird Geld übergeben, und das nächste Auto rollt heran (...)", beschreibt er die Situation.

Einer seiner Bekannten habe die Frau "in flagranti" im Gebüsch ertappt. "Es wäre fast zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen." Auch von entsprechenden Beobachtungen in einem "Kundenauto" und am Wasserbecken ist die Rede.

Er selbst, so der Anwohner des Castroper Friedhofs, auf dem eine junge Frau "gewisse Dienste" anbiete, habe die Frau schließlich irgendwann angesprochen und sie direkt mit der Situation konfrontiert.

Es habe einen kurzen Wortwechsel gegeben, in dessen Folge sie den Rückzug angetreten habe. Er habe sie aufgefordert, stehen zu bleiben. Daraufhin habe sie "boshaft" gefragt, ob er ebenfalls ihre Dienste in Anspruch nehmen wolle.
In den Tagen darauf sei die Frau nicht mehr auf dem Friedhof zu sehen gewesen. Mittlerweile sei sie jedoch wieder vor Ort.

Dem Ordnungsamt ist bislang kein Fall von Prostitution auf einem der Friedhöfe in Castrop-Rauxel bekannt. "Prostitution ist in Sperrbezirken durch die jeweilige Bezirksregierung verboten, in Castrop-Rauxel gibt es keinen Sperrbezirk. Es besteht daher keine Möglichkeit von Seiten der Stadt, dagegen vorzugehen. Sollte ein konfessioneller Friedhof betroffen sein, gilt dort die Friedhofsordnung der betreffenden Kirche. Würde eine Anzeige bei der Polizei vorliegen, würde sich diese dem Fall annehmen", sagt Annette Robenek, Pressesprecherin der Stadt.

Der Briefeschreiber selbst gibt an, bis dato noch keinen Kontakt mit der Polizei aufgenommen zu haben. Er wolle auf die Situation aufmerksam machen und hoffe, dass die Vorgänge auf dem Friedhof dadurch ein Ende nehmen werden.

Michael Franz von der Pressestelle des Polizeipräsidiums in Recklinghausen empfiehlt Bürgern, die derartige Beobachtungen machen, sich direkt an die Polizei oder an das Ordnungsamt ihrer Stadt zu wenden, "wenngleich eigentlich das Ordnungsamt des Kreises Recklinghausen in dieser Angelegenheit zuständig ist."

Autor:

Lokalkompass Castrop-Rauxel aus Castrop-Rauxel

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