"Sozialer Bahnhof" mit Café in Rauxel

38 Sitzplätze wird das Café "CAPuccino" im Bahnhofsgebäude anbieten. Zudem ist auch eine Außengastronomie vorgesehen.
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  • 38 Sitzplätze wird das Café "CAPuccino" im Bahnhofsgebäude anbieten. Zudem ist auch eine Außengastronomie vorgesehen.
  • Foto: Bildquelle: Wewole
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Das "CAPuccino", das von Mitarbeitern mit Handicap betriebene Café im Hauptbahnhof, soll in der zweiten Märzhälfte eröffnet werden. Zudem entsteht im ehemaligen Empfangsgebäude ein Kiosk. Das kündigte Rochus Wellenbrock, Vorsitzender der Wewole-Stiftung, am Donnerstag (11. Oktober) bei der symbolischen Schlüsselübergabe an.

Die Wewole-Stiftung ist seit Anfang des Monats neuer Besitzer des Bahnhofsgebäudes. Betreiber von Café und Kiosk wird die "Wewole Werken GmbH", die im Bahnhof 20 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schafft. Betreut und unterstützt werden diese von vier Anleitern. "Die Beschäftigten kommen aus der Region, viele von ihnen direkt aus Castrop-Rauxel", betonte Wellenbrock.

Gewinn für den Ortsteil

Kiosk und Café seien mit ihren Angeboten nicht nur für Reisende, sondern auch für die Nahversorgung im Ortsteil gedacht. Das bisher vorhandene Einkaufsangebot werde ergänzt. Insofern trage das Wewole-Engagement auch zur Wohnumfeldverbesserung bei.
"Hier entsteht ein ,sozialer Bahnhof'. Das ist sozusagen der erste Baustein für einen sozialen Arbeitsmarkt", lobte Bürgermeister Rajko Kravanja das Projekt, in das Wewole gut 600.000 Euro investiert.  

Die Radstation, die ihren Standort im Erdgeschoss zugunsten der Wewole-Aktivitäten aufgeben muss, und für die bislang erfolglos eine neue Bleibe in unmittelbarer Bahnhofsnähe gesucht worden war, kann zunächst einmal in ihren bisherigen Räumen bleiben.

Gemeinsam wollen Wewole und die AWO-Tochter Rebeq, Betreiberin der Radstation, dieses Angebot im Bahnhofsgebäude erhalten. Dazu werde in der nächsten Zeit geprüft, ob die Radstation ins Obergeschoss des Gebäudes ziehen kann. Die Nutzung des vorhandenen Aufzuges sowie ein direkter Zugang von außen zum Bahnsteig seien mögliche Optionen.
Die Fahrkartenautomaten auf den Bahnsteigen bleiben erhalten. "Fahrkarten am Schalter" gibt es aber im Bahnhofsgebäude nicht mehr zu kaufen. Nach Angaben der Deutschen Bahn gehe der Fahrkartenverkauf stetig zurück.

Zudem sei für einen "Schalter-Verkauf" auch kein Platz mehr, da Café und Kiosk jeden Quadratmeter Fläche benötigten, um wirtschaftlich arbeiten zu können, unterstrichen Vertreter der Wewole-Stiftung.

Fahrkarten

Seit Anfang des Monats gibt es Fahrkarten für die Deutsche Bahn in der Reiseagentur Ambos-Vestring, Bahnhofstraße 296. Geöffnet hat die Agentur montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr, samstags von 8.30 bis 13 Uhr.

38 Sitzplätze wird das Café "CAPuccino" im Bahnhofsgebäude anbieten. Zudem ist auch eine Außengastronomie vorgesehen.
Mit der Schlüsselübergabe von der Deutschen Bahn zur Wewole-Stiftung wurde der Besitzerwechsel am Bahnhofsgebäude offiziell dokumentiert. Die vordere Reihe zeigt (v.l.) Rochus Wellenbrock (Wewole), Carsten Kirchhoff (Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft NRW), Dorothee Wasel (DB Station & Servive) sowie Bürgermeister Rajko Kravanja.

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